Dienstag, 20. Oktober 2009
Ganz viele Joe's und das einzige alternative Konzert dieses Jahres in Xi'an
Wow! Ich kann's immer noch nicht glauben. Die Chinesen können ja richtig geil Lärm machen!
Samstag, 17. Oktober 2009
Chinesisch für Markenfans
qiche (Cars):
fute (Ford)
Mazida (Mazda)
Woerwo (Volvo)
Kaidilake (Cadillac)
Benchi (Benz)
Kelaisile (Chrysler)
Falali (Ferrari)
Baoshijie (Porsche)
shoubiao (Watches):
oumiqie (Omega)
langqinbiao (Longines)
leidabiao (Rado)
Tiansuobiao (Tissot)
Laolishi (Rolex)
Shouji (Mobile phones):
Nuojiya (Nokia)
Sanxing (Samsung)
Suoni (Sony)
Motuoluola (Motorola)
Lianxiang (Lenovo)
Pingguo (Apple)
Feilipu (Phillips)
Daier (Dell)
und Oscar heisst hier "Loseka"...
fute (Ford)
Mazida (Mazda)
Woerwo (Volvo)
Kaidilake (Cadillac)
Benchi (Benz)
Kelaisile (Chrysler)
Falali (Ferrari)
Baoshijie (Porsche)
shoubiao (Watches):
oumiqie (Omega)
langqinbiao (Longines)
leidabiao (Rado)
Tiansuobiao (Tissot)
Laolishi (Rolex)
Shouji (Mobile phones):
Nuojiya (Nokia)
Sanxing (Samsung)
Suoni (Sony)
Motuoluola (Motorola)
Lianxiang (Lenovo)
Pingguo (Apple)
Feilipu (Phillips)
Daier (Dell)
und Oscar heisst hier "Loseka"...
Freitag, 16. Oktober 2009
Das Strahlen der Berge II – Eine Reise von Lanzhou nach Chengdu
Tibetische Gastfreundschaft in Langmuse
Aber zurück zur Reise. Im Bus nach Langmuse hatten wir eine etwas spezielle Sitznachbarin. Die gute Frau fiel mir vor allem auf, weil sie immer am Telefon war! Sie war denn aber sehr flott zu uns und bot uns Kekse und Sonnenblumenkerne an. Über den im Gang sitzenden Chinesen hinweg kamen wir ins Gespräch und sie wollte wissen, was wie wir denn drauf kamen, nach Langmuse zu reisen und was wir sonst so machten. Sie stellte sich dann als Lehrerin vor und lud uns kurzerhand zu ihren Freunden ein, die sie in Langmuse besuchen wollte. Sie meinte, sie kenne sich aus mit Studierenden und wisse, dass diese nicht all zu viel Geld hätten. Gerne nahmen wir ihr Angebot natürlich an. Zum Glück sprach Pierre denn auch genug gut Chinesisch, um ihre vielen Worte zu verstehen.
Im Bergdorf angekommen gingen wir zuerst in eine Art Apoteke. Der Freund unserer chinesischen Bekannten war ein Spezialist für tibetische Medizin und schien mir ein bisschen überrumpelt vom Aktivismus seiner gerade erst angekommenen Freundin! Nach einem Glas Tee und einem Apfel machten wir uns schliesslich zu viert auf den Weg zu einer weiteren Kollegin, bei welcher wir zum Nachtessen eingeladen wurden. Die Chinesin kaufte zuvor noch kräftig Gemüse und Früchte ein. Unser Ziel war eines der kleinen Häuschen am Hangfuss. Als uns eine kleine tibetische Mönchin mit erhobenen Händen freudig empfieng, staunten Pierre und ich nicht schlecht. Dass unsere Busbegegnung eine Mönchin als Freundin hat, hatten wir nicht recht verstanden. Umso begeisterter waren natürlich wir von der ganze Situation! Wir kriegten tatsächlich die Chance, bei einer Mönchin zu Besuch zu sein!
Wir wurden ins Wohnzimmer eingeladen. Das muss man sich recht anders als bei uns vorstellen. Der Raum war eigentlich recht klein un spärlich eingerichtet. Da war nur ein grosser Schrank, ein Geschirrschrank und ein Ofen und eine Holzkonstruktion. Die Leute Sitzen auf dieser Erhöhung am Rand und in der Mitte steht ein Tischchen, das kaum 30cm hoch ist. Wir verbrachten den ganzen Abend dort und plauderten mit den beiden Frauen.
Die Mönchin lebt hier mit ihrer Schülerin. Diese war ganz fleissig am arbeiten und lernen. Sie traute sich nicht so recht, mit uns zu sprechen, obwohl sie es unglaublich spannend fand, Ausländer im Haus zu haben. Sie verkroch sich oft. Zuerst kriegten wir etwas, das unsere Gastgeber tibetische Schokolade nannten. Sie mixten dies gleich vor unseren Augen: Milch/ Käsekrümel, Zucker, ein Pulver, das wir nicht entziffern konnten und warmes Wasser. Sehr lecker und nahrhaft! Weiter gab’s Käsekrümel und Milchtee zu probieren. Zum Znacht gabs Reis mit gebratenem Gemüse, typisch tibetisch, wie uns erklärt wurde. Die Mönchin war richtig begeistert, dass wir uns so schnell an die tibetische Esskultur gewöhnen und dass wir all die Sachen probieren und mögen. Mich erinnerten viele dieser Dinge an die Spezialitäten in der Mongolei. So auch das getrocknete Fleisch, das kaum gewürzt gegessen wird.
Am Abend wurden schliesslich unsere Betten hergerichtet. Diese waren dort, wo wir alle zuvor gesessen hatten. Auf jeder Seite des Tischchens wurden Decken ausgelegt und dicke Duvets dazu. Oh, ich schlief so herrlich dort und fror kein bisschen!
Am nächsten Morgen war früh Tagwach. Während unsere Gastgeberin das Morgenessen zubereitete, schickte sie uns nach draussen, Fotos machen und die Landschaft erkunden. Pierre und ich nutzen diese freie Zeit, um die nahe gelegenen „Roten Zähne – Hong Zhe Shan“ zu erklimmen. Wow, das war recht anstrengend, obwohl höchstens eine Stunde Marsch, aber es lohnte sich jeder Schritt bei der unglaublich schönen Aussicht, die uns bei Sonnenschein auf dem Gipfel erwartete! Zurück im Haus gab’s Milchreis zum Frühstück. Später ging dann unsere Entdeckungstour endlich los! Unsere buddhistische Freundin wollte uns natürlich das Kloster zeigen, ne tolle Sache, denn sie wusste wirklich was dazu zu erzählen. Wir schauten vor allem einen Tempel etwas genauer an und die beiden Frauen waren recht begeistert von Pierre’s Fotokamera und machten schon am Morgen früh ganz viele Fotos, am besten mit uns als Suchet :D
Gegen Mittag gingen wir dann zu Besuch beim Bruder der Mönchin, wir hatten etwas Bedenken, weil dies bedeuten würde, dass wir wieder essen und wir waren doch noch so voll vom Frühstück! Und tatsächlich, wir erhielten frisches Joghurt, das wir mit Zucker und Birne assen. Während unsere Freundin beim Arzt war, schauten sich Pierre und ich die restlichen Tempel des Monastery’s an und waren dann recht lange am warten auf unsere Freunde. Diese wollten nämlich unbedingt mit uns an einen anderen schönen Ort hier. Nun gut, für einen Tag lassen wir uns das Programm von jemandem anderen machen (die Chinesen können eben nicht planen, sie entscheiden immer ganz kurzfristig und machen, was ihnen gerade passt. Was unsere Programmideen für Langmuse waren, war nicht relevant). Nach einem abenteuerlichen Ritt zu dritt auf einem Motorrad bis zum Eingang in eine „heilige“ Schlucht nahmen wir eine Wanderung durch wohl eines der schönsten Täler dieser Region in Angriff. Unsere Freundin blieb mit ihren Stöckelschuhen aber bald hinter uns und wir erreichten nur mit der Mönchin eine weite, mit grünem Rasen geschmückte Öffnung zwischen verschiedenen Bergkämmen. Wow war das toll, das Zusammenspiel von Sonne und Schatten, die glitzernden Gipfel, das Zirpen der Grillen und das Echo unserer Rufe! Ja, ich kann wirklich verstehen, warum viele Leute finden, dies hier sei ein Kraftort! Nach einigem Verweilen, machten wir uns auf den Heimweg. Aus der Schlucht raus, hatten wir noch Zeit, ein bisschen durch das Bergdörfchen zu schlendern. Die Leute hier leben eigentlich verhältnismässig einfach, sie sind nicht reich. Doch es fällt sofort auf, wenn man durch die Strassen läuft, dass die Menschen hier glücklich leben, sie sind zufrieden, sie haben das wichtigste zum glücklich sein!
Als wir uns wieder mit unseren Freunden trafen, da schlug uns die Chinesin vor, an ein Konzert traditioneller tibetischer Musik zu gehen. Wir als Musikinteressierte willigten natürlich sofort ein. Ja, das wurde echt eine amüsante „Vorführung“: Die Musikanten sangen ihre Lieder nicht live, sondern performten – und dies zum Teil miserabel langweilig – nur zu Playbackmusik. Amüsant war’s allemal, vor allem zusammen mit dem komischen chinesischen Kaffee, den wir dazu tranken (mit komisch gumigen Stückchen drin).
Endlich zu Hause gab’s noch ne Schüssel Reis, bevor wir alle todmüde schlafen gingen. Am nächsten Morgen mussten wir bereits um 6 Uhr das Haus verlassen. Während wir schliefen, hatten uns die Mönchin und ihre Schülerin nochmals tibetische Schokolade zubereitet, die sie uns mit auf den Weg gaben. Sie brachten uns sogar bis ins Dorf und hatten ein schlechtes Gewissen, dass sie nicht mit uns auf den Bus warteten. Pierre und ich schliefen dann erst mal ne Runde im Bus, der leider dennoch erst nach 7 Uhr kam...
Aber zurück zur Reise. Im Bus nach Langmuse hatten wir eine etwas spezielle Sitznachbarin. Die gute Frau fiel mir vor allem auf, weil sie immer am Telefon war! Sie war denn aber sehr flott zu uns und bot uns Kekse und Sonnenblumenkerne an. Über den im Gang sitzenden Chinesen hinweg kamen wir ins Gespräch und sie wollte wissen, was wie wir denn drauf kamen, nach Langmuse zu reisen und was wir sonst so machten. Sie stellte sich dann als Lehrerin vor und lud uns kurzerhand zu ihren Freunden ein, die sie in Langmuse besuchen wollte. Sie meinte, sie kenne sich aus mit Studierenden und wisse, dass diese nicht all zu viel Geld hätten. Gerne nahmen wir ihr Angebot natürlich an. Zum Glück sprach Pierre denn auch genug gut Chinesisch, um ihre vielen Worte zu verstehen.
Im Bergdorf angekommen gingen wir zuerst in eine Art Apoteke. Der Freund unserer chinesischen Bekannten war ein Spezialist für tibetische Medizin und schien mir ein bisschen überrumpelt vom Aktivismus seiner gerade erst angekommenen Freundin! Nach einem Glas Tee und einem Apfel machten wir uns schliesslich zu viert auf den Weg zu einer weiteren Kollegin, bei welcher wir zum Nachtessen eingeladen wurden. Die Chinesin kaufte zuvor noch kräftig Gemüse und Früchte ein. Unser Ziel war eines der kleinen Häuschen am Hangfuss. Als uns eine kleine tibetische Mönchin mit erhobenen Händen freudig empfieng, staunten Pierre und ich nicht schlecht. Dass unsere Busbegegnung eine Mönchin als Freundin hat, hatten wir nicht recht verstanden. Umso begeisterter waren natürlich wir von der ganze Situation! Wir kriegten tatsächlich die Chance, bei einer Mönchin zu Besuch zu sein!
Wir wurden ins Wohnzimmer eingeladen. Das muss man sich recht anders als bei uns vorstellen. Der Raum war eigentlich recht klein un spärlich eingerichtet. Da war nur ein grosser Schrank, ein Geschirrschrank und ein Ofen und eine Holzkonstruktion. Die Leute Sitzen auf dieser Erhöhung am Rand und in der Mitte steht ein Tischchen, das kaum 30cm hoch ist. Wir verbrachten den ganzen Abend dort und plauderten mit den beiden Frauen.
Die Mönchin lebt hier mit ihrer Schülerin. Diese war ganz fleissig am arbeiten und lernen. Sie traute sich nicht so recht, mit uns zu sprechen, obwohl sie es unglaublich spannend fand, Ausländer im Haus zu haben. Sie verkroch sich oft. Zuerst kriegten wir etwas, das unsere Gastgeber tibetische Schokolade nannten. Sie mixten dies gleich vor unseren Augen: Milch/ Käsekrümel, Zucker, ein Pulver, das wir nicht entziffern konnten und warmes Wasser. Sehr lecker und nahrhaft! Weiter gab’s Käsekrümel und Milchtee zu probieren. Zum Znacht gabs Reis mit gebratenem Gemüse, typisch tibetisch, wie uns erklärt wurde. Die Mönchin war richtig begeistert, dass wir uns so schnell an die tibetische Esskultur gewöhnen und dass wir all die Sachen probieren und mögen. Mich erinnerten viele dieser Dinge an die Spezialitäten in der Mongolei. So auch das getrocknete Fleisch, das kaum gewürzt gegessen wird.
Am Abend wurden schliesslich unsere Betten hergerichtet. Diese waren dort, wo wir alle zuvor gesessen hatten. Auf jeder Seite des Tischchens wurden Decken ausgelegt und dicke Duvets dazu. Oh, ich schlief so herrlich dort und fror kein bisschen!
Am nächsten Morgen war früh Tagwach. Während unsere Gastgeberin das Morgenessen zubereitete, schickte sie uns nach draussen, Fotos machen und die Landschaft erkunden. Pierre und ich nutzen diese freie Zeit, um die nahe gelegenen „Roten Zähne – Hong Zhe Shan“ zu erklimmen. Wow, das war recht anstrengend, obwohl höchstens eine Stunde Marsch, aber es lohnte sich jeder Schritt bei der unglaublich schönen Aussicht, die uns bei Sonnenschein auf dem Gipfel erwartete! Zurück im Haus gab’s Milchreis zum Frühstück. Später ging dann unsere Entdeckungstour endlich los! Unsere buddhistische Freundin wollte uns natürlich das Kloster zeigen, ne tolle Sache, denn sie wusste wirklich was dazu zu erzählen. Wir schauten vor allem einen Tempel etwas genauer an und die beiden Frauen waren recht begeistert von Pierre’s Fotokamera und machten schon am Morgen früh ganz viele Fotos, am besten mit uns als Suchet :D
Gegen Mittag gingen wir dann zu Besuch beim Bruder der Mönchin, wir hatten etwas Bedenken, weil dies bedeuten würde, dass wir wieder essen und wir waren doch noch so voll vom Frühstück! Und tatsächlich, wir erhielten frisches Joghurt, das wir mit Zucker und Birne assen. Während unsere Freundin beim Arzt war, schauten sich Pierre und ich die restlichen Tempel des Monastery’s an und waren dann recht lange am warten auf unsere Freunde. Diese wollten nämlich unbedingt mit uns an einen anderen schönen Ort hier. Nun gut, für einen Tag lassen wir uns das Programm von jemandem anderen machen (die Chinesen können eben nicht planen, sie entscheiden immer ganz kurzfristig und machen, was ihnen gerade passt. Was unsere Programmideen für Langmuse waren, war nicht relevant). Nach einem abenteuerlichen Ritt zu dritt auf einem Motorrad bis zum Eingang in eine „heilige“ Schlucht nahmen wir eine Wanderung durch wohl eines der schönsten Täler dieser Region in Angriff. Unsere Freundin blieb mit ihren Stöckelschuhen aber bald hinter uns und wir erreichten nur mit der Mönchin eine weite, mit grünem Rasen geschmückte Öffnung zwischen verschiedenen Bergkämmen. Wow war das toll, das Zusammenspiel von Sonne und Schatten, die glitzernden Gipfel, das Zirpen der Grillen und das Echo unserer Rufe! Ja, ich kann wirklich verstehen, warum viele Leute finden, dies hier sei ein Kraftort! Nach einigem Verweilen, machten wir uns auf den Heimweg. Aus der Schlucht raus, hatten wir noch Zeit, ein bisschen durch das Bergdörfchen zu schlendern. Die Leute hier leben eigentlich verhältnismässig einfach, sie sind nicht reich. Doch es fällt sofort auf, wenn man durch die Strassen läuft, dass die Menschen hier glücklich leben, sie sind zufrieden, sie haben das wichtigste zum glücklich sein!
Als wir uns wieder mit unseren Freunden trafen, da schlug uns die Chinesin vor, an ein Konzert traditioneller tibetischer Musik zu gehen. Wir als Musikinteressierte willigten natürlich sofort ein. Ja, das wurde echt eine amüsante „Vorführung“: Die Musikanten sangen ihre Lieder nicht live, sondern performten – und dies zum Teil miserabel langweilig – nur zu Playbackmusik. Amüsant war’s allemal, vor allem zusammen mit dem komischen chinesischen Kaffee, den wir dazu tranken (mit komisch gumigen Stückchen drin).
Endlich zu Hause gab’s noch ne Schüssel Reis, bevor wir alle todmüde schlafen gingen. Am nächsten Morgen mussten wir bereits um 6 Uhr das Haus verlassen. Während wir schliefen, hatten uns die Mönchin und ihre Schülerin nochmals tibetische Schokolade zubereitet, die sie uns mit auf den Weg gaben. Sie brachten uns sogar bis ins Dorf und hatten ein schlechtes Gewissen, dass sie nicht mit uns auf den Bus warteten. Pierre und ich schliefen dann erst mal ne Runde im Bus, der leider dennoch erst nach 7 Uhr kam...
Samstag, 10. Oktober 2009
Das Strahlen der Berge I – Eine Reise von Lanzhou nach Chengdu
Chinas Ferienkonzept
Mehr als eine Woche ist es her, seit mein französischer Kollege Pierre und ich Xian für eine Reise durch die Berge Gansu’s und Sichuan’s verlassen haben. Zur Feier des 60-jährigen Bestehens der Chinesischen Volksrepublik gab’s für das ganze Volk 8 Tage Ferien (für uns hiess dies, dass wir an zwei Wochenenden die Stunden von zwei freien Tagen nach- oder vorholen mussten). Natürlich gehört es sich auch, dass man sich an der Rezeption unseres Internationale Studierende Hauses abmeldet und Reiseziel, Telefonnummer sowie Zimmernummer hinterlässt. Und als wir heute Morgen früh dann wieder an die Uni kamen, da wurde uns natürlich zuerst mal die Temperatur kontrolliert, bevor wir den Campus betreten durften (zum Glück hab ich mir nicht mehr als einen Schnupfen geholt in der Kühle der Bergen).
toller Host in Lanzhou
Mit dem Nachtzug fuhren wir am 1. Oktober, dem grossen Volksfeiertag, nach Lanzhou (am Tag zuvor gab’s natürlich keine freien Plätze mehr, weil alle Chinesen nach Hause gingen für die Ferien). In der unspektakulären Stadt erwartete uns bereits eine sympathische Couchsurferin, eine Amerikanerin in meinem Alter, die an der lokalen Uni als Englischlehrerin arbeitet. Ihr Cafe nach der Ankunft war ein echter Schmaus und die Rettung des Tages! Wir gingen gleich los und versuchten als erstes, Tickets für unsere Weiterreise nach Xiahe zu organisieren. Zum Glück war Ginger dabei, die recht gut Chinesisch sprach, alleine hätten wir den Busbahnhof wohl nie gefunden. Die fast 1,5h Reise nahmen wir schliesslich vergeblich auf uns, denn Tickets gab’s nicht vor morgen 6 Uhr in der Früh.
Nach dem Mittagessen schmökerten wir ein bisschen auf dem Antikenmarkt und ich hätte mir fast ein steinernes Xylophon gekauft, wären nicht die Töne so komisch angeordnet gewesen! Später schauten wir uns einen Tempel an einem der Hänge an und nach einem Eis mit Kolleginnen von Ginger machten wir uns auf den Heimweg. Am Abend schauten wir mit zwei weiteren Kollegen unseres Hosts Rush Hour 2 und das war echt noch viel lustiger in China, jetzt wo ich die einfachen chinesischen Sätze verstehe und über die schlechen Übersetzungen lachen kann. Und auch die Konfueinlagen sind amüsanter als zuvor genauso wie die Bilder aus Chinas Grosstädten :D Hoffe, ich kann noch ein paar weitere Jacky Chan Filme in China schauen!
Bergluft in Xiahe
Am 3. Oktober ging’s dann endlich richtig los! Wir freuten uns schon lange auf die Bergluft. Doch bevor wir den Bus nehmen konnten, mussten wir irgendwie eine Kopie unserer Pässe auftreiben, sonst konnten wir nicht mitfahren. Dank sei dem Taxifahrer, der für uns eine Kollegin aus dem Bett geholt hat (es war 7 Uhr) und uns zu deren Geschäft gefahren hat! Um die Mittagszeit erreichten wir schliesslich das kleine Bergdorf auf ca. 2500müM. Lohnenswert war hier vor allem ein Besuch des riesigen buddhistischen Klosters, wohl eines der grössten Zentren ausserhalb Tibets und ein Pilgerort für viele Gläubige.
Noch vor 3 Stunden waren wir im städtischen Lanzhou, das sich ausser am Aussehen, dem Alter und der Qualität der Bauten nicht wesentlich von anderen chin. Städten unterscheidet. Doch was wir jetzt vor uns hatten, war etwas ganz Neues! Es gab einfach eine schön hergerichtete Strasse, jene, an der auch alle Shops waren. Die Häuser hier waren bunt verziert und zeigten viele buddhistische Symbole. Zu kaufen gabs denn auch vor allem Mönchskleider, religiöse Acessoirs, traditionelle tibetische Kleidung und andere Produkte, viel Schmuck für die Touristen und auch einiges an Schnickschnack.
Was mir sofort auffiel in Xiahe, waren die wunderbaren Gewänder der Einheimischen hier! Diese Gewänder erinnerten mich stark an jene Roben der Mongolen. Es waren auch lange Mäntel, die mit einem Tuch um die Hüfte festgemacht wurden. Meistens wurde ein Ärmel frei nicht angezogen, sondern hinten am Rücken ins Tuch eingeklemmt. Ich wollte natürlich auch mal eines dieser Kostüme anprobieren und an mir sah das recht amüsant aus mit den viel zu langen Ärmeln (aber das muss so sein). Ich kann gut verstehen, dass diese Kleider sowohl in der Mongolei, als auch im Tibet getragen werden, sie sind perfekt für den kalten Winter!
In Xiahe schauten wir uns natürlich auch das Kloster an, drehten die vielen Gebetsmühlen, die rund um das Kloster in Gängen aufgebaut waren und erklommen eine riesige stupa-ähnliche Pagode. Aber weil wir der Berge wegen gekommen waren, zog es uns immer mehr auf die nahe gelegenen Hügel, dorthin wo meistens irgendeine buddhistische Gebetsstätte errichtet wurde. Unterwegs trafen wir dann einige einheimische und wir versuchten mit ihnen zu reden. Jedoch sprachen die beiden besser tibetisch als chinesisch, was unsere Kommunikation auf ein Minimum beschränkte und dennoch verstanden wir uns gut :D
Mit der Klosterbesichtigung, ein bisschen Klettern und ein bisschen Shoppen war unser Nachmittag auch schon vorbei und nach dem Nachtessen waren wir beide bettreif.
Landschaftsbilder
Von Xiahe nahmen wir zuerst einen Bus nach Hezuo. Dort angekommen erwartete uns auch schon eine Horde Dreiradchauffeure, die uns alle ihre Dienste anboten, uns an den zweiten Busbahnhof zu fahren, wo wir den Bus nach Langmuse nehmen konnten. Das war ne luftige, amüsante Fahrt durch diese doch recht grosse Stadt mitten in den Bergen!
Bevor wir die zweite Busfahrt für diesen Tag in Angriff nahen, reichte die Zeit gerade noch, um eine lokale Spezialität als Mittagessen zu probieren. Unterwegs sieht man übrigens auch recht viele spannende Dinge! Einerseits lohnt es sich, mal die anderen Mittreisenden im Bus etwas zu beobachten. Gerne dieskutieren sie zusammen in jeder Lautstärke oder schlafen mit offenem Mund oder essen gerne Sonnenblumenkerne, die nachher recht vielle Spuren im Bus hinterlassen. Zwischendurch sind wir auch mit einigen Fahrgästen ins Gespräch gekommen. Wir als einzige Ausländer im Bus waren natürlich des öfteren Gespärchsstoff und Amusement für den ganzen Bus.
Aber für mich fast noch spannender waren natürlich all die Landschaften, durch die wir fuhren: Kurz nach Lanzhou reisten wir recht lange durch grosse Landwirtschaftsgebiete. Ganze Berge wurden dort umgestaltet und bestehen heute aus vielen verschiedengrossen, verschiedenförmigen Terrassen! Ich vermute, dass dort vor allem Mais und Korn angebaut wird. Diese nördlichste Bergkette des Tibets ist eine montane Wüste und eignet sich regentechnisch eher schlecht für Landwirtschaft. Doch sieht es aus, als ob die Leute ausgeklügelte Bewässerungssysteme nutzen und damit die guten Lössböden dennoch zu nutzen wissen. Am Strassenrand wurde zum Beispiel für jeden Baum eine kleine Wanne angelegt, sodass das wenige Regenwasser auch sicher beim Baum zusammenfliesst.
Später wurden die Täler enger und wir fuhren vorbei an kleinen Dörfchen, die in den Hang gebaut wurden. Meistens gabs noch einige wenige Felder, die ebenfalls am Hang angelegt wurden. Hier wird noch alles von Hand angebaut und geerntet! Doch nicht alle Orte waren so idyllisch. Genug oft sahen wir auch einfach Ruinen und halbfertige Häuser, die dennoch bewohnt wurden und andere schäbige Bauwerke. Auch die Strasse, auf der wir fuhren, war nicht immer gleich gut, manchmal handelte es sich lediglich um einen Schotteruntergrund.
Wenn die Strasse sich mal wieder gefährlich am Hang entlangwand, konnte ich aus dem Fenster an der steilen Felswand hochschauen. Mancherorts waren die Chinesen recht radikal und betonierten ganze Hänge zu, um sie rutsch- und steinschlagsicher zu machen. Andernorts wurde der Hangfuss einfach mit einer hohen Mauer versehen oder eine Gesteinsformation über mehrere Kilometer mit Netzen versehen. Aber genauso fuhren wir durch Gebiete, wo Felsformationen gefährlich über der Strasse hingen oder das Geröll von der Böschung schon die Strasse erreichte. Wenn das Geld nicht reicht, dann wird halt einfach nichts gemacht und niemand stört sich gross drab. Unser Bus fuhr auf jeden Fall trotzdem auf dieser Strasse, auch wenn vom vielen Regen an diesem Tag schon einige kleinere Murgänge die Strasse überdeckten.
In Richtung Langmuse wurde die Landschaft immer hochmontaner. Wälder gab es auf dieser Höhe fast keine mehr, Büsche und Gestrüppe auch nur noch im Tal. Auf beiden Seiten erhoben sich mächtige spitzige, teils klüftige, steinige Berge, die von der Sonne angestrahlt wurden und Lust zum Klettern machten! Natürlich konnten wir es in Langmuse dann nicht sein lassen und bekommen wirklich eine der Bergketten. Sie nannte sich Rote Zähne und sah aus der Ferne auch so aus.
Weiter in Richtung Chengdu liessen wir die schmalen Täler hinter uns und fuhren viel mehr durch mehrere weite Hochebenen. Diese Landschaften erinnerten mich sehr fest an die Mongolei, vor allem auch wegen den Yak- und Ziegenherden und den Zelten, die hier neben den steinernen Dörfern ebenfalls als Unterkunft dienten. Die Berge im Hintergrund waren nun viel lieblicher und hatten eher den Anblick von Hügeln, obwohl sie sicherlich auch recht hoch waren!
Mehr als eine Woche ist es her, seit mein französischer Kollege Pierre und ich Xian für eine Reise durch die Berge Gansu’s und Sichuan’s verlassen haben. Zur Feier des 60-jährigen Bestehens der Chinesischen Volksrepublik gab’s für das ganze Volk 8 Tage Ferien (für uns hiess dies, dass wir an zwei Wochenenden die Stunden von zwei freien Tagen nach- oder vorholen mussten). Natürlich gehört es sich auch, dass man sich an der Rezeption unseres Internationale Studierende Hauses abmeldet und Reiseziel, Telefonnummer sowie Zimmernummer hinterlässt. Und als wir heute Morgen früh dann wieder an die Uni kamen, da wurde uns natürlich zuerst mal die Temperatur kontrolliert, bevor wir den Campus betreten durften (zum Glück hab ich mir nicht mehr als einen Schnupfen geholt in der Kühle der Bergen).
toller Host in Lanzhou
Mit dem Nachtzug fuhren wir am 1. Oktober, dem grossen Volksfeiertag, nach Lanzhou (am Tag zuvor gab’s natürlich keine freien Plätze mehr, weil alle Chinesen nach Hause gingen für die Ferien). In der unspektakulären Stadt erwartete uns bereits eine sympathische Couchsurferin, eine Amerikanerin in meinem Alter, die an der lokalen Uni als Englischlehrerin arbeitet. Ihr Cafe nach der Ankunft war ein echter Schmaus und die Rettung des Tages! Wir gingen gleich los und versuchten als erstes, Tickets für unsere Weiterreise nach Xiahe zu organisieren. Zum Glück war Ginger dabei, die recht gut Chinesisch sprach, alleine hätten wir den Busbahnhof wohl nie gefunden. Die fast 1,5h Reise nahmen wir schliesslich vergeblich auf uns, denn Tickets gab’s nicht vor morgen 6 Uhr in der Früh.
Nach dem Mittagessen schmökerten wir ein bisschen auf dem Antikenmarkt und ich hätte mir fast ein steinernes Xylophon gekauft, wären nicht die Töne so komisch angeordnet gewesen! Später schauten wir uns einen Tempel an einem der Hänge an und nach einem Eis mit Kolleginnen von Ginger machten wir uns auf den Heimweg. Am Abend schauten wir mit zwei weiteren Kollegen unseres Hosts Rush Hour 2 und das war echt noch viel lustiger in China, jetzt wo ich die einfachen chinesischen Sätze verstehe und über die schlechen Übersetzungen lachen kann. Und auch die Konfueinlagen sind amüsanter als zuvor genauso wie die Bilder aus Chinas Grosstädten :D Hoffe, ich kann noch ein paar weitere Jacky Chan Filme in China schauen!
Bergluft in Xiahe
Am 3. Oktober ging’s dann endlich richtig los! Wir freuten uns schon lange auf die Bergluft. Doch bevor wir den Bus nehmen konnten, mussten wir irgendwie eine Kopie unserer Pässe auftreiben, sonst konnten wir nicht mitfahren. Dank sei dem Taxifahrer, der für uns eine Kollegin aus dem Bett geholt hat (es war 7 Uhr) und uns zu deren Geschäft gefahren hat! Um die Mittagszeit erreichten wir schliesslich das kleine Bergdorf auf ca. 2500müM. Lohnenswert war hier vor allem ein Besuch des riesigen buddhistischen Klosters, wohl eines der grössten Zentren ausserhalb Tibets und ein Pilgerort für viele Gläubige.
Noch vor 3 Stunden waren wir im städtischen Lanzhou, das sich ausser am Aussehen, dem Alter und der Qualität der Bauten nicht wesentlich von anderen chin. Städten unterscheidet. Doch was wir jetzt vor uns hatten, war etwas ganz Neues! Es gab einfach eine schön hergerichtete Strasse, jene, an der auch alle Shops waren. Die Häuser hier waren bunt verziert und zeigten viele buddhistische Symbole. Zu kaufen gabs denn auch vor allem Mönchskleider, religiöse Acessoirs, traditionelle tibetische Kleidung und andere Produkte, viel Schmuck für die Touristen und auch einiges an Schnickschnack.
Was mir sofort auffiel in Xiahe, waren die wunderbaren Gewänder der Einheimischen hier! Diese Gewänder erinnerten mich stark an jene Roben der Mongolen. Es waren auch lange Mäntel, die mit einem Tuch um die Hüfte festgemacht wurden. Meistens wurde ein Ärmel frei nicht angezogen, sondern hinten am Rücken ins Tuch eingeklemmt. Ich wollte natürlich auch mal eines dieser Kostüme anprobieren und an mir sah das recht amüsant aus mit den viel zu langen Ärmeln (aber das muss so sein). Ich kann gut verstehen, dass diese Kleider sowohl in der Mongolei, als auch im Tibet getragen werden, sie sind perfekt für den kalten Winter!
In Xiahe schauten wir uns natürlich auch das Kloster an, drehten die vielen Gebetsmühlen, die rund um das Kloster in Gängen aufgebaut waren und erklommen eine riesige stupa-ähnliche Pagode. Aber weil wir der Berge wegen gekommen waren, zog es uns immer mehr auf die nahe gelegenen Hügel, dorthin wo meistens irgendeine buddhistische Gebetsstätte errichtet wurde. Unterwegs trafen wir dann einige einheimische und wir versuchten mit ihnen zu reden. Jedoch sprachen die beiden besser tibetisch als chinesisch, was unsere Kommunikation auf ein Minimum beschränkte und dennoch verstanden wir uns gut :D
Mit der Klosterbesichtigung, ein bisschen Klettern und ein bisschen Shoppen war unser Nachmittag auch schon vorbei und nach dem Nachtessen waren wir beide bettreif.
Landschaftsbilder
Von Xiahe nahmen wir zuerst einen Bus nach Hezuo. Dort angekommen erwartete uns auch schon eine Horde Dreiradchauffeure, die uns alle ihre Dienste anboten, uns an den zweiten Busbahnhof zu fahren, wo wir den Bus nach Langmuse nehmen konnten. Das war ne luftige, amüsante Fahrt durch diese doch recht grosse Stadt mitten in den Bergen!
Bevor wir die zweite Busfahrt für diesen Tag in Angriff nahen, reichte die Zeit gerade noch, um eine lokale Spezialität als Mittagessen zu probieren. Unterwegs sieht man übrigens auch recht viele spannende Dinge! Einerseits lohnt es sich, mal die anderen Mittreisenden im Bus etwas zu beobachten. Gerne dieskutieren sie zusammen in jeder Lautstärke oder schlafen mit offenem Mund oder essen gerne Sonnenblumenkerne, die nachher recht vielle Spuren im Bus hinterlassen. Zwischendurch sind wir auch mit einigen Fahrgästen ins Gespräch gekommen. Wir als einzige Ausländer im Bus waren natürlich des öfteren Gespärchsstoff und Amusement für den ganzen Bus.
Aber für mich fast noch spannender waren natürlich all die Landschaften, durch die wir fuhren: Kurz nach Lanzhou reisten wir recht lange durch grosse Landwirtschaftsgebiete. Ganze Berge wurden dort umgestaltet und bestehen heute aus vielen verschiedengrossen, verschiedenförmigen Terrassen! Ich vermute, dass dort vor allem Mais und Korn angebaut wird. Diese nördlichste Bergkette des Tibets ist eine montane Wüste und eignet sich regentechnisch eher schlecht für Landwirtschaft. Doch sieht es aus, als ob die Leute ausgeklügelte Bewässerungssysteme nutzen und damit die guten Lössböden dennoch zu nutzen wissen. Am Strassenrand wurde zum Beispiel für jeden Baum eine kleine Wanne angelegt, sodass das wenige Regenwasser auch sicher beim Baum zusammenfliesst.
Später wurden die Täler enger und wir fuhren vorbei an kleinen Dörfchen, die in den Hang gebaut wurden. Meistens gabs noch einige wenige Felder, die ebenfalls am Hang angelegt wurden. Hier wird noch alles von Hand angebaut und geerntet! Doch nicht alle Orte waren so idyllisch. Genug oft sahen wir auch einfach Ruinen und halbfertige Häuser, die dennoch bewohnt wurden und andere schäbige Bauwerke. Auch die Strasse, auf der wir fuhren, war nicht immer gleich gut, manchmal handelte es sich lediglich um einen Schotteruntergrund.
Wenn die Strasse sich mal wieder gefährlich am Hang entlangwand, konnte ich aus dem Fenster an der steilen Felswand hochschauen. Mancherorts waren die Chinesen recht radikal und betonierten ganze Hänge zu, um sie rutsch- und steinschlagsicher zu machen. Andernorts wurde der Hangfuss einfach mit einer hohen Mauer versehen oder eine Gesteinsformation über mehrere Kilometer mit Netzen versehen. Aber genauso fuhren wir durch Gebiete, wo Felsformationen gefährlich über der Strasse hingen oder das Geröll von der Böschung schon die Strasse erreichte. Wenn das Geld nicht reicht, dann wird halt einfach nichts gemacht und niemand stört sich gross drab. Unser Bus fuhr auf jeden Fall trotzdem auf dieser Strasse, auch wenn vom vielen Regen an diesem Tag schon einige kleinere Murgänge die Strasse überdeckten.
In Richtung Langmuse wurde die Landschaft immer hochmontaner. Wälder gab es auf dieser Höhe fast keine mehr, Büsche und Gestrüppe auch nur noch im Tal. Auf beiden Seiten erhoben sich mächtige spitzige, teils klüftige, steinige Berge, die von der Sonne angestrahlt wurden und Lust zum Klettern machten! Natürlich konnten wir es in Langmuse dann nicht sein lassen und bekommen wirklich eine der Bergketten. Sie nannte sich Rote Zähne und sah aus der Ferne auch so aus.
Weiter in Richtung Chengdu liessen wir die schmalen Täler hinter uns und fuhren viel mehr durch mehrere weite Hochebenen. Diese Landschaften erinnerten mich sehr fest an die Mongolei, vor allem auch wegen den Yak- und Ziegenherden und den Zelten, die hier neben den steinernen Dörfern ebenfalls als Unterkunft dienten. Die Berge im Hintergrund waren nun viel lieblicher und hatten eher den Anblick von Hügeln, obwohl sie sicherlich auch recht hoch waren!
1. Oktober
Liebe Jolanda, hallo ihr alle!
der erste Oktober, chinesischer Nationalfeiertag hat mir 8 Tage Ferien beschert, das find ich echt super!
Aber da dieser Tag auch ausserhalb Chinas ein Thema war, möcht ich hier einige Worte dazu schreiben.
Das erste Mal aufmerksam wurde ich auf diesen Tag, als ich mit dem Taxi zurück in Beijings Stadtzentrum fuhr, nachdem ich Juline an den Flughafen gebracht hatte. Der Taxifahrer erklärte mir nämlich, dass in zwei Tagen alle Strassen rund um den Tienanmen-Platz gesperrt würden, weil geübt werden müsse für den 1. Oktober.
Dies war dann in der Tat so. Am Tag meiner Abreise nach Xi'an wurde das Stadtzentrum grossräumig abgesperrt und vermutlich wurde die pompöse Parade geübt. Für mich hatte der Volksfeiertag bereits ende August Konsequenzen, ich fand nämlich schier kein Taxi zum Bahnhof und musste im letzten Moment eine Rikscha nehmen!
Meine chinesischen Freunde erklärten mir dann vor zwei Wochen, dass, wenn es Festlichkeiten zur Feier der chin. Volksrepublik gebe, diese schon vor dem eigentlichen Datum stattfänden. Denn am 1. Oktober wollen die Leute Ferien. Wer kann, gehe am 30. September mit dem Zug nach Hause zu seiner Familie und feste dort. Am 1. Oktober fänden nur die offiziellen Festakte statt.
Für die meisten Chinesen verlief dieser Tag wohl so. Morgens von 10 Uhr bis ca. 1 Uhr wird fern gesehen, denn dort wird der pompöse Aufmarsch in Beijing live übertragen (man kann diese Aufzeichnungen im Internet finden) und für viele Chinesen ist das wohl etwas vom schönsten, dass sie sich vorstellen können.
Nach der Zeremonie im Fernsehn wird fein gegessen und am Nachmittag geht man was anschauen oder macht was in der Familie.
Mir fiel vor allem auf, dass die Strassen alle recht leer waren und auch an der Uni kaum Betrieb war. Die meisten Geschäfte, v.a. grosse wie Walmart oder Garfour hatten natürlich wie immer geöffnet. Ich reiste am 1. Oktober mit dem Zug nach Lanzhou und da war dieser Volksfeiertag eigentlich überhaupt kein Thema, auch nachher nicht. Aber es waren viele Chinesen unterwegs, wer konnte, ging in die Ferien.
Was Nachrichten angeht, kann ich leider nicht viel sagen, weil ich die chinesischen Zeitungen halt nach wie vor nicht verstehe, genausowenig wie die Meldungen im Fernsehn.
Was habt ihr denn in der Schweiz so über diesen Nationalfeiertag gehört?
der erste Oktober, chinesischer Nationalfeiertag hat mir 8 Tage Ferien beschert, das find ich echt super!
Aber da dieser Tag auch ausserhalb Chinas ein Thema war, möcht ich hier einige Worte dazu schreiben.
Das erste Mal aufmerksam wurde ich auf diesen Tag, als ich mit dem Taxi zurück in Beijings Stadtzentrum fuhr, nachdem ich Juline an den Flughafen gebracht hatte. Der Taxifahrer erklärte mir nämlich, dass in zwei Tagen alle Strassen rund um den Tienanmen-Platz gesperrt würden, weil geübt werden müsse für den 1. Oktober.
Dies war dann in der Tat so. Am Tag meiner Abreise nach Xi'an wurde das Stadtzentrum grossräumig abgesperrt und vermutlich wurde die pompöse Parade geübt. Für mich hatte der Volksfeiertag bereits ende August Konsequenzen, ich fand nämlich schier kein Taxi zum Bahnhof und musste im letzten Moment eine Rikscha nehmen!
Meine chinesischen Freunde erklärten mir dann vor zwei Wochen, dass, wenn es Festlichkeiten zur Feier der chin. Volksrepublik gebe, diese schon vor dem eigentlichen Datum stattfänden. Denn am 1. Oktober wollen die Leute Ferien. Wer kann, gehe am 30. September mit dem Zug nach Hause zu seiner Familie und feste dort. Am 1. Oktober fänden nur die offiziellen Festakte statt.
Für die meisten Chinesen verlief dieser Tag wohl so. Morgens von 10 Uhr bis ca. 1 Uhr wird fern gesehen, denn dort wird der pompöse Aufmarsch in Beijing live übertragen (man kann diese Aufzeichnungen im Internet finden) und für viele Chinesen ist das wohl etwas vom schönsten, dass sie sich vorstellen können.
Nach der Zeremonie im Fernsehn wird fein gegessen und am Nachmittag geht man was anschauen oder macht was in der Familie.
Mir fiel vor allem auf, dass die Strassen alle recht leer waren und auch an der Uni kaum Betrieb war. Die meisten Geschäfte, v.a. grosse wie Walmart oder Garfour hatten natürlich wie immer geöffnet. Ich reiste am 1. Oktober mit dem Zug nach Lanzhou und da war dieser Volksfeiertag eigentlich überhaupt kein Thema, auch nachher nicht. Aber es waren viele Chinesen unterwegs, wer konnte, ging in die Ferien.
Was Nachrichten angeht, kann ich leider nicht viel sagen, weil ich die chinesischen Zeitungen halt nach wie vor nicht verstehe, genausowenig wie die Meldungen im Fernsehn.
Was habt ihr denn in der Schweiz so über diesen Nationalfeiertag gehört?
Montag, 28. September 2009
Shoppen in China
Auch wenn der Titel dieses Posts vielleicht eher die Frauen anspricht, so kann ich garantieren, er wird auch für männliche Leser amüsant sein. Ich möchte heute kurz drei Anekdoten zum Shopping in China erzählen.
letzte Woche war ich mit meiner chinesischen Kollegin Li Yueheng im grossen IT-Center auf der Suche nach einem Notebook. Schon nur ein solches Einkaufszentrum war für mich als absolute Technikbanausin eine visuelle Überforderung. Anzufügen bleibt, dass es sich hier um ein min. 4-stöckige Gebäude handelte und dort von Cameras, Flashdrives, Computern, Elektrogeräten bis Elektrospielzeugen und kleinem Computerzubehör alles zu kaufen war und dies von allen grossen und kleinen Marken. Na zum Glück war ich schon mal hier mit meinem amerikanischen Kollegen und Computerspezialisten und wusste, auf welchen Computer ich losgehen musste und worauf ich achten musste..
Wir gingen gleich auf den ersten (von etwa 20 im ganzen Stock) Acershop los. Ich zeigte meiner Kollegin den Computer und erklärte ihr auf englisch meine Wünsche, Bedenken und Fragen. Sie übersetzte diese alle nach einer kleinen Denkpause in langwierige chinesische Sätze. Ich und Yuehengs Freund standen nebenbei und hörten geduldig zu, wobei ich natürlich nichts verstand und nur erahnen konnte, worüber die beiden gerade sprachen.
Manchmal stellte der hoch gestylte Verkäufer eine Frage und schaute mich wartend an. Yueheng übersetzte dann. soweit war alles prima.
Weil wir die Preise vergleichen wollten und versuchen wollten, auch hier noch ein bisschen zu feilschen, gingen wir trotzdem von Stand zu Stand. Meine chinesische Begleitung war jedoch vor allem besorgt über die Qualität des Produktes, schliesslich könnte ja etwas gefälscht sein. Als wir dann schliesslich an einem Stand uns für den Kauf entschieden, schauten sie nochmals alle Details genau an. Um den Preis konnten wir nicht feilschen, aber zumindest sollten wir noch ein bisschen Zubehör geschenkt bekommen.
Unser Verkäufer war sehr freundlich. Er wollte mir das XP auch gleich selber installieren und fragte: Chinesisch oder Englisch? - Äh, wie wär's mit Deyu (Deutsch)?
Hmm, das könnte jetzt wohl schwierig werden. Zu viert checkten wir die Nutzereinstellungen und fanden keine Möglichkeit die Sprache zu ändern...
Nach einem langen Frage- und Händelmarathon durch dieses flimmrige Einkaufszentrum scheiterte mein Kauf am Fehlen der nötigen Sprcheinstellung. Das war eine ernüchternde Erfahrung..
Am Wochenende hatte ich mit zwei Freundinnen zum shoppen abgemacht. Sie brauchten noch Schuhe und Winterkleider und ich wellte einfach mal wieder raus aus dem Campus und mich amüsieren. Nach einer Stärkung im Fastfoodrestaurant neben dem eleganten Gross-Markt ging's los. Als erstes stürzten wir uns auf die Schuhe. In den Ausstellungsgestellen waren jeweils nur eine Grösse der Schuhe ausgestellt. So mussten wir jeweils mit dem entsprechenden Schuh zum Personal gehen und diese holten unsere Grösse aus dem Lager oder kamen zurück und mussten uns mitteilen, dass sie unsere Schuhgrösse nicht mehr haben. Somit verbrachten wir vor allem in der Schuhabteilung recht viel Zeit mit warten. Meine beiden Freundinnen konnten sich dann aber beide recht bald für ein Paar Schuhe entscheiden und wollten sie kaufen. Sie mussten sich dafür einen Check ausstellen lassen im jeweiligen Geschäft. Diesen dreipapierigen Kaufbeleg mussten sie dann mitnehmen an die Kasse irgendwo auf diesem Stock und dort bezahlen. Mit den zwei übrig gebliebenen Zettelchen mussten sie zurück zum Stand gehen, wo sie die Schuhe gesehen hatten und erhielten gegen das rosa Zettelchen ihre Schuhe ausgehändigt. Das gelbe Zettelchen Durften sie behalten. Somit war der Kauf nach mehrmaligen Hin und Her erledigt.
Durch die Kosmetikabteilung hindurch nahmen wir nachher die Rolltreppe in den ersten Stock. Hier fanden sich viele einzelne Geschäftszellen, die alle Frauenkleider von verschiedenen Marken anboten. Gerade war die Herbstmode angekommen. Wir spazierten durch die gänge und schauten uns ab und an mal wieder einige Kleidungsstücke genauer an. Wollten wir etwas probieren, so mussten wir dies der Verkäuferin sagen. Sie nahm uns dann das Kleidungsstück ab und brachte es zur Garderobe. Gerne schlichen uns die Verkäuferinnen auch hinterher und schauten sich an, was wir uns wohl anschauen würden.
Bald gingen wir zwei Stockwerke höher, die Männerkleiderabteilung übersprangen wir. In der Sportabteilung ging das Probieren erst richtig los. Wir wollten alle Turnschuhe kaufen und Agata braucht auch noch eine Regenjacke. Das kompetente Verkaufspersonal war uns immer zur Seite und brachte uns die Produkte in der gewünschten Grösse.
Auch hier oben galt das gleiche Prinzip beim zahlen. Zusätzlich erhielten wir hier zu unserem Kauf noch eine Karte mit Extrageld drauf. Damit können wir uns Kosetik kaufen, wurde uns in schnellem Chinesisch erklärt. Taumeld vor Einkaufsglück gingen wir schliesslich in den ersten Stock zurück und wählten uns alle einen Artikel aus der Kosmetikabteilung aus. Natürlich wollten wir mit der Karte zahlen. Nun leider konnte nicht der gesamte Preis damit bezahlt werden, sondern nur 30%. Schlau gemacht! In unserer Euforie kauften wir die Produkte trotzdem und schlossen unseren Eikaufsbummel mit einem guten Essen im Restaurant ab.
Am liebsten geh ich auf chinesischen Märkten und bei Strassenhändlern einkaufen. Die Leute dort sind immer so fröhlich, ich kann meine gelernten chinesischen Sätze üben und mit den Händlern über den Preis diskutieren: "Zhege duo shao tian?" (Wie viel kostet dies?)- "san kuai 5 mao" (3.5 Yuan) - "Tai gui le! Ni pianyi yi dian ba?" (Viel zu teuer! Können Sie's ein bisschen billiger geben?)
Auf der Strasse ist eh alles viel billiger und es finden sich viele typisch chinesische Produkte, Viel Jadeschmuck, Tee, alle Art von Verpackungen, Chinesenschlarpen, Dekorationen, Dörrfrüchte, Fleischspiessen, Gebäck, billige Kleider und Schuhe, viel Schnickschnack und überhaupt einfach eine bunte Mischung von allem.
Meistens sind die Strassen überfüllt und zwischen den Ständen quetschen sich Rikschas, Velos, Fussgänger und Kinderwägen durch. Aber das macht nichts, gerade das macht diese Marktstassen so lebendig! Ich liebe sie dafür!
Am besten kauft man seine bevorzugten Artikel immer dann, wenn auch Chinesen dabei sind, den gleichen Artikel zu kaufen. Dann hört man nämlich den richtigen Preis und weiss, bis wohin man als Weiguoren (Ausland Mensch) "märten" muss. Ich hab zum Beispiel meine Converse-Nachahmerschuhe auf dem Markt für billige 25 Yuan, also ca. 4 Franken gekauft. Meine Freundinnen kauften Schuhe für den 30-fachen Preis im westlichen Einkaufszentrum und haben genauso wenig eine Garantie für die Qualität wie ich. Nur dass meine Schuhe nicht länger als eine Saison halten müssen...
letzte Woche war ich mit meiner chinesischen Kollegin Li Yueheng im grossen IT-Center auf der Suche nach einem Notebook. Schon nur ein solches Einkaufszentrum war für mich als absolute Technikbanausin eine visuelle Überforderung. Anzufügen bleibt, dass es sich hier um ein min. 4-stöckige Gebäude handelte und dort von Cameras, Flashdrives, Computern, Elektrogeräten bis Elektrospielzeugen und kleinem Computerzubehör alles zu kaufen war und dies von allen grossen und kleinen Marken. Na zum Glück war ich schon mal hier mit meinem amerikanischen Kollegen und Computerspezialisten und wusste, auf welchen Computer ich losgehen musste und worauf ich achten musste..
Wir gingen gleich auf den ersten (von etwa 20 im ganzen Stock) Acershop los. Ich zeigte meiner Kollegin den Computer und erklärte ihr auf englisch meine Wünsche, Bedenken und Fragen. Sie übersetzte diese alle nach einer kleinen Denkpause in langwierige chinesische Sätze. Ich und Yuehengs Freund standen nebenbei und hörten geduldig zu, wobei ich natürlich nichts verstand und nur erahnen konnte, worüber die beiden gerade sprachen.
Manchmal stellte der hoch gestylte Verkäufer eine Frage und schaute mich wartend an. Yueheng übersetzte dann. soweit war alles prima.
Weil wir die Preise vergleichen wollten und versuchen wollten, auch hier noch ein bisschen zu feilschen, gingen wir trotzdem von Stand zu Stand. Meine chinesische Begleitung war jedoch vor allem besorgt über die Qualität des Produktes, schliesslich könnte ja etwas gefälscht sein. Als wir dann schliesslich an einem Stand uns für den Kauf entschieden, schauten sie nochmals alle Details genau an. Um den Preis konnten wir nicht feilschen, aber zumindest sollten wir noch ein bisschen Zubehör geschenkt bekommen.
Unser Verkäufer war sehr freundlich. Er wollte mir das XP auch gleich selber installieren und fragte: Chinesisch oder Englisch? - Äh, wie wär's mit Deyu (Deutsch)?
Hmm, das könnte jetzt wohl schwierig werden. Zu viert checkten wir die Nutzereinstellungen und fanden keine Möglichkeit die Sprache zu ändern...
Nach einem langen Frage- und Händelmarathon durch dieses flimmrige Einkaufszentrum scheiterte mein Kauf am Fehlen der nötigen Sprcheinstellung. Das war eine ernüchternde Erfahrung..
Am Wochenende hatte ich mit zwei Freundinnen zum shoppen abgemacht. Sie brauchten noch Schuhe und Winterkleider und ich wellte einfach mal wieder raus aus dem Campus und mich amüsieren. Nach einer Stärkung im Fastfoodrestaurant neben dem eleganten Gross-Markt ging's los. Als erstes stürzten wir uns auf die Schuhe. In den Ausstellungsgestellen waren jeweils nur eine Grösse der Schuhe ausgestellt. So mussten wir jeweils mit dem entsprechenden Schuh zum Personal gehen und diese holten unsere Grösse aus dem Lager oder kamen zurück und mussten uns mitteilen, dass sie unsere Schuhgrösse nicht mehr haben. Somit verbrachten wir vor allem in der Schuhabteilung recht viel Zeit mit warten. Meine beiden Freundinnen konnten sich dann aber beide recht bald für ein Paar Schuhe entscheiden und wollten sie kaufen. Sie mussten sich dafür einen Check ausstellen lassen im jeweiligen Geschäft. Diesen dreipapierigen Kaufbeleg mussten sie dann mitnehmen an die Kasse irgendwo auf diesem Stock und dort bezahlen. Mit den zwei übrig gebliebenen Zettelchen mussten sie zurück zum Stand gehen, wo sie die Schuhe gesehen hatten und erhielten gegen das rosa Zettelchen ihre Schuhe ausgehändigt. Das gelbe Zettelchen Durften sie behalten. Somit war der Kauf nach mehrmaligen Hin und Her erledigt.
Durch die Kosmetikabteilung hindurch nahmen wir nachher die Rolltreppe in den ersten Stock. Hier fanden sich viele einzelne Geschäftszellen, die alle Frauenkleider von verschiedenen Marken anboten. Gerade war die Herbstmode angekommen. Wir spazierten durch die gänge und schauten uns ab und an mal wieder einige Kleidungsstücke genauer an. Wollten wir etwas probieren, so mussten wir dies der Verkäuferin sagen. Sie nahm uns dann das Kleidungsstück ab und brachte es zur Garderobe. Gerne schlichen uns die Verkäuferinnen auch hinterher und schauten sich an, was wir uns wohl anschauen würden.
Bald gingen wir zwei Stockwerke höher, die Männerkleiderabteilung übersprangen wir. In der Sportabteilung ging das Probieren erst richtig los. Wir wollten alle Turnschuhe kaufen und Agata braucht auch noch eine Regenjacke. Das kompetente Verkaufspersonal war uns immer zur Seite und brachte uns die Produkte in der gewünschten Grösse.
Auch hier oben galt das gleiche Prinzip beim zahlen. Zusätzlich erhielten wir hier zu unserem Kauf noch eine Karte mit Extrageld drauf. Damit können wir uns Kosetik kaufen, wurde uns in schnellem Chinesisch erklärt. Taumeld vor Einkaufsglück gingen wir schliesslich in den ersten Stock zurück und wählten uns alle einen Artikel aus der Kosmetikabteilung aus. Natürlich wollten wir mit der Karte zahlen. Nun leider konnte nicht der gesamte Preis damit bezahlt werden, sondern nur 30%. Schlau gemacht! In unserer Euforie kauften wir die Produkte trotzdem und schlossen unseren Eikaufsbummel mit einem guten Essen im Restaurant ab.
Am liebsten geh ich auf chinesischen Märkten und bei Strassenhändlern einkaufen. Die Leute dort sind immer so fröhlich, ich kann meine gelernten chinesischen Sätze üben und mit den Händlern über den Preis diskutieren: "Zhege duo shao tian?" (Wie viel kostet dies?)- "san kuai 5 mao" (3.5 Yuan) - "Tai gui le! Ni pianyi yi dian ba?" (Viel zu teuer! Können Sie's ein bisschen billiger geben?)
Auf der Strasse ist eh alles viel billiger und es finden sich viele typisch chinesische Produkte, Viel Jadeschmuck, Tee, alle Art von Verpackungen, Chinesenschlarpen, Dekorationen, Dörrfrüchte, Fleischspiessen, Gebäck, billige Kleider und Schuhe, viel Schnickschnack und überhaupt einfach eine bunte Mischung von allem.
Meistens sind die Strassen überfüllt und zwischen den Ständen quetschen sich Rikschas, Velos, Fussgänger und Kinderwägen durch. Aber das macht nichts, gerade das macht diese Marktstassen so lebendig! Ich liebe sie dafür!
Am besten kauft man seine bevorzugten Artikel immer dann, wenn auch Chinesen dabei sind, den gleichen Artikel zu kaufen. Dann hört man nämlich den richtigen Preis und weiss, bis wohin man als Weiguoren (Ausland Mensch) "märten" muss. Ich hab zum Beispiel meine Converse-Nachahmerschuhe auf dem Markt für billige 25 Yuan, also ca. 4 Franken gekauft. Meine Freundinnen kauften Schuhe für den 30-fachen Preis im westlichen Einkaufszentrum und haben genauso wenig eine Garantie für die Qualität wie ich. Nur dass meine Schuhe nicht länger als eine Saison halten müssen...
Donnerstag, 24. September 2009
Pingyao: in einem Wochenende zum regionalen Star
Letztes Wochenende hab ich ohne zu fragen am Freitag Abend den Zug nach Norden genommen und mir ein schönes Wochenende im kleinen Städtchen Pingyao gemacht. Bereits im Zug konnte ich auf die gwundrige Art und Weise der Chinesen zählen. Ich musste nur meinen Schreibblock zücken und beginnen, einige hanzi (chin. Zeichen) zu üben, schon beugten sich die Köpfe meiner Abteilgenossen über mein Papier. Ob ich denn chinesisch sprechen könne, fragten sie. Mehr als, mein Chinesisch sei nicht gut, konnt ich aber nicht antworten. Trotzdem kam dann ein Gespräch mit englischen und chinesischen Sprachfetzen zustande. Der gute Liutao bot sich sogar an, mir am nächsten Morgen bei der Besorgung meines Rückfahrtickets und des Eintrittes zum Filmfestival und in die Sehenswürdigkeiten des UNESCO Weltkulturerbes zu helfen.
Pingyao ist eine im mittelalterlichen Stil erhalten gebliebene Stadt mit einer wunderbaren, noch intakten Stadtmauer und ganz vielen verschiedenen Häusern, die noch mit im alten Stil mit den traditionellen Möbeln erhalten geblieben ist. All diese Häuser sind heute kleine Museen..
Heute Morgen war in diesem verschlafenen Städtchen recht viel los, die Eröffnung des internationalen Fotofestivals. Bei den vielen Leuten mit riesigen Cameras und viel Geld um den Hals traute ich mich fast nicht, meine kleine alte Digicam hervorzunehmen. Um 10 Uhr traf ich dann Pan, die Couchsurferin, mit der ich abgemacht hatte. Sie offerierte mir kurzfristig sogar noch ein Schlafplatz bei ihrer Tante und zeigte mir am Morgen die kleine Stadt. Wir gingen natürlich auch von Souvenirshop zu Souvenirshop und staunten über all die traditionellen Kleider, den Schmuck und all die andern Produkte des traditionellen Handwerks. Alles ist hier etwas altertümlich geblieben und in den Hauptgassen lieblich hergerichtet für die Touristen. Heute waren die Shops, die vielen Leute in den Strassen, die Hinterhöfe, die Verzierungen an den Dächern, die arbeitenden Einheimischen und besonders ich ein belibtes Foto-objekt von all den in Strömen angereisten Fotoliebhabern. Die chinesischen Paparazzis fragten nicht etwa, ob sie ein Foto machen dürften, sie standen sogar noch extra auffällig hin und liessen ihre Cameras klacksen...
Natürlich wollte ich hier unbedingt die lokalen Spezialitäten probieren. Zu denen gehörten neben verschiedenen Nudelgerichten auch Fleischtaschen, Zuckerbonbons wie jene aus Basel und Teigtaler mit Konfifüllung. Hmm, alles so feine Sachen!
Am Abend hatte ich dann noch ne andere tolle Möglichkeit: meine Couchsurferin Pan lud mich zu ihren Eltern auf's Land ein. Mitten in den Mais und Kornfeldern tauchte plötzlich in der Dämmerun ein grösseres Gebäude auf. Wir fuhren in einen grossen Innenhof, in dem eine Mauer ohne Inschrift stand. Später lernte ich Pan's Brüder kennen und durfte mich in der Sockenfabrik des Vaters umsehen! Das ist übrigens recht spannend! Vor allem die vielen Strickmaschinen in Reih und Glied und deren Geschwindigkeit beim Stricken sind beeindruckend. Danach werden Schläuche in Stücke geschnitten und auf einer Seite zusammengenäht. Weiter geht's in die Färberei und Wäscherei. Zum Schluss werden die Socken zu Paaren zusammengelegt, und mehrfach eingepackt. schon nur das Einpacken beschäftigt fast 15 Leute, die gesamte Firma bietet 80 Personen Arbeit, das ist also ein rechtes Business, diese schicken Socken!
Aber zurück zu Pingyao. Am Sonntag war ich schliesslich alleine unterwegs und ging mir vor allem die Fotos anschauen, die in leeren Fabrikhallen, in alten Wohnungen, in Tempeln oder im Freien, in Pavillions und Ruinen ausgestellt wurden. Das Thema der Fotoausstellung war China von den 80ern bis heute und viele der Fotos zeigten Szenen aus dem Alltag der einfachen Leute, sei es in den Städten, auf dem Land, bei der Arbeit, zu Hause, auf der Strasse oder im Park, seien sie jung oder alt, Han oder eine der er ethnischen Minderheiten. Diese Fotos waren einfach alle genial!
Die chinesischen Fotofans pflegten, ihre favorisierten Fotos mit ihren teuren Cameras zu fotographieren, manchmal war aber auch die "wei guo ren" (Ausländerin) vor dem Bild interessanter.
Als ich dann am Nachmittag per Zufall Pan und ihre Freundin traf, ergab sich eine weitere lustige Situation. Pans Freundin hatte Kollegen, die beim regionalen Fernsehen arbeiteten. Diese waren natürlich sehr entzückt, als sie eine junge Ausländerin tarfen, die extra nach Pingyao kam und wollten mich natürlich promt interviewen. Ich hab dann ein paar komische Sätze auf deutsch gestottert und Pan hat dann den ungefähren Inhalt auf Chinesisch simultan übersetzt. Das Reporterteam war auf jeden Fall begeistert und ich um eine Erfahrung reicher. *grins*
Am Abend stiess ich zufällig zu einem Fotographenclub, der gerade am fotographieren üben war. Als sie mich entdeckten, musste ich natürlich als Fotomodel hinhalten und smilen. Die waren alle so begeistert und ich hatte meinen Spass, meine Chinesischkenntnisse ein bisschen auszuprobieren ;D
Die Fotographen versprachen mir, zum Danke einige gute Passfotos zu schicken. Mal schauen, was ich da bekommen werde...
Mein Abend in Pingyao endete mit einem Paar geschenkten Stülpen und einem Cafe und Kuchen für den Weg, ebenfalls geschenkt von einer chinesischen Unternehmerin, die so begeistert von mir war, weil ich als Frau alleine am Reisen war.
Pan und Pingyao mit der Fotoausstellung bescherten mir wohl eines der spannendsten und amüsantesten Wochenenden in meiner gesamten Reisezeit. Ich hoffe, ich werde noch mehr so tolle Erlebnisse haben mit den gwundrigen Chinesen!
Pingyao ist eine im mittelalterlichen Stil erhalten gebliebene Stadt mit einer wunderbaren, noch intakten Stadtmauer und ganz vielen verschiedenen Häusern, die noch mit im alten Stil mit den traditionellen Möbeln erhalten geblieben ist. All diese Häuser sind heute kleine Museen..
Heute Morgen war in diesem verschlafenen Städtchen recht viel los, die Eröffnung des internationalen Fotofestivals. Bei den vielen Leuten mit riesigen Cameras und viel Geld um den Hals traute ich mich fast nicht, meine kleine alte Digicam hervorzunehmen. Um 10 Uhr traf ich dann Pan, die Couchsurferin, mit der ich abgemacht hatte. Sie offerierte mir kurzfristig sogar noch ein Schlafplatz bei ihrer Tante und zeigte mir am Morgen die kleine Stadt. Wir gingen natürlich auch von Souvenirshop zu Souvenirshop und staunten über all die traditionellen Kleider, den Schmuck und all die andern Produkte des traditionellen Handwerks. Alles ist hier etwas altertümlich geblieben und in den Hauptgassen lieblich hergerichtet für die Touristen. Heute waren die Shops, die vielen Leute in den Strassen, die Hinterhöfe, die Verzierungen an den Dächern, die arbeitenden Einheimischen und besonders ich ein belibtes Foto-objekt von all den in Strömen angereisten Fotoliebhabern. Die chinesischen Paparazzis fragten nicht etwa, ob sie ein Foto machen dürften, sie standen sogar noch extra auffällig hin und liessen ihre Cameras klacksen...
Natürlich wollte ich hier unbedingt die lokalen Spezialitäten probieren. Zu denen gehörten neben verschiedenen Nudelgerichten auch Fleischtaschen, Zuckerbonbons wie jene aus Basel und Teigtaler mit Konfifüllung. Hmm, alles so feine Sachen!
Am Abend hatte ich dann noch ne andere tolle Möglichkeit: meine Couchsurferin Pan lud mich zu ihren Eltern auf's Land ein. Mitten in den Mais und Kornfeldern tauchte plötzlich in der Dämmerun ein grösseres Gebäude auf. Wir fuhren in einen grossen Innenhof, in dem eine Mauer ohne Inschrift stand. Später lernte ich Pan's Brüder kennen und durfte mich in der Sockenfabrik des Vaters umsehen! Das ist übrigens recht spannend! Vor allem die vielen Strickmaschinen in Reih und Glied und deren Geschwindigkeit beim Stricken sind beeindruckend. Danach werden Schläuche in Stücke geschnitten und auf einer Seite zusammengenäht. Weiter geht's in die Färberei und Wäscherei. Zum Schluss werden die Socken zu Paaren zusammengelegt, und mehrfach eingepackt. schon nur das Einpacken beschäftigt fast 15 Leute, die gesamte Firma bietet 80 Personen Arbeit, das ist also ein rechtes Business, diese schicken Socken!
Aber zurück zu Pingyao. Am Sonntag war ich schliesslich alleine unterwegs und ging mir vor allem die Fotos anschauen, die in leeren Fabrikhallen, in alten Wohnungen, in Tempeln oder im Freien, in Pavillions und Ruinen ausgestellt wurden. Das Thema der Fotoausstellung war China von den 80ern bis heute und viele der Fotos zeigten Szenen aus dem Alltag der einfachen Leute, sei es in den Städten, auf dem Land, bei der Arbeit, zu Hause, auf der Strasse oder im Park, seien sie jung oder alt, Han oder eine der er ethnischen Minderheiten. Diese Fotos waren einfach alle genial!
Die chinesischen Fotofans pflegten, ihre favorisierten Fotos mit ihren teuren Cameras zu fotographieren, manchmal war aber auch die "wei guo ren" (Ausländerin) vor dem Bild interessanter.
Als ich dann am Nachmittag per Zufall Pan und ihre Freundin traf, ergab sich eine weitere lustige Situation. Pans Freundin hatte Kollegen, die beim regionalen Fernsehen arbeiteten. Diese waren natürlich sehr entzückt, als sie eine junge Ausländerin tarfen, die extra nach Pingyao kam und wollten mich natürlich promt interviewen. Ich hab dann ein paar komische Sätze auf deutsch gestottert und Pan hat dann den ungefähren Inhalt auf Chinesisch simultan übersetzt. Das Reporterteam war auf jeden Fall begeistert und ich um eine Erfahrung reicher. *grins*
Am Abend stiess ich zufällig zu einem Fotographenclub, der gerade am fotographieren üben war. Als sie mich entdeckten, musste ich natürlich als Fotomodel hinhalten und smilen. Die waren alle so begeistert und ich hatte meinen Spass, meine Chinesischkenntnisse ein bisschen auszuprobieren ;D
Die Fotographen versprachen mir, zum Danke einige gute Passfotos zu schicken. Mal schauen, was ich da bekommen werde...
Mein Abend in Pingyao endete mit einem Paar geschenkten Stülpen und einem Cafe und Kuchen für den Weg, ebenfalls geschenkt von einer chinesischen Unternehmerin, die so begeistert von mir war, weil ich als Frau alleine am Reisen war.
Pan und Pingyao mit der Fotoausstellung bescherten mir wohl eines der spannendsten und amüsantesten Wochenenden in meiner gesamten Reisezeit. Ich hoffe, ich werde noch mehr so tolle Erlebnisse haben mit den gwundrigen Chinesen!
Donnerstag, 17. September 2009
Campusleben und Bürokratie in China
ich kann's kaum glauben, wie schnell die Zeit hier vergeht, jetzt bin ich dann schon bald 3 Wochen auf dem Campus der und! Ich wohne im "ershiwolou" (Building 25, International Students building) und hab ein Doppelzimmer zusammen mit einer tollen Luzernerin. Es ist recht Zufall, dass wir zusammen nun eine MiniWG haben, aber wir sind beide recht froh darüber. nach einem Tag chinesische Zeichen und Sprache im Kopf bin ich dankbar um jedes verständliche Wort Schweizerdeutsch!
Manchmal kommt mir das Studentenheim wie ein Hochsicherheitsgefängnis vor. Es ist eingezäunt und um 12 Uhr nachts schliesst der Portier die Türe als auch das Tor. Bereits auf dem Vorplatz befindet sich die erste Camera, je zwei weitere finden sich auf jedem Stock. Wenn mich eine auswärtige Person, auch ein einesischer Studi, besuchen möchte, so muss er sich bei der Rezeption einschreiben mit Ankunftszeit und bei wem er oder sie ist. Wenn die Person dann wieder rausgeht, muss sie sich wiederum einschreiben. Und ich muss natürlich um 12 Uhr im Haus sein, ansonsten muss ich den Portier wecken und das wär wohl nicht so lustig (eigentlich ist Zeit, das endlich mal auszuprobieren...). Die chinesischen Studis bleiben am Wochenende halt gleich ganz weg oder übernachten bei Kollegen ausserhalb der Schule. Nur bei ihnen ist die Kontrolle noch grösser: sie werden registriert, falls sie nicht nach Hause kommen und das kann genauso wie die Noten auswirkungen auf ihr Stipendium haben!!!
Studi sein in China ist eigentlich gar nicht lustig. Meine chinesischen Kollegen haben kaum Freiheiten, sie müssen im Unterricht sein, können keine Stunden wählen (ausser Sport, Musik, Kalligraphie, doch das ist alles freiwillig) und überhaupt, sie werden von den laoshi (lehrer) immerzu angehalten, nuli (fleissig) zu sein! xuexi xuexi xuesheng (studier studier Student)!
Unser Campus ist riesig, da läuft man sicher fast 20min vom south zum north gate. Es ist einfach alles hier, die Wohnungen der Studierenden, Professoren und Mitarbeitenden, das Hauptunterrichtsgebäude, die Bibliothek, die Institute, die Post, Bank, einige Läden, Verpflegungsmöglichkeiten. Man kann wohl Wochenlang auskommen hier, ohne den Campus zu verlassen! einige Parkanlagen hats übrigens auch und die sind recht hübsch. Sportplätze gibs zu Genüge und in Zwischenzeit haben wir sogar ne kleine Bar und ein Cafe entdeckt...
Eigentlich könnte man annehmen, dass so eine grosse Uni, die so viele Ausländische Studierende annehmen kann und in China zu einer der besten gehört, wohl recht gut organisiert sein muss. Wie meine Berner Mitstudierenden wissen, ist das ein grosser Trugschluss, auch in China! Da ist's sogar noch schlimmer, weil die Chinesen ja sooo viele Leute haben, dass Arbeitsschritte nicht optimiert werden müssen, sondern eine einfache Studikarte zuerst noch durch 4 bis 5 Andere Hände gehen muss. Auf jeden Fall kann ich nach drei Wochen an der Uni immer noch nicht in der grossen Mensa im Campus essen und auch nicht in die Mensa, dazu fehlt mir die Studikarte. Nun ja, man gewöhnt sich an all diese administrativen Hürden. Viele bekomme ich durch meine Unkenntnisse der chin. Sprache wohl auch gar nicht mit. Schliesslich brauch ich für jede bürokratische Angelegenheit eine Übersetzerin. Gedankt sei hier darum all jenen, die dies scho all zu oft für mich erledigt haben!
Na was lässt sich sonst noch zum Campusleben sagen? Weil wir halt alle Ausländer zusammenleben, ist es recht schwer mit chin. Studis in Kontakt zu kommen. Diese sind nämlich auch viel weniger kontaktfreudig als all die Leute auf der Strasse. Darum geh ich dann ab un an in den Park lernen, da läuft wenigstens etwas (alte Leute singen, tanzen, üben SChriftzeichen usw.) und ich werd auch mal angequatscht, wenn ich wieder am chin. Zeichen üben bin...
also meine lieben Freunde, ich muss mal packen gehn. Dieses Wochenende geht's nämlich nach Pingyao und dort wartet auch schon ne tolle Couchsurferin auf mich :D
Manchmal kommt mir das Studentenheim wie ein Hochsicherheitsgefängnis vor. Es ist eingezäunt und um 12 Uhr nachts schliesst der Portier die Türe als auch das Tor. Bereits auf dem Vorplatz befindet sich die erste Camera, je zwei weitere finden sich auf jedem Stock. Wenn mich eine auswärtige Person, auch ein einesischer Studi, besuchen möchte, so muss er sich bei der Rezeption einschreiben mit Ankunftszeit und bei wem er oder sie ist. Wenn die Person dann wieder rausgeht, muss sie sich wiederum einschreiben. Und ich muss natürlich um 12 Uhr im Haus sein, ansonsten muss ich den Portier wecken und das wär wohl nicht so lustig (eigentlich ist Zeit, das endlich mal auszuprobieren...). Die chinesischen Studis bleiben am Wochenende halt gleich ganz weg oder übernachten bei Kollegen ausserhalb der Schule. Nur bei ihnen ist die Kontrolle noch grösser: sie werden registriert, falls sie nicht nach Hause kommen und das kann genauso wie die Noten auswirkungen auf ihr Stipendium haben!!!
Studi sein in China ist eigentlich gar nicht lustig. Meine chinesischen Kollegen haben kaum Freiheiten, sie müssen im Unterricht sein, können keine Stunden wählen (ausser Sport, Musik, Kalligraphie, doch das ist alles freiwillig) und überhaupt, sie werden von den laoshi (lehrer) immerzu angehalten, nuli (fleissig) zu sein! xuexi xuexi xuesheng (studier studier Student)!
Unser Campus ist riesig, da läuft man sicher fast 20min vom south zum north gate. Es ist einfach alles hier, die Wohnungen der Studierenden, Professoren und Mitarbeitenden, das Hauptunterrichtsgebäude, die Bibliothek, die Institute, die Post, Bank, einige Läden, Verpflegungsmöglichkeiten. Man kann wohl Wochenlang auskommen hier, ohne den Campus zu verlassen! einige Parkanlagen hats übrigens auch und die sind recht hübsch. Sportplätze gibs zu Genüge und in Zwischenzeit haben wir sogar ne kleine Bar und ein Cafe entdeckt...
Eigentlich könnte man annehmen, dass so eine grosse Uni, die so viele Ausländische Studierende annehmen kann und in China zu einer der besten gehört, wohl recht gut organisiert sein muss. Wie meine Berner Mitstudierenden wissen, ist das ein grosser Trugschluss, auch in China! Da ist's sogar noch schlimmer, weil die Chinesen ja sooo viele Leute haben, dass Arbeitsschritte nicht optimiert werden müssen, sondern eine einfache Studikarte zuerst noch durch 4 bis 5 Andere Hände gehen muss. Auf jeden Fall kann ich nach drei Wochen an der Uni immer noch nicht in der grossen Mensa im Campus essen und auch nicht in die Mensa, dazu fehlt mir die Studikarte. Nun ja, man gewöhnt sich an all diese administrativen Hürden. Viele bekomme ich durch meine Unkenntnisse der chin. Sprache wohl auch gar nicht mit. Schliesslich brauch ich für jede bürokratische Angelegenheit eine Übersetzerin. Gedankt sei hier darum all jenen, die dies scho all zu oft für mich erledigt haben!
Na was lässt sich sonst noch zum Campusleben sagen? Weil wir halt alle Ausländer zusammenleben, ist es recht schwer mit chin. Studis in Kontakt zu kommen. Diese sind nämlich auch viel weniger kontaktfreudig als all die Leute auf der Strasse. Darum geh ich dann ab un an in den Park lernen, da läuft wenigstens etwas (alte Leute singen, tanzen, üben SChriftzeichen usw.) und ich werd auch mal angequatscht, wenn ich wieder am chin. Zeichen üben bin...
also meine lieben Freunde, ich muss mal packen gehn. Dieses Wochenende geht's nämlich nach Pingyao und dort wartet auch schon ne tolle Couchsurferin auf mich :D
Samstag, 12. September 2009
Aus dem Reich der Mitte
Nachdem ich euch nun einige Eindrücke aus der Mongolei geschildert habe, werdet ihr bald merken, wie unterschiedlich nun China im Vergleich dazu ist!
Mit dem mongolischen Nachtzug ging es schliesslich weiter. Für den letzten und dritten Teil unserer Reise waren wir nur noch zu zweit unterwegs, Samuel nahm bereits aus Ulan Batar den Flug zurück in die Schweiz. Unser erster Halt war die für chinesische Verhältnisse kleine Stadt Datong im Norden der Shanxi-Provinz nahe der grossen chinesischen Mauer. Von dort aus besuchten wir verschiedene berühmte Sehenswürdigkeiten wie die Yung Gang Caves oder das Hanging Monastery und gingen schliesslich noch einige Tage nach Hohhot, den Hauptort der Provinz Inner Mongolia.
Nach einer spektakulären Zugfahrt erreichten wir nach einer Woche in China schliesslich die Hauptstadt. Beijing selbst hat schon recht viel zu bieten: Beihai Park, Forbidden City, Summer Palace, Hutongs, Pagoden und Tempel etc. Eines der Highlights war trotz des nebligen Wetters eine Wanderung auf einem unrestaurierten Teil der grossen Mauer!
Nach knapp einer Woche in Beijing war es dann auch für Joline Zeit, in die Schweiz zurückzukehren und seit ende August schlage ich mich nun alleine durch China...
Mit dem mongolischen Nachtzug ging es schliesslich weiter. Für den letzten und dritten Teil unserer Reise waren wir nur noch zu zweit unterwegs, Samuel nahm bereits aus Ulan Batar den Flug zurück in die Schweiz. Unser erster Halt war die für chinesische Verhältnisse kleine Stadt Datong im Norden der Shanxi-Provinz nahe der grossen chinesischen Mauer. Von dort aus besuchten wir verschiedene berühmte Sehenswürdigkeiten wie die Yung Gang Caves oder das Hanging Monastery und gingen schliesslich noch einige Tage nach Hohhot, den Hauptort der Provinz Inner Mongolia.
Nach einer spektakulären Zugfahrt erreichten wir nach einer Woche in China schliesslich die Hauptstadt. Beijing selbst hat schon recht viel zu bieten: Beihai Park, Forbidden City, Summer Palace, Hutongs, Pagoden und Tempel etc. Eines der Highlights war trotz des nebligen Wetters eine Wanderung auf einem unrestaurierten Teil der grossen Mauer!
Nach knapp einer Woche in Beijing war es dann auch für Joline Zeit, in die Schweiz zurückzukehren und seit ende August schlage ich mich nun alleine durch China...
Highlights aus der mongolischen Küche
Während unserer Rundreise hatten wir mehrmals die Chance, uns an mongolischen Gaumenfreuden zu versuchen. Zu Gast im Ger erhielten wir meistens zuerst mongolischen Milchtee, ein wässrige Mischung von Milch mit Wasser und Salz (!), was für europäische Gaumen bereits gewöhnungsbedürftig sein kann. Manchmal wurden uns auch Käse, eine Art Mehlspeise oder Yoghurt gereicht. All diese Speisen waren recht pur, kaum gewürzt oder verfeinert und sauer. Sylvie und ich konnten diesen Speisen wohl am ehesten noch etwas Gutes abgönnen. Samuel und Joline verzichteten wenn immer möglich.
Das Mongolische Nationalgetränk ist Airag. Dieser durch gären von Stutenmilch gewonnene Schnaps (eigentlich so stark wie Bier) hat ebenfalls einen sehr eigenen Geschmack und ist wieder recht säuerlich. Man sagt, er sei besonders gut bei Magenverstimmungen. Auch den Airag fand ich weniger schlimm zu trinken als viele gesagt haben. Was meiner Meinung nach jedoch ganz übel war, ist der aus Airag destillierte mongolische Vodka. Natürlich roch auch dieser noch nach säuerlicher Milch, das geht gar nicht!
Ganz allgemein kann die mongolische Küche als recht fad bezeichnet werden. Es werden nur recht wenig Gewürze verwendet und auch die Palette von Gemüse ist beschränkt. Meistens essen die Mongolen schon morgens früh Suppe mit Mehlnudeln und Fleisch, was für meinen Magen völlig unmöglich wäre. Drei Mal am Tag Fleisch zu essen, ist keine Seltenheit. Lobenswert ist eigentlich, dass vom Tier wirklich alles verwendet wir. Doch war ich dennoch froh, dass wir zu Gast bei der Familie unseres Guides erst spät abends assen und ich so nicht sah, was genau vom Tier ich jetzt in meinem Teller hatte. Die Spiesschen, die wir jedoch am nächsten Tag erhielten, waren echt spitze!
Und auch wenn die mongolische Küche für uns Europäer gewöhnungsbedürftig und vielleicht nicht auf Dauer auszuhalten ist, so hat sie doch auch gute Gericht hervorgebracht. Die auch in Russland beliebten Teigtaschen gefüllt mit Zwiebeln, Kartoffelstock, Gemüse oder Fleisch sind echt fein und auch das selber gebackene Brot oder die frittierten Blätterteigstücke mit Zucker sind köstlich.
Wir hatten das grosse Glück, dass Noyo, unser Guide ein wirklich guter Koch war und uns täglich einen anderen Eintopf herzauberte.
Das Mongolische Nationalgetränk ist Airag. Dieser durch gären von Stutenmilch gewonnene Schnaps (eigentlich so stark wie Bier) hat ebenfalls einen sehr eigenen Geschmack und ist wieder recht säuerlich. Man sagt, er sei besonders gut bei Magenverstimmungen. Auch den Airag fand ich weniger schlimm zu trinken als viele gesagt haben. Was meiner Meinung nach jedoch ganz übel war, ist der aus Airag destillierte mongolische Vodka. Natürlich roch auch dieser noch nach säuerlicher Milch, das geht gar nicht!
Ganz allgemein kann die mongolische Küche als recht fad bezeichnet werden. Es werden nur recht wenig Gewürze verwendet und auch die Palette von Gemüse ist beschränkt. Meistens essen die Mongolen schon morgens früh Suppe mit Mehlnudeln und Fleisch, was für meinen Magen völlig unmöglich wäre. Drei Mal am Tag Fleisch zu essen, ist keine Seltenheit. Lobenswert ist eigentlich, dass vom Tier wirklich alles verwendet wir. Doch war ich dennoch froh, dass wir zu Gast bei der Familie unseres Guides erst spät abends assen und ich so nicht sah, was genau vom Tier ich jetzt in meinem Teller hatte. Die Spiesschen, die wir jedoch am nächsten Tag erhielten, waren echt spitze!
Und auch wenn die mongolische Küche für uns Europäer gewöhnungsbedürftig und vielleicht nicht auf Dauer auszuhalten ist, so hat sie doch auch gute Gericht hervorgebracht. Die auch in Russland beliebten Teigtaschen gefüllt mit Zwiebeln, Kartoffelstock, Gemüse oder Fleisch sind echt fein und auch das selber gebackene Brot oder die frittierten Blätterteigstücke mit Zucker sind köstlich.
Wir hatten das grosse Glück, dass Noyo, unser Guide ein wirklich guter Koch war und uns täglich einen anderen Eintopf herzauberte.
die Jurte, ein genials Bauprinzip
Unterwegs übernachteten wir öfters in einer freien Jurte bei einer Familie. Dabei war unsere Jurte, ein meist mit vier bis 5 Betten, einem Tischchen mit kleinen Stühlchen und einem Ofen ausgestattet. Die Jurte ist eigentlich ein geniales Bauprinzip: Aus langen „Holzstangen“ wird ein Gitternetz zusammengebastelt. Von diesen werden dann fünf bis sieben wiederum zu einem Kreis zusammengebunden. In Der Mitte der Jurte stützen mindestens zwei massive Balken eine art Rad, in welches nun die dünnen Dachbalken eingehängt werden können. Die Dachstützen liegen auf dem runden Holzgerüst. Bereits jetzt ist die künftige Form der Jurte erkennbar. Nun wird dieses Holzkonstrukt aussen mit drei Schichten überdeckt. Zuerst eine dünne Stoffschicht, dann eine dicke Filzschicht und schliesslich noch der typische weisse Stoff als Aussenhaut. Das Rad in der Mitte wird dabei offen gelassen. Dort wird später nämlich der Kamin rausschauen. Falls es regnet sorgt aber ein ausgeklügeltes System von einem Stoffstück mit Schnüren an allen vier Enden dafür, dass das Loch in der Mitte doch noch geschlossen werden kann. Vergessen hätte ich fast die Türe. Diese hat eine Jurte (oder mongolisch: Ger) natürlich auch, aber keine Fenster. Zum lüften und mehr Licht haben, kann einfach der Stoff unten rundherum etwas angehoben werden...
Für eine mongolische Familie ist ihr Ger Wohn-, Schlaf- und Arbeitszimmer zugleich. Meistens haben sie die Jurte häuslich eingerichtet. Der Eingang befindet sich immer im Süden. Im Westen ist die Seite der Frau, im Osten jene des Mannes (@Joline, Samuel, Sylvie, ihr korrigiert mich, falls ich da gerade einen Mist erzählt habe). Verschiedene orange grundierte und bunt bemalte Holzmöbel enthalten das Hab und Gut der Familie. Über dem Ofen wird Brot gebacken, Fleisch gebraten, Butter und Rahm aus Milch gegonnen oder Kleider getrocknet. Die zu europäischen Wohnungen verhältnismässig kleine Jurte enthält alles, was die Familie für ihr Leben in der Natur benötigt. Schliesslich verbringen die Mongolen eh die meiste Zeit draussen bei ihren Herden. Das muss ein recht friedliches Leben sein!
Für eine mongolische Familie ist ihr Ger Wohn-, Schlaf- und Arbeitszimmer zugleich. Meistens haben sie die Jurte häuslich eingerichtet. Der Eingang befindet sich immer im Süden. Im Westen ist die Seite der Frau, im Osten jene des Mannes (@Joline, Samuel, Sylvie, ihr korrigiert mich, falls ich da gerade einen Mist erzählt habe). Verschiedene orange grundierte und bunt bemalte Holzmöbel enthalten das Hab und Gut der Familie. Über dem Ofen wird Brot gebacken, Fleisch gebraten, Butter und Rahm aus Milch gegonnen oder Kleider getrocknet. Die zu europäischen Wohnungen verhältnismässig kleine Jurte enthält alles, was die Familie für ihr Leben in der Natur benötigt. Schliesslich verbringen die Mongolen eh die meiste Zeit draussen bei ihren Herden. Das muss ein recht friedliches Leben sein!
von Strassen, die keine sind...
Die Strassen Mongoliens sind definitiv einen Blogeintrag wert, so unvergesslich sind sie doch! Als verwöhnte Schweizerin fällt es mir schwer, diese eingedrückten Pfade in der Graslandschaft wirklich als Strasse zu bezeichnen. Unser Fahrer, Huiga, war sich jedoch gewöhnt, solch unebenen Wege zu befahren. Wir waren mit einem kleinen Van unterwegs und leider brach schon bald die Befestigung einer Rücklehne, später auch noch ein Stossdämpfer. Damit wurde die Fahrt über Schlaglöcher, Dollen und Steine noch holpriger. Schneller als 30 Stundenkilometer waren wir wohl nie unterwegs. Wenn die vielen Autos mancherorts richtigegehend Pfade in die Landschaft gefahren haben, so war es Huiga’s Job, den besten Fahrweg auf der Strasse zu finden.
Wir haben es auch erlebt, dass die Strasse halt mal von einem Murgang verschüttet wurde. Wenn’s möglich war, fuhren wir einfach über die Schuttmasse, sonst suchte unser Fahrer halt einen eigenen Weg durch die Landschaft. Am spannendsten wurde die Fahrt bei Regen, denn dann füllten sich die erdigen Schlaglöcher schlagartig mit Wasser und waren gar nicht mehr recht zu sehen. Das war ne „schliefrige“ Angelegenheit...
Der Strassenbau ist in der Mongolei noch nicht so weit fortgeschritten. Die Spuren der ständigen Ausweitung des Strassennetzes sind aber viellerorts zu erkennen. Wenn dann mal ne Strasse besteht, die auch geteert ist, so kann sie also allemal mit europäischen Strassen mithalten und die Fahrt war für uns dann geradezu luxuriös. Na wie sanft wird denn wohl die Fahrt auf Schweizer Autobahnen mit gut gedämpften Autos sein...
Wir haben es auch erlebt, dass die Strasse halt mal von einem Murgang verschüttet wurde. Wenn’s möglich war, fuhren wir einfach über die Schuttmasse, sonst suchte unser Fahrer halt einen eigenen Weg durch die Landschaft. Am spannendsten wurde die Fahrt bei Regen, denn dann füllten sich die erdigen Schlaglöcher schlagartig mit Wasser und waren gar nicht mehr recht zu sehen. Das war ne „schliefrige“ Angelegenheit...
Der Strassenbau ist in der Mongolei noch nicht so weit fortgeschritten. Die Spuren der ständigen Ausweitung des Strassennetzes sind aber viellerorts zu erkennen. Wenn dann mal ne Strasse besteht, die auch geteert ist, so kann sie also allemal mit europäischen Strassen mithalten und die Fahrt war für uns dann geradezu luxuriös. Na wie sanft wird denn wohl die Fahrt auf Schweizer Autobahnen mit gut gedämpften Autos sein...
Vielfältige Landschaften Mongoliens
Ich glaube, man könnte wohl Jahre durch die Mongolei reisen und dennoch würde die Landschaft jeden Tag wieder anders aussehen. Zumindest ist dies in der zentralen und nördlichen Mongolei so, im Süden in der Wüste Gobi könnte es schon eintöniger werden.
Aber die tollen Landschaften hier sind definitiv etwas, was mir immer in Erinnerung bleiben wird. Zum Beispiel fuhren wir mehrmals durch weite grüne Ebenen. Die Strasse bestand lediglich aus einer braun-grauen Spur im Gras und in der Ferne ging die Ebene langsam in eine hügelige Landschaft über. Auch die weichen Hügel waren grün. Mancherorts war einfach mal für ne halbe Stunde nichts anderes als diese Graslandschaft zu sehen. Andernorts hatte es verteilt einige Jurten und um diese herum einige Haushaltsgeräte, vielleicht ein Motorrad. Von weitem waren in der Ebene oder am Hangfuss braune, graue, weisse, schwarze Punkte zu erkennen. Manchmal waren die Pferde-, Yak-, Schafs- und Ziegenherden auch nahe, wenn nicht sogar auf der Strasse und wir mussten unsere Fahrt verlangsamen. Warum es sich die Tiere auf der Strasse bequem machen, obwohl es doch unglaublich viel Platz hat, wissen wir nicht. Eingezäunt werden die Tiere nämlich nicht.
Andernorts sieht es schon eher aus wie in der Schweiz, die Hügel gehen langsam in klüftige, felsige Bergen über. Es hat jetzt auch Wälder, während Holz in anderen Regionen Mangelware ist, wird hier dieser Rohstoff zum Beispiel für Stallbauten benutzt. Manchmal schlängelt sich ein noch frei mäandrierender Fluss durch die Landschaft und geht fast ungemerkt in Graslandschaft über. Mancherorts haben sich wunderschöne Auenlandschaften gebildet mit Hohen Bäumen, Gestrüpp- und Steinlandschaften.
Das heutige Gebiet der Mongolei war einst vulkanisch recht aktiv, ich vermute, da hier ein Plattenrand durchführte. Die Tektonischen Aktivitäten haben in mehrerer Hinsicht ihre Spuren hinterlassen, nicht nur mit den über 200 erloschenen Vulkanen.
In einem Tal, durch welches wir ritten, schlängelte sich ein schwarzer Strom. Es sah von Weitem aus wie ein Bachbett, doch da floss kein Wasser. Die Vegetation dort war recht spärlich im Vergleich zu nebenan. Bei näherem Hinsehen erkannten wir viele zerbröckelte luftige löchrige Eruptivgesteine. Dieses Gestein gab auch andernorts der Landschaft eine mystische Kraft.
Zu erwähnen bleiben die wunderschönen unberührten, unverbauten Strände entlang der grossen mongolischen Seen. Es sind vielleicht höchstens ein paar Jurten am Ufer zu sehen. Aber vor allem in der Nacht zeigt sich eindrücklich, dass hier die Natur noch im Vordergrund steht: ausser einigen Feuern am anderen Ufer sehen wir kein einziges Licht.
Recht eindrücklich ist auch das Wetter über der Mongolei. Schon von weitem kündigt sich beispielsweise ein Gewitter an. Wie schwarze Striemen am Himmel sieht der Regen noch weit weg aus. Das Abendrot präsentiert sich je nach Lust und Laune mal in rosa, mal in gelb-orange, mal in strahlendem rot zusammen mit schwarzen Schatten der Wolken. Und je nach Sonneneinstrahlung und Tageszeit ergibt sich in den Landschaften wieder ein anderes Bild durch die Schatten der Berge und die Lichtverhältnisse. Zusammen mit den unterschiedlichen Landschaften ergibt das Tausende von verschiedenen Eindrücken, die wir alle an einem Tag erleben konnten.
Ich könnte wohl noch Stunden von diesen schönen Landschaftsbildern schwärmen, am besten zeig ich euch dann einfach mal ein paar Bilder :D
Aber die tollen Landschaften hier sind definitiv etwas, was mir immer in Erinnerung bleiben wird. Zum Beispiel fuhren wir mehrmals durch weite grüne Ebenen. Die Strasse bestand lediglich aus einer braun-grauen Spur im Gras und in der Ferne ging die Ebene langsam in eine hügelige Landschaft über. Auch die weichen Hügel waren grün. Mancherorts war einfach mal für ne halbe Stunde nichts anderes als diese Graslandschaft zu sehen. Andernorts hatte es verteilt einige Jurten und um diese herum einige Haushaltsgeräte, vielleicht ein Motorrad. Von weitem waren in der Ebene oder am Hangfuss braune, graue, weisse, schwarze Punkte zu erkennen. Manchmal waren die Pferde-, Yak-, Schafs- und Ziegenherden auch nahe, wenn nicht sogar auf der Strasse und wir mussten unsere Fahrt verlangsamen. Warum es sich die Tiere auf der Strasse bequem machen, obwohl es doch unglaublich viel Platz hat, wissen wir nicht. Eingezäunt werden die Tiere nämlich nicht.
Andernorts sieht es schon eher aus wie in der Schweiz, die Hügel gehen langsam in klüftige, felsige Bergen über. Es hat jetzt auch Wälder, während Holz in anderen Regionen Mangelware ist, wird hier dieser Rohstoff zum Beispiel für Stallbauten benutzt. Manchmal schlängelt sich ein noch frei mäandrierender Fluss durch die Landschaft und geht fast ungemerkt in Graslandschaft über. Mancherorts haben sich wunderschöne Auenlandschaften gebildet mit Hohen Bäumen, Gestrüpp- und Steinlandschaften.
Das heutige Gebiet der Mongolei war einst vulkanisch recht aktiv, ich vermute, da hier ein Plattenrand durchführte. Die Tektonischen Aktivitäten haben in mehrerer Hinsicht ihre Spuren hinterlassen, nicht nur mit den über 200 erloschenen Vulkanen.
In einem Tal, durch welches wir ritten, schlängelte sich ein schwarzer Strom. Es sah von Weitem aus wie ein Bachbett, doch da floss kein Wasser. Die Vegetation dort war recht spärlich im Vergleich zu nebenan. Bei näherem Hinsehen erkannten wir viele zerbröckelte luftige löchrige Eruptivgesteine. Dieses Gestein gab auch andernorts der Landschaft eine mystische Kraft.
Zu erwähnen bleiben die wunderschönen unberührten, unverbauten Strände entlang der grossen mongolischen Seen. Es sind vielleicht höchstens ein paar Jurten am Ufer zu sehen. Aber vor allem in der Nacht zeigt sich eindrücklich, dass hier die Natur noch im Vordergrund steht: ausser einigen Feuern am anderen Ufer sehen wir kein einziges Licht.
Recht eindrücklich ist auch das Wetter über der Mongolei. Schon von weitem kündigt sich beispielsweise ein Gewitter an. Wie schwarze Striemen am Himmel sieht der Regen noch weit weg aus. Das Abendrot präsentiert sich je nach Lust und Laune mal in rosa, mal in gelb-orange, mal in strahlendem rot zusammen mit schwarzen Schatten der Wolken. Und je nach Sonneneinstrahlung und Tageszeit ergibt sich in den Landschaften wieder ein anderes Bild durch die Schatten der Berge und die Lichtverhältnisse. Zusammen mit den unterschiedlichen Landschaften ergibt das Tausende von verschiedenen Eindrücken, die wir alle an einem Tag erleben konnten.
Ich könnte wohl noch Stunden von diesen schönen Landschaftsbildern schwärmen, am besten zeig ich euch dann einfach mal ein paar Bilder :D
Für Sylvie, Joline, Samuel und Noyo
unsere Schweizer Hymne...
s'Vreneli abem Guggisbärg
S'isch äben e Mänsch uf Ärde - Simmelibärg
S'isch äben e Mänsch uf Ärde - Simmelibärg
Und s'Vreneli abem Guggisbärg
Und Sime's Hansjoggeli ännet em Bärg
S'isch äben e Mänsch uf Ärde - Simmelibärg
und ich mächt bi nem si.
Und man er mier nid wärde,
vor Chummer stierben i.
Und stirbeni vor Chummer, so leit me mir is Grab.
I Sime's Bueli's Garte, det stönd zwei jungi Bäum.
Der eini treit Muschgate, der ander Nägeli.
D'Muschgate, die si Süess,
I gib's mim Liebst z'versueche,
dass äs mi nie vergäss.
Ha di no nid vergässe, ha immer a di dänkt.
S'isch nume zwe Jahr vergange,
sit mi a di ha ghänkt.
Dert unne ide Tiefi, det staht es Mühlirad.
Das mahled nüt als Liebi,
bi Nacht und au bi Tag.
Und s'Mühlirad isch broche,
und d'Liebi het es Änd.
Wenn zwei vonenanger scheide,
de gäbe si enanger d'Händ.
s'Vreneli abem Guggisbärg
S'isch äben e Mänsch uf Ärde - Simmelibärg
S'isch äben e Mänsch uf Ärde - Simmelibärg
Und s'Vreneli abem Guggisbärg
Und Sime's Hansjoggeli ännet em Bärg
S'isch äben e Mänsch uf Ärde - Simmelibärg
und ich mächt bi nem si.
Und man er mier nid wärde,
vor Chummer stierben i.
Und stirbeni vor Chummer, so leit me mir is Grab.
I Sime's Bueli's Garte, det stönd zwei jungi Bäum.
Der eini treit Muschgate, der ander Nägeli.
D'Muschgate, die si Süess,
I gib's mim Liebst z'versueche,
dass äs mi nie vergäss.
Ha di no nid vergässe, ha immer a di dänkt.
S'isch nume zwe Jahr vergange,
sit mi a di ha ghänkt.
Dert unne ide Tiefi, det staht es Mühlirad.
Das mahled nüt als Liebi,
bi Nacht und au bi Tag.
Und s'Mühlirad isch broche,
und d'Liebi het es Änd.
Wenn zwei vonenanger scheide,
de gäbe si enanger d'Händ.
Mongolia
Erste Eindrücke Mongoliens konnten wir ja bereits auf der holprigen Busfahrt nach Ulan Batar sammeln. Nach einigen Tagen ausruhen und planen in Idre’s Guesthouse starteten wir schliesslich zu viert eine 18-tägige Tour durch die ländliche Mongolei. Wie bereits in der Schweiz abgemacht, stiess in UB Sylvie Eigenmann zu uns und reiste mit uns über Stock und Stein. Wir nahmen natürlich nur das nötigste mit auf unsere Tour: warme Kleider, Schlafsack, Stirnlampe und die Jasskarten ;D.
Ein Guide und ein Fahrer begleiteten uns auf unserer Tour. Der Fahrer hatte einen harten Job auf den mongolischen Strassen. Noyo, unser junger Guide, war vor allem für unser leibliches Wohl zuständig und organisierte die gesamte Tour mit allen Übernachtungen usw.
Auf der ganzen Reise übernachteten wir entweder in Jurten oder in Zelten in Touristencaps oder bei Familien. Dort kamen wir dann immer wieder in den Genuss mongolischer Spezialitäten.
Unsere Tour führte uns zuerst zu den Sand Dunes, wo wir in „Little Gobi“ sogar Kamel reiten konnten. In der Tat eine sehr angenehme Angelegenheit, zwischen zwei Kamelhöckern zu hocken. Weiter ging unsere Tour nach Karakorum, die ehemalige Hauptstadt der Mongolei, von der man aber heute nicht mehr viel sieht. Dafür hat’s ein grosses Kloster dort.
Bei einem Ort namens Waterfall blieben wir für längere Zeit. Wunderbare Landschaften haben wir bis Anhin schon mehrere gesehen, doch diesen Wasserfall kann nichts übertreffen! Wir gehen von hier aus auf eine dreitägige Reittour, für uns als blutige Anfänger echt eine Herausforderung! Wir ritten durch eine unwirkliche Landschaft. Eigentlich ein eher unspektakuläres Seitental, wäre da nicht dieser schwarze Strom, durch das ganze Tal, auf dessen Grund kaum etwas wächst und dessen bröckelige Steine mit ganz vielen Löchern versehen ist. Meine Faszination für diesen Lavastrom könnt ihr ja wohl aus meinen Zeilen lesen!
Am ersten August erreichen wir schliesslich die Hot Springs. Von denen gibt es ganz viele in der Mongolei. Hier in diesem Touristencamp wird das Wasser in offene Bäder geleitet und wir können uns endlich wieder mal so richtig waschen! Wir feierten den 1. August ausgelassen in unserer Jurte zusammen mit unserem Guide Noyo und unserem Fahrer Huiga.
Eines der Highlights unserer Tour war schliesslich der White Lake. Wie bis jetzt eigentlich immer übernachteten wir auch hier in einer Jurte. Wir hatten die wunderbare Aussicht auf den blauen, klaren See und die spektakulären bergigen Kulissen im Hintergrund. Die Wanderung zum nahe gelegenen grössten Vulkan der Mongolei (insgesamt gibt es über 200 Vulkane, jedoch alle erloschen) und der Ausblick auf die grosse schwarze Ebene, eine fast tote Landschaft, bleibt mir immer in Erinnerung. Obwohl recht anspruchsvoll, wählten wir natürlich den direkten Weg quer durchs Lavafeld, um den Vulkan zu erklimmen. Das sind Eindrücke, die man kaum beschreiben kann.
Von hier aus stand uns eine lange Fahrt bis zum nördlichen Khuvsgul Nuur, dem einst mit dem Baikalsee verbundenen See bevor. Wir schafften das Stück nicht in einem Tag und fuhren so schon mehr als 9 Stunden bis nach Möröm. Einer Provinzhauptstadt, die sich kaum Stadt nennen darf. Wir übernachteten in einem Hostel und hatten mal wieder recht viel Fun mit den anderen jungen Touristen, die wir dort trafen. Am nächsten Tag ging die Fahrt weiter ins Naturschutzgbiet am See. Wie schon am White Lake erlebten wir aber auch hier einen regnerischen Tag. Ansonsten war das Wetter perfekt und wir machten von unserem Camp aus einen weiteren Ausritt in den Norden, wo wir eine Renntierherde besuchen gingen. In Zwischenzeit waren wir ja keine Anfänger mehr zu Pferd, also war auch ein Galopp entlang des wunderbaren Steinstrandes möglich. Das fägt ebe scho!
der Khuvsgulsee toppt also nochmals all die Schönheiten des White Lake. Das Wasser ist noch klarer, hat wie der Baikalsee Trinkwasserqualität und rund um den See gibt es wunderbare Kieselsteinstrände. Flache Wiesen gehen langsam in Hügel und schliesslich in mächtige Berge über. Hier im Norden der Mongolei befinden sich die höchsten Berge dies Landes und das merkt man jetzt auch! Uns allen gefiel es hier so sehr, dass wir eigentlich gar nicht hier weg wollten, zumal wir wussten, dass uns jetzt nochmals eine lange Autofahrt bevorstand.
Kurz vor dem Ende unserer Rundreise machten wir noch einen Halt, bevor wir nach UB zurückkehrten. In der Nähe von Erdenet, der drittgrössten Stadt der Mongolei, gingen wir nahe eines berühmten Monastery’s zelten. Wir hatten auch die Möglichkeit, das Kloster anschauen zu gehen und am Tag unserer Rückreise konnten wir sogar einer speziellen lamaistischen Zeremonie beiwohnen. Speziell an diesen letzten Tagen unserer Reise war, dass Noyo’s Verwandte uns zu diesem Monastery begleiteten und wir hier mehrmals in den Genuss mongolischer Kochkünste kamen.
Zurück in Ulan Batar war dies auch schon unser letzter gemeinsamer Abend, den wir mit einem fetten italienischen Essen noch so richtig auskosteten. Während Samuel zurück in die Schweiz flog, war für uns drei Frauen noch ein letztes Mal Souvenir shoppen angesagt und es wurde zu einem regelrechten Wettlauf um die Zeit...
Am 15. August stiegen Joline und ich nach fast einem Monat Pause endlich wieder in einen ruhigen Zug ein und begaben uns auf ein neues Abenteuer im Reich der Mitte.
Ein Guide und ein Fahrer begleiteten uns auf unserer Tour. Der Fahrer hatte einen harten Job auf den mongolischen Strassen. Noyo, unser junger Guide, war vor allem für unser leibliches Wohl zuständig und organisierte die gesamte Tour mit allen Übernachtungen usw.
Auf der ganzen Reise übernachteten wir entweder in Jurten oder in Zelten in Touristencaps oder bei Familien. Dort kamen wir dann immer wieder in den Genuss mongolischer Spezialitäten.
Unsere Tour führte uns zuerst zu den Sand Dunes, wo wir in „Little Gobi“ sogar Kamel reiten konnten. In der Tat eine sehr angenehme Angelegenheit, zwischen zwei Kamelhöckern zu hocken. Weiter ging unsere Tour nach Karakorum, die ehemalige Hauptstadt der Mongolei, von der man aber heute nicht mehr viel sieht. Dafür hat’s ein grosses Kloster dort.
Bei einem Ort namens Waterfall blieben wir für längere Zeit. Wunderbare Landschaften haben wir bis Anhin schon mehrere gesehen, doch diesen Wasserfall kann nichts übertreffen! Wir gehen von hier aus auf eine dreitägige Reittour, für uns als blutige Anfänger echt eine Herausforderung! Wir ritten durch eine unwirkliche Landschaft. Eigentlich ein eher unspektakuläres Seitental, wäre da nicht dieser schwarze Strom, durch das ganze Tal, auf dessen Grund kaum etwas wächst und dessen bröckelige Steine mit ganz vielen Löchern versehen ist. Meine Faszination für diesen Lavastrom könnt ihr ja wohl aus meinen Zeilen lesen!
Am ersten August erreichen wir schliesslich die Hot Springs. Von denen gibt es ganz viele in der Mongolei. Hier in diesem Touristencamp wird das Wasser in offene Bäder geleitet und wir können uns endlich wieder mal so richtig waschen! Wir feierten den 1. August ausgelassen in unserer Jurte zusammen mit unserem Guide Noyo und unserem Fahrer Huiga.
Eines der Highlights unserer Tour war schliesslich der White Lake. Wie bis jetzt eigentlich immer übernachteten wir auch hier in einer Jurte. Wir hatten die wunderbare Aussicht auf den blauen, klaren See und die spektakulären bergigen Kulissen im Hintergrund. Die Wanderung zum nahe gelegenen grössten Vulkan der Mongolei (insgesamt gibt es über 200 Vulkane, jedoch alle erloschen) und der Ausblick auf die grosse schwarze Ebene, eine fast tote Landschaft, bleibt mir immer in Erinnerung. Obwohl recht anspruchsvoll, wählten wir natürlich den direkten Weg quer durchs Lavafeld, um den Vulkan zu erklimmen. Das sind Eindrücke, die man kaum beschreiben kann.
Von hier aus stand uns eine lange Fahrt bis zum nördlichen Khuvsgul Nuur, dem einst mit dem Baikalsee verbundenen See bevor. Wir schafften das Stück nicht in einem Tag und fuhren so schon mehr als 9 Stunden bis nach Möröm. Einer Provinzhauptstadt, die sich kaum Stadt nennen darf. Wir übernachteten in einem Hostel und hatten mal wieder recht viel Fun mit den anderen jungen Touristen, die wir dort trafen. Am nächsten Tag ging die Fahrt weiter ins Naturschutzgbiet am See. Wie schon am White Lake erlebten wir aber auch hier einen regnerischen Tag. Ansonsten war das Wetter perfekt und wir machten von unserem Camp aus einen weiteren Ausritt in den Norden, wo wir eine Renntierherde besuchen gingen. In Zwischenzeit waren wir ja keine Anfänger mehr zu Pferd, also war auch ein Galopp entlang des wunderbaren Steinstrandes möglich. Das fägt ebe scho!
der Khuvsgulsee toppt also nochmals all die Schönheiten des White Lake. Das Wasser ist noch klarer, hat wie der Baikalsee Trinkwasserqualität und rund um den See gibt es wunderbare Kieselsteinstrände. Flache Wiesen gehen langsam in Hügel und schliesslich in mächtige Berge über. Hier im Norden der Mongolei befinden sich die höchsten Berge dies Landes und das merkt man jetzt auch! Uns allen gefiel es hier so sehr, dass wir eigentlich gar nicht hier weg wollten, zumal wir wussten, dass uns jetzt nochmals eine lange Autofahrt bevorstand.
Kurz vor dem Ende unserer Rundreise machten wir noch einen Halt, bevor wir nach UB zurückkehrten. In der Nähe von Erdenet, der drittgrössten Stadt der Mongolei, gingen wir nahe eines berühmten Monastery’s zelten. Wir hatten auch die Möglichkeit, das Kloster anschauen zu gehen und am Tag unserer Rückreise konnten wir sogar einer speziellen lamaistischen Zeremonie beiwohnen. Speziell an diesen letzten Tagen unserer Reise war, dass Noyo’s Verwandte uns zu diesem Monastery begleiteten und wir hier mehrmals in den Genuss mongolischer Kochkünste kamen.
Zurück in Ulan Batar war dies auch schon unser letzter gemeinsamer Abend, den wir mit einem fetten italienischen Essen noch so richtig auskosteten. Während Samuel zurück in die Schweiz flog, war für uns drei Frauen noch ein letztes Mal Souvenir shoppen angesagt und es wurde zu einem regelrechten Wettlauf um die Zeit...
Am 15. August stiegen Joline und ich nach fast einem Monat Pause endlich wieder in einen ruhigen Zug ein und begaben uns auf ein neues Abenteuer im Reich der Mitte.
Adresse
und falls es doch nicht mehr klappt über meinen Blog, dann können wir ja weiter via e-mail, skype oder briefpost kommunizieren. hab gemerkt, dass ich nur von ganz wenigen von euch die skypeadresse kenne, dabei wärs doch toll, ich könnt mal mit euch telefonieren. sucht mich doch mal unter christinawilli! Und wenn ihr wollt, dann könnt ihr mich auch unter meiner chinesischen Natelnummer (0086 13468752478) erreichen, am besten auch via skype.
Und falls ihr an Weihnachten zu viel Schokolade kriegt, dann könnt ihr die Überschüsse ja mir schicken ;D
(bitte aber vorher sagen, damit ich meine Post am Postschalter abholen kann)
Meine Adresse hier ist:
Ms. Christina Willi
Nr. 423, 25 Building
The School of International Education
Xi'an Jiaotong University
No. 28 Xian Ning West Road
Shaanxi Xi'an 710049
People's Republic of China
Und falls ihr an Weihnachten zu viel Schokolade kriegt, dann könnt ihr die Überschüsse ja mir schicken ;D
(bitte aber vorher sagen, damit ich meine Post am Postschalter abholen kann)
Meine Adresse hier ist:
Ms. Christina Willi
Nr. 423, 25 Building
The School of International Education
Xi'an Jiaotong University
No. 28 Xian Ning West Road
Shaanxi Xi'an 710049
People's Republic of China
Die Flut nach der Ruhe
Liebe Freunde,
ich weiss, dass es einige gibt, die gerne endlich wieder mal was von mir lesen würden. Ja, ich weiss, ich hab mich schon lange nicht mehr auf meinem Blog gemeldet. Eigentlich war ich nämlich nach unserer Reise durch die Mongolei guter Dinge, endlich wieder einen längeren Eintrag ueber die wunderbaren Landschaften und die tollen Erlebnisse zu schreiben, aber in China angekommen musste ich leider feststellen, dass neben Facebook und Youtube auch mein Blog gesperrt wurde. So konnte ich meinen schreiberischen Pflichten leider nicht nachkommen und liess meinen Frust an meinem Tagebuch auch.
Mittlerweile seit gut drei Wochen in China und seit einigen Tagen an der Uni habe ich von alten Hasen hier erfahren, dass China’s Super-Fire-Wall mit IT-tricks umgangen werden kann. Daher habt ihr nun das Glueck, doch wieder auf diesem Blog von mir zu lesen. :D
ich weiss, dass es einige gibt, die gerne endlich wieder mal was von mir lesen würden. Ja, ich weiss, ich hab mich schon lange nicht mehr auf meinem Blog gemeldet. Eigentlich war ich nämlich nach unserer Reise durch die Mongolei guter Dinge, endlich wieder einen längeren Eintrag ueber die wunderbaren Landschaften und die tollen Erlebnisse zu schreiben, aber in China angekommen musste ich leider feststellen, dass neben Facebook und Youtube auch mein Blog gesperrt wurde. So konnte ich meinen schreiberischen Pflichten leider nicht nachkommen und liess meinen Frust an meinem Tagebuch auch.
Mittlerweile seit gut drei Wochen in China und seit einigen Tagen an der Uni habe ich von alten Hasen hier erfahren, dass China’s Super-Fire-Wall mit IT-tricks umgangen werden kann. Daher habt ihr nun das Glueck, doch wieder auf diesem Blog von mir zu lesen. :D
Montag, 27. Juli 2009
Wo wir seit dem 9 Juli unsere Spuren hinterlassen haben…
Als ich euch das letzte mal geschrieben haben, befanden wir uns gerade in Krasnoiarsk, einer kaum touristischen Stadt in Sibirien. Dort blieben wir eine Woche und gingen wandern, Boot fahren, in die Banja und vieles mehr. Wir hatten waehrend einer Woche unsere eigene Wohnung. Wie’s dazu kam, erzaehl ich euch spaeter…
Am 12. Juli gings weiter nach Irkutsk, der groessten Stadt in der Naehe des Baikalsees. Wir hatten allerdings genug von Staedten und nahmen daher gleich den Bus weiter zur Insel Olkhon, die etwas weiter noerdlich lag. Dort liessen wir erst mal in Nikita’s Homestead verwoehnen, bevor wir nachher 5 Tage von Buchweizen, Haferschleim und getrocknetem Fisch lebten und mit Zelt und Wanderschuhen unterwegs waren. Von dort gibts viel zu erzaehlen ueber Erlebnisse mit verschiedenen Russen :D
Nach einer Woche in der Natur reisten wir zurueck nach Irkutsk, wo wir fuer zwei Naechte bei einer Couchsurferin uebernachten konnten. Die vorgesehene Party am Flussufer fiel regelrecht ins Wasser... Nach einem Sturzniederschlag waren Irkutsk Strassen unter Wasser. Wir sassen gluecklicherweise drinnen waehrend dieser Zeit.
Am 22. gings dann weiter nach Ulan Ude. Dort holten uns unerwarteterweise sogar zwei Couchsurferinnen ab, die uns schliesslich bei der Organisation unserer Tickets fuer die Weiterreise in die Mongolei behilflich waren. Nach 2h hin und her hatten wir auch dies geschafft (Marat laesst gruessen) und konnten dann doch noch ein bisschen die Stadt besichtigen. Eindruecklich waren der Besuch in einem ganz neu errichteten buddhistischen Tempel oberhalb der Stadt sowie der wohl groesste Kopf Lenins, den es in Russland oder gar in der Welt gibt – so schauderhaft!
Ja und dann ueberquerten wir die russische-mongolische Grenze in einem Bus auf den letzten und hintersten Plaetzen. Zu erwaehnen bleibt, dass die Fahrt unglaublich holprig war, obwohl es sich um die beste Strasse in der Mongolei handelte...
Und jetzt sind wir seit 3 Tagen in der Mongolei und haben uns von den Strapazen der letzten Tage in Idre’s Guesthouse bestens erholt.
Mehr von uns gibts nach der Tour around Mongolia. Sonnige Gruesse aus Ulan Batar!
Am 12. Juli gings weiter nach Irkutsk, der groessten Stadt in der Naehe des Baikalsees. Wir hatten allerdings genug von Staedten und nahmen daher gleich den Bus weiter zur Insel Olkhon, die etwas weiter noerdlich lag. Dort liessen wir erst mal in Nikita’s Homestead verwoehnen, bevor wir nachher 5 Tage von Buchweizen, Haferschleim und getrocknetem Fisch lebten und mit Zelt und Wanderschuhen unterwegs waren. Von dort gibts viel zu erzaehlen ueber Erlebnisse mit verschiedenen Russen :D
Nach einer Woche in der Natur reisten wir zurueck nach Irkutsk, wo wir fuer zwei Naechte bei einer Couchsurferin uebernachten konnten. Die vorgesehene Party am Flussufer fiel regelrecht ins Wasser... Nach einem Sturzniederschlag waren Irkutsk Strassen unter Wasser. Wir sassen gluecklicherweise drinnen waehrend dieser Zeit.
Am 22. gings dann weiter nach Ulan Ude. Dort holten uns unerwarteterweise sogar zwei Couchsurferinnen ab, die uns schliesslich bei der Organisation unserer Tickets fuer die Weiterreise in die Mongolei behilflich waren. Nach 2h hin und her hatten wir auch dies geschafft (Marat laesst gruessen) und konnten dann doch noch ein bisschen die Stadt besichtigen. Eindruecklich waren der Besuch in einem ganz neu errichteten buddhistischen Tempel oberhalb der Stadt sowie der wohl groesste Kopf Lenins, den es in Russland oder gar in der Welt gibt – so schauderhaft!
Ja und dann ueberquerten wir die russische-mongolische Grenze in einem Bus auf den letzten und hintersten Plaetzen. Zu erwaehnen bleibt, dass die Fahrt unglaublich holprig war, obwohl es sich um die beste Strasse in der Mongolei handelte...
Und jetzt sind wir seit 3 Tagen in der Mongolei und haben uns von den Strapazen der letzten Tage in Idre’s Guesthouse bestens erholt.
Mehr von uns gibts nach der Tour around Mongolia. Sonnige Gruesse aus Ulan Batar!
Sonntag, 26. Juli 2009
Funkloch
Liebe Leute,
bitte entschuldigt die lange Funkstille auf diesem Blog.
Russland entwickelt sich momentan so schnell, dass Internetcafes, die vor drei Jahren existiert haben laut Lonely Planet heute vielleicht an einem ganz anderen Ort sind. Und ausserdem ist auch die Zivilisation noch nicht ueberall gleich weit fortgeschritten (zum grossen Glueck gewisser Orte). Dementsprechend schreib ich euch halt erst aus der Mongolei wieder, aber gerne erzaehl ich euch in den naechsten Zeilen mehr von unseren Russlanderlebnissen.
bitte entschuldigt die lange Funkstille auf diesem Blog.
Russland entwickelt sich momentan so schnell, dass Internetcafes, die vor drei Jahren existiert haben laut Lonely Planet heute vielleicht an einem ganz anderen Ort sind. Und ausserdem ist auch die Zivilisation noch nicht ueberall gleich weit fortgeschritten (zum grossen Glueck gewisser Orte). Dementsprechend schreib ich euch halt erst aus der Mongolei wieder, aber gerne erzaehl ich euch in den naechsten Zeilen mehr von unseren Russlanderlebnissen.
Mittwoch, 8. Juli 2009
тайга und томск
nach zwei Tagen Zugfahrt und vielen lustigen Begegnungen werden wir mitten in der Nacht aus dem Zug geworfen. Noch verschlafen und mit viel Gepaeck begeben wir uns in die Bahnhofshalle und versuchen uns ein Ticket nach Tomsk zu organisieren.
Im Zug werden wir von einer jungen Hostess angesprochen, die es kaum glauben kann, dass wir nach Tomsk kommen wollen, einfach so, aus Interesse und dass wir einfach so mal drauf los reisen. Shenja kann uns denn auch einige gute Tips geben, was wir in der Stadt anschauen sollen oder wo man gut und billig isst...
Eigentlich wollten wir uns mit ihr treffen, doch leider haben wir das treffen wortwoertlich verschlafen. schade, schon das zweite Mal, dass wir eine symphatische russische Person ungewollt versetzt haben.
Nun ja, wir erkundeten die Stadt auf eigene Faust und fanden lustig Dinge. So trafen wir an diesem Wochenende wieder Hochzeitspaare in den Strassen Tomsk's an. Und hier moecht ich denn auch die erste Ente vom Eintrag ueber Moskau aufloesen. Natuerlich sollten Joline und ich nicht verheiratet werden an diesem Wochenende in Moskau. Sondern in Russland ist es Brauch, dass man nach der Trauung zum Grab des unbekannten Soldaten geht und Blumen niederlegt und auch die Sehenswuerdigkeiten der Stadt besucht. Kein Wunder, sieht man als Tourist in Russland so viele Hochzeitsgesellschaften...
In Tomsk beeindrucken vor allem viele alte Holzhaeuser, die aufwaendig dekoriert wurden. Speziellerweise stehen viele von diesen recht schraeg in der Landschaft und sehen auch ziemlich heruntergekommen heraus. Wie uns ein Historiker kuerzlich erklaerte, wird diesen Holzhaeusern von russischer Seite kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Schade, denn den Touristen gefallen sie...
Auch hier treffen wir wieder auf die russische Industrieromantik. Ich muss mich erklaeren:
Nach einigen Stunden in der Stadt herum laufen, im Internet surfen und Kaffee trinken fuehlen wir uns von den letzten Sonnenstrahlen und dem Abendrot am Horizont angezogen. Es eroeffnet ein Blick ueber eine weite gruene Ebene mit einigen wenigen Haeusern. Vorne der Fluss. Doch weiter im Hintergrund steigt Rauch aus 4 hohen Indurstrieschloten und wieder geben Hochhaeuser und Industriekomplexe dem abendlichen Stimmungsbild eine ganz andere Faerbung...
In Tomsk hat es uebrigens, wie ich schon geschrieben habe, geschneit. Jedoch nicht Schnee sondern Bluetenstaub von den Birken. Dennoch sind die Strassen und Gehwege, Wiesen und Daecher voellig weiss von diesem Zeugs und es weht auch ueberall im Wind herum. Recht speziell, denn in den anderen Staedten Sibiriens haben wir das noch nicht angetroffen.
Die Baeme in allen russischen Staedten werden uebrigens bis auf eine Hoehe von ca 1m weiss angemalt. Dies ist, damit die Betrunkenen in der Nacht die sonst dunkelstaemmigen Baeume auch sehen koennen. Wir haben recht gelacht, als wir das gehoert haben...
Unser Aufenthalt in Tomsk endet schliesslich mit einem unglaublich langen Maraton, um die Billets nach Taiga organisieren zu koennen, aber wir haben's schlussendlich geschafft.
Im Zug werden wir von einer jungen Hostess angesprochen, die es kaum glauben kann, dass wir nach Tomsk kommen wollen, einfach so, aus Interesse und dass wir einfach so mal drauf los reisen. Shenja kann uns denn auch einige gute Tips geben, was wir in der Stadt anschauen sollen oder wo man gut und billig isst...
Eigentlich wollten wir uns mit ihr treffen, doch leider haben wir das treffen wortwoertlich verschlafen. schade, schon das zweite Mal, dass wir eine symphatische russische Person ungewollt versetzt haben.
Nun ja, wir erkundeten die Stadt auf eigene Faust und fanden lustig Dinge. So trafen wir an diesem Wochenende wieder Hochzeitspaare in den Strassen Tomsk's an. Und hier moecht ich denn auch die erste Ente vom Eintrag ueber Moskau aufloesen. Natuerlich sollten Joline und ich nicht verheiratet werden an diesem Wochenende in Moskau. Sondern in Russland ist es Brauch, dass man nach der Trauung zum Grab des unbekannten Soldaten geht und Blumen niederlegt und auch die Sehenswuerdigkeiten der Stadt besucht. Kein Wunder, sieht man als Tourist in Russland so viele Hochzeitsgesellschaften...
In Tomsk beeindrucken vor allem viele alte Holzhaeuser, die aufwaendig dekoriert wurden. Speziellerweise stehen viele von diesen recht schraeg in der Landschaft und sehen auch ziemlich heruntergekommen heraus. Wie uns ein Historiker kuerzlich erklaerte, wird diesen Holzhaeusern von russischer Seite kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Schade, denn den Touristen gefallen sie...
Auch hier treffen wir wieder auf die russische Industrieromantik. Ich muss mich erklaeren:
Nach einigen Stunden in der Stadt herum laufen, im Internet surfen und Kaffee trinken fuehlen wir uns von den letzten Sonnenstrahlen und dem Abendrot am Horizont angezogen. Es eroeffnet ein Blick ueber eine weite gruene Ebene mit einigen wenigen Haeusern. Vorne der Fluss. Doch weiter im Hintergrund steigt Rauch aus 4 hohen Indurstrieschloten und wieder geben Hochhaeuser und Industriekomplexe dem abendlichen Stimmungsbild eine ganz andere Faerbung...
In Tomsk hat es uebrigens, wie ich schon geschrieben habe, geschneit. Jedoch nicht Schnee sondern Bluetenstaub von den Birken. Dennoch sind die Strassen und Gehwege, Wiesen und Daecher voellig weiss von diesem Zeugs und es weht auch ueberall im Wind herum. Recht speziell, denn in den anderen Staedten Sibiriens haben wir das noch nicht angetroffen.
Die Baeme in allen russischen Staedten werden uebrigens bis auf eine Hoehe von ca 1m weiss angemalt. Dies ist, damit die Betrunkenen in der Nacht die sonst dunkelstaemmigen Baeume auch sehen koennen. Wir haben recht gelacht, als wir das gehoert haben...
Unser Aufenthalt in Tomsk endet schliesslich mit einem unglaublich langen Maraton, um die Billets nach Taiga organisieren zu koennen, aber wir haben's schlussendlich geschafft.
Vladimir, die Stadt der Zwiebeltuermchen
Eigentlich haben wir den goldenen Ring (die Region um Moskau) schon lange hinter uns gelassen, dennnoch moechte ich euch einige Worte zu Vladimir schreiben.
dieses kleine Staedtchen, so sieht es zumindest auf den ersten Blick aus, liegt etwa 2h von Moskau weg und als ersten Eindruck hinterlaesst es eigentlich gemischte Gefuehle. Beim Bahnhof scheint alles recht verlottert, wir sind wohl schon recht laendlich.
Doch als wir dann auf der Suche nach einer Unterkunft etwas mehr ins Stadtzentrum hineinkommen merken wir erst, wie einerseits riesig diese Stadt ist und andererseits welche Schoenheiten dieser Ort zu bieten hat.
In Vladimir gibt es unzaehlige Kirchen, die meisten mit goldigen Zwiebeltuermen umrundet von Parks und Baemen. Weite offene und schoen gepflegte Parkanlagen ergaenzen die Pracht dieses Ortes. Wunderbar ist auch der blick in die weiten Ebenen, waere da nich in die eine Richtung ein riesiges Kernkraftwerk und viele Plattenbauten zu sehen..
Von hier wollten wir eigentlich einen Ausflug in den kleinen Ort Suzdal machen. Tickets und die Hotelreservation hatten wir bereits, aber leider hatten wir uns auf dem Ticket verguckt und wir mussten kurzfristig einen Abend frueher abreisen und einige junge Russen versetzen, die mit uns im Park Vodka trinken wollten...
dieses kleine Staedtchen, so sieht es zumindest auf den ersten Blick aus, liegt etwa 2h von Moskau weg und als ersten Eindruck hinterlaesst es eigentlich gemischte Gefuehle. Beim Bahnhof scheint alles recht verlottert, wir sind wohl schon recht laendlich.
Doch als wir dann auf der Suche nach einer Unterkunft etwas mehr ins Stadtzentrum hineinkommen merken wir erst, wie einerseits riesig diese Stadt ist und andererseits welche Schoenheiten dieser Ort zu bieten hat.
In Vladimir gibt es unzaehlige Kirchen, die meisten mit goldigen Zwiebeltuermen umrundet von Parks und Baemen. Weite offene und schoen gepflegte Parkanlagen ergaenzen die Pracht dieses Ortes. Wunderbar ist auch der blick in die weiten Ebenen, waere da nich in die eine Richtung ein riesiges Kernkraftwerk und viele Plattenbauten zu sehen..
Von hier wollten wir eigentlich einen Ausflug in den kleinen Ort Suzdal machen. Tickets und die Hotelreservation hatten wir bereits, aber leider hatten wir uns auf dem Ticket verguckt und wir mussten kurzfristig einen Abend frueher abreisen und einige junge Russen versetzen, die mit uns im Park Vodka trinken wollten...
Samstag, 4. Juli 2009
Schnee mitten im Sommer
hoi zaeme!
eigentlich koennen wir's noch gar nicht glauben, aber seit nun gut zwei Tagen sind wir eigentlich in Asien. In Tomsk angekommen stellen wir aber fest, dass man das in Russland gar nicht so merkt und dass es schon Sinn macht, dass sich die Russen weder zu Asien noch zu Europa zugehoerig fuehlen, es ist einfach eigen.
Wir haben nun die laengst Zugfahrt hinter uns, ganze 48 Stunden am Stueck! Doch bis wir endlich im Zug waren, mussten wir also einiges auf uns nehmen. In Vladimir hatten wir schon alles organisiert, um am naechsten Tag in das kleine Staedtchen Suzdal zu reisen, als wir am Abend feststellen mussten, dass wir ja schon heute Abend fahren. Ich hatte irgendwie die Billete falsch gelesen weil wir eben mitten in der Nacht abfahren (das ist bei der Transsib eben so, die faehrt durch). Also mussten wir schnell packen und dann hiess es warten, bis um halb 3 morgens dann endlich unser Zug einfuhr.
In der Transsib wurden wir dann komischerweise auf drei verschiedene Abteil aufgeteilt, worueber wir uns aber erstmal keine Gedanken machten, solange wir ein Bett hatten. Wir fahren nun immer zweite Klasse, das heisst in abschliessbaren 4er-Abteil. Ich war mit einer Schwedin im Abteil der Hostessen..
Im Zug macht man uebrigens spannende Bekanntschaften, zwischendurch trifft man sogar Schweizer, oder gar Oltner :D
bevor jetzt aber mein Internet abgestellt wird beende ich diesen Blog und schreib euch ein anderes mal wieder.
Heute Abend verlassen wir die verschneite Studentenstadt Tomsk in Richtung Krasnoiarsk und hoffen, dass uns die Muecken im Osten nicht mehr so sehr blagen werden.
bis gliii, Kristina (das isch russisch)
eigentlich koennen wir's noch gar nicht glauben, aber seit nun gut zwei Tagen sind wir eigentlich in Asien. In Tomsk angekommen stellen wir aber fest, dass man das in Russland gar nicht so merkt und dass es schon Sinn macht, dass sich die Russen weder zu Asien noch zu Europa zugehoerig fuehlen, es ist einfach eigen.
Wir haben nun die laengst Zugfahrt hinter uns, ganze 48 Stunden am Stueck! Doch bis wir endlich im Zug waren, mussten wir also einiges auf uns nehmen. In Vladimir hatten wir schon alles organisiert, um am naechsten Tag in das kleine Staedtchen Suzdal zu reisen, als wir am Abend feststellen mussten, dass wir ja schon heute Abend fahren. Ich hatte irgendwie die Billete falsch gelesen weil wir eben mitten in der Nacht abfahren (das ist bei der Transsib eben so, die faehrt durch). Also mussten wir schnell packen und dann hiess es warten, bis um halb 3 morgens dann endlich unser Zug einfuhr.
In der Transsib wurden wir dann komischerweise auf drei verschiedene Abteil aufgeteilt, worueber wir uns aber erstmal keine Gedanken machten, solange wir ein Bett hatten. Wir fahren nun immer zweite Klasse, das heisst in abschliessbaren 4er-Abteil. Ich war mit einer Schwedin im Abteil der Hostessen..
Im Zug macht man uebrigens spannende Bekanntschaften, zwischendurch trifft man sogar Schweizer, oder gar Oltner :D
bevor jetzt aber mein Internet abgestellt wird beende ich diesen Blog und schreib euch ein anderes mal wieder.
Heute Abend verlassen wir die verschneite Studentenstadt Tomsk in Richtung Krasnoiarsk und hoffen, dass uns die Muecken im Osten nicht mehr so sehr blagen werden.
bis gliii, Kristina (das isch russisch)
Sonntag, 28. Juni 2009
Moskau, Metro und die Russinnen
Einige Anekdoten aus dieser Stadt...
wir sind nun seit gut zwei Tagen in dieser Stadt und wir haben schon einiges gesehen und gelernt.
Ohne den guten Sergey, der uns am Bahnhof abholen kam, haetten wir mit der Metro wohl nie unser Hostel gefunden. Ohne die Kenntnis des keryllischen Alphabets ist es naemlich praktisch unmoeglich, die vielen gleich aussehenden Worte auf den Tafeln in den Pompoesen Metrohallen zu unterscheiden...
Moskau ist eine recht bunte und freundliche Stadt. Die Haeuser sind pompoes und haben die verruecktesten Farben, so auch milchig gruen oder rosa. Auffaellig sind natuerlich auch die vielen goldenen oder bunten Zwiebeltuerme, die es in der ganzen Stadt und vor allem am roten Platz und im Kremlin gibt.
Gestern war uebrigens ein sehr besonderer Tag in Russland. Wir haben auf unserem kleinen Stadttrip mindestens 5 Hochzeitsgesellschaften gesehen, mit Vorliebe natuerlich auf dem roten Platz. Es konnte also durchaus vorkommen, dass dich ein Russe zuerst auf russisch und nach einigen verstaendinslosen Blicken und "niet Ruski" auf Englisch ansprach mit der Bitte, ihn doch fuer heute als Mann zu nehmen. Joline und ich erwiederten dann, dass wir schon vergeben seien, dass wir aber trotzdem fuer ein Foto zusammenstehen wuerden. Diese ersten Erfahrungen mit Russland waren denn auch recht amuesant.
Nicht zu empfehlen ist es, in Russland Kaffe zu trinken. Er ist zwar gut und trinkbar, doch uebersteigt sein Preis meist jenen fuer ein Essen, obwohl jenes schon ungaublich teuer ist...
Nachdem wir Samuel am Flughafen abgeholt hatten und unser Gepaeck im Hostel verstaut war, stuerzten wir uns ins russische Nachtleben. Schon nur der Weg ins moskauer Partyviertel war ein Abenteuer. Angetrunkene Russen sind echt das lustigste, was man sich nur vorstellen kann. Mit Haenden und Fuessen haben sie versucht mit uns zu sprechen und wir haben brav nachgeplappert, was sie auf russisch uns gesagt haben 'smile'
Bier wird in Russland uebrigens nicht nur getrunken sondern auch in groesseren Mengen den auf den Theken tanzenden Russinnen angeworfen. Tanzen am Boden ist out, dazu dienen die kleinen Tische in der Bar.
Schliesslich noch ein Hoch auf die russischen Frauen und ihre Schuhe. Je hoeher der Absatz umso besser, egal ob SIE damit laufen kann. Dazu gehoert uebrigens auch, dass das Top moeglichst eng und der Ausschnitt moeglichst tief ist!
Zum Schluss noch ein Tip fuer alle touristischen MetrofahrerInnen in Russland:
Ihr koennt nicht davon ausgehen dass auf der Spur vis a vis die Metro in die entgegengesetzte Richtung faehrt. Und lest die Namen zwei mal, es kann sein, dass diese sich nur durch einen Buchstaben unterscheiden lassen.
so. naechste Infos von uns gibts vermutlich erst in Tomsk oder Krasnoiarsk, da wir noch nicht wissen, wo wir in Vladimir uebernachten werden.
bis dahin hebets guet und ich freu mich auf eure Kommentare :D
wir sind nun seit gut zwei Tagen in dieser Stadt und wir haben schon einiges gesehen und gelernt.
Ohne den guten Sergey, der uns am Bahnhof abholen kam, haetten wir mit der Metro wohl nie unser Hostel gefunden. Ohne die Kenntnis des keryllischen Alphabets ist es naemlich praktisch unmoeglich, die vielen gleich aussehenden Worte auf den Tafeln in den Pompoesen Metrohallen zu unterscheiden...
Moskau ist eine recht bunte und freundliche Stadt. Die Haeuser sind pompoes und haben die verruecktesten Farben, so auch milchig gruen oder rosa. Auffaellig sind natuerlich auch die vielen goldenen oder bunten Zwiebeltuerme, die es in der ganzen Stadt und vor allem am roten Platz und im Kremlin gibt.
Gestern war uebrigens ein sehr besonderer Tag in Russland. Wir haben auf unserem kleinen Stadttrip mindestens 5 Hochzeitsgesellschaften gesehen, mit Vorliebe natuerlich auf dem roten Platz. Es konnte also durchaus vorkommen, dass dich ein Russe zuerst auf russisch und nach einigen verstaendinslosen Blicken und "niet Ruski" auf Englisch ansprach mit der Bitte, ihn doch fuer heute als Mann zu nehmen. Joline und ich erwiederten dann, dass wir schon vergeben seien, dass wir aber trotzdem fuer ein Foto zusammenstehen wuerden. Diese ersten Erfahrungen mit Russland waren denn auch recht amuesant.
Nicht zu empfehlen ist es, in Russland Kaffe zu trinken. Er ist zwar gut und trinkbar, doch uebersteigt sein Preis meist jenen fuer ein Essen, obwohl jenes schon ungaublich teuer ist...
Nachdem wir Samuel am Flughafen abgeholt hatten und unser Gepaeck im Hostel verstaut war, stuerzten wir uns ins russische Nachtleben. Schon nur der Weg ins moskauer Partyviertel war ein Abenteuer. Angetrunkene Russen sind echt das lustigste, was man sich nur vorstellen kann. Mit Haenden und Fuessen haben sie versucht mit uns zu sprechen und wir haben brav nachgeplappert, was sie auf russisch uns gesagt haben 'smile'
Bier wird in Russland uebrigens nicht nur getrunken sondern auch in groesseren Mengen den auf den Theken tanzenden Russinnen angeworfen. Tanzen am Boden ist out, dazu dienen die kleinen Tische in der Bar.
Schliesslich noch ein Hoch auf die russischen Frauen und ihre Schuhe. Je hoeher der Absatz umso besser, egal ob SIE damit laufen kann. Dazu gehoert uebrigens auch, dass das Top moeglichst eng und der Ausschnitt moeglichst tief ist!
Zum Schluss noch ein Tip fuer alle touristischen MetrofahrerInnen in Russland:
Ihr koennt nicht davon ausgehen dass auf der Spur vis a vis die Metro in die entgegengesetzte Richtung faehrt. Und lest die Namen zwei mal, es kann sein, dass diese sich nur durch einen Buchstaben unterscheiden lassen.
so. naechste Infos von uns gibts vermutlich erst in Tomsk oder Krasnoiarsk, da wir noch nicht wissen, wo wir in Vladimir uebernachten werden.
bis dahin hebets guet und ich freu mich auf eure Kommentare :D
Basel - Moskow schon ein Erlebnis
mit dem Nachtzug durch halb Europa
vor gut zwei Tagen sind Joline und ich in Moskau angekommen. Zuvor haben wir zwei gemuetliche Tage im Zug verbracht in einem heimeligen Zugabteil mit eigenem Teppich.
Wir hatten mit Abstand die tollsten Schaffner im ganzen Zug. Bereits nach wenigen Stunden wehte die Wodkafahne bis zu uns. Dennoch blieben die beiden waschechten Russen souveraen und freundlich, trotz einiger sprachlicher Schwierigkeiten. Ihr Englisch war spaehrlich, unser Russisch ebenfalls.
Ganz stilvoll sind denn auch die Teeglaeser in denen wir den bestellten Chai erhalten haben.
Nach einer ersten recht unruhigen Nacht mit viel Rangierarbeiten hatte unser Zug am Morgen eine ganz andere Zusammensetzung und hatte gluecklicherweise waehrend der Fahrt durch Polen noch einen "zmorgewagen" dabei.
Angekommen auf russischem Boden musste dann unser Fahrgestell ausgetauscht werden. Also wurde kurzerhand der gesamte Zug in eine Werkstatt gefahren, die Wagen auseinandergezogen und angehoben. waehrend gut 1,5 h in denen wir den Zug trotz Stillstand nicht verlassen konnten, wurden uns wortwoertlich die Raeder unter den Fuessen davongezogen und durch neue ersetzt.
Nach diesem Spektakel hatten wir dann recht Heisshunger und liefen darum schnurstraks in den neu angehaengten russischen Speisewagen. Bereits hier begannen unsere sprachlichen Verraenkungen. Mit Haenden und Miemik versuchten wir dem Kaellner klar zu machen, dass wir gerne hier essen wuerden und versuchten zu verstehen, was er uns anbieten wollte...
Das essen schliesslich war gut, doch ein Blick in die kyrillisch geschriebene Karte haette uns vor dem Preisschock bewahrt.
Das schwere Essen haben wir zusammen mit zwei weiteren Schweizern (die uebrigens auch ueber Marat gebucht haben und ebenfalls auf ihre Tickets warteten) mit einem Vodka begossen.
Umso besser war denn die zweite Nacht im Zug und am Morgen waren wir ruck zuck in Moskau.
vor gut zwei Tagen sind Joline und ich in Moskau angekommen. Zuvor haben wir zwei gemuetliche Tage im Zug verbracht in einem heimeligen Zugabteil mit eigenem Teppich.
Wir hatten mit Abstand die tollsten Schaffner im ganzen Zug. Bereits nach wenigen Stunden wehte die Wodkafahne bis zu uns. Dennoch blieben die beiden waschechten Russen souveraen und freundlich, trotz einiger sprachlicher Schwierigkeiten. Ihr Englisch war spaehrlich, unser Russisch ebenfalls.
Ganz stilvoll sind denn auch die Teeglaeser in denen wir den bestellten Chai erhalten haben.
Nach einer ersten recht unruhigen Nacht mit viel Rangierarbeiten hatte unser Zug am Morgen eine ganz andere Zusammensetzung und hatte gluecklicherweise waehrend der Fahrt durch Polen noch einen "zmorgewagen" dabei.
Angekommen auf russischem Boden musste dann unser Fahrgestell ausgetauscht werden. Also wurde kurzerhand der gesamte Zug in eine Werkstatt gefahren, die Wagen auseinandergezogen und angehoben. waehrend gut 1,5 h in denen wir den Zug trotz Stillstand nicht verlassen konnten, wurden uns wortwoertlich die Raeder unter den Fuessen davongezogen und durch neue ersetzt.
Nach diesem Spektakel hatten wir dann recht Heisshunger und liefen darum schnurstraks in den neu angehaengten russischen Speisewagen. Bereits hier begannen unsere sprachlichen Verraenkungen. Mit Haenden und Miemik versuchten wir dem Kaellner klar zu machen, dass wir gerne hier essen wuerden und versuchten zu verstehen, was er uns anbieten wollte...
Das essen schliesslich war gut, doch ein Blick in die kyrillisch geschriebene Karte haette uns vor dem Preisschock bewahrt.
Das schwere Essen haben wir zusammen mit zwei weiteren Schweizern (die uebrigens auch ueber Marat gebucht haben und ebenfalls auf ihre Tickets warteten) mit einem Vodka begossen.
Umso besser war denn die zweite Nacht im Zug und am Morgen waren wir ruck zuck in Moskau.
Montag, 22. Juni 2009
Und langsam werde ich nervös...
hallo ihr alle da draussen!
Ich begrüsse euch ganz herzlich auf meinem Blog rund um die Reise nach China. Die Reise hat noch nicht begonnen und dennoch gibt es schon vieles zu erzählen! So ne Reise und das anschliessende Auslandsemester geben nämlich noch recht viel zu tun und da kann so einiges schief gehen. Von Pleiten und Pannen werde ich euch aber später wohl noch genügend erzählen können. Darum verzichte ich hier darauf. Ich möchte euch lieber einen Vorgeschmack geben, was mich und meine beiden Gspänli, Joline und Samuel, im Zug, in russischen Städten, auf dem Baikalsee, in der mongolischen Steppe oder der Wüste G(l)obi, in Hohot oder in der Megacity und Hauptstadt Chinas erwarten könnte.
Wir drei Reisegspändli haben uns seit einem halben Jahr versucht auf diese Reise vorzubereiten. Dass alles klappen wird, wissen wir eigentlich erst seit letztem Freitag, seit dann haben wir nämlich unsere Pässe mit den Visa endlich wieder zurück. Die Tickets für die Fahrt von Basel nach Moskau und schliesslich mit der Transsib von Moskau nach Beijing haben wir nach wie vor nicht. Hoffen wir, dass sie morgen kommen. Etwa so vage wie diese Antwort tönt, so vage sind auch unsere Vorstellungen davon, was wir in Russland oder der Mongolei so alles erleben werden. Wir werden einfach mal vor Ort unsere Pläne schmieden und kurzfristig entscheiden, viel anderes bleibt uns denn bei der Mentalität der Leute in diesen Ländern auch gar nicht übrig.
Was ich euch sagen kann, das sind einige Fixdaten unserer Reise. Diese beginnt nämlich schon am 25. Juni in Basel und endet offiziell am 28. August in Beijing, wenn Joline zurück in die Schweiz fliegt. Für mich beginnt dann ein neues Abenteur, nämlich mein Sprachsemester an der Xi'an Jiaotong Universität in Xi'an.
Unsere Haupt-Reiseziele entlang der Transsib sind voraussichtlich:
Moskau - Vladimir und Suzdal - Tomsk - Krasnoiarsk - Irkutsk und Insel Olchon - Ulan Ude - Ulan Batar und mehrwöchiges Trecking in der Mongolei - Hohot oder Datong - Beijing
Ich werde versuchen, mich von all diesen Standorten einmal bei euch zu melden, aber bitte nicht beunruhigt sein, falls mal doch nichts geschrieben wird *smile* muss ja auch zuerst einen Computer mit Internet finden...
In Zwischenzeit verbleibe ich mit viel Vorfreude im Bauch und grüsse euch herzlich!
Christina
Ich begrüsse euch ganz herzlich auf meinem Blog rund um die Reise nach China. Die Reise hat noch nicht begonnen und dennoch gibt es schon vieles zu erzählen! So ne Reise und das anschliessende Auslandsemester geben nämlich noch recht viel zu tun und da kann so einiges schief gehen. Von Pleiten und Pannen werde ich euch aber später wohl noch genügend erzählen können. Darum verzichte ich hier darauf. Ich möchte euch lieber einen Vorgeschmack geben, was mich und meine beiden Gspänli, Joline und Samuel, im Zug, in russischen Städten, auf dem Baikalsee, in der mongolischen Steppe oder der Wüste G(l)obi, in Hohot oder in der Megacity und Hauptstadt Chinas erwarten könnte.
Wir drei Reisegspändli haben uns seit einem halben Jahr versucht auf diese Reise vorzubereiten. Dass alles klappen wird, wissen wir eigentlich erst seit letztem Freitag, seit dann haben wir nämlich unsere Pässe mit den Visa endlich wieder zurück. Die Tickets für die Fahrt von Basel nach Moskau und schliesslich mit der Transsib von Moskau nach Beijing haben wir nach wie vor nicht. Hoffen wir, dass sie morgen kommen. Etwa so vage wie diese Antwort tönt, so vage sind auch unsere Vorstellungen davon, was wir in Russland oder der Mongolei so alles erleben werden. Wir werden einfach mal vor Ort unsere Pläne schmieden und kurzfristig entscheiden, viel anderes bleibt uns denn bei der Mentalität der Leute in diesen Ländern auch gar nicht übrig.
Was ich euch sagen kann, das sind einige Fixdaten unserer Reise. Diese beginnt nämlich schon am 25. Juni in Basel und endet offiziell am 28. August in Beijing, wenn Joline zurück in die Schweiz fliegt. Für mich beginnt dann ein neues Abenteur, nämlich mein Sprachsemester an der Xi'an Jiaotong Universität in Xi'an.
Unsere Haupt-Reiseziele entlang der Transsib sind voraussichtlich:
Moskau - Vladimir und Suzdal - Tomsk - Krasnoiarsk - Irkutsk und Insel Olchon - Ulan Ude - Ulan Batar und mehrwöchiges Trecking in der Mongolei - Hohot oder Datong - Beijing
Ich werde versuchen, mich von all diesen Standorten einmal bei euch zu melden, aber bitte nicht beunruhigt sein, falls mal doch nichts geschrieben wird *smile* muss ja auch zuerst einen Computer mit Internet finden...
In Zwischenzeit verbleibe ich mit viel Vorfreude im Bauch und grüsse euch herzlich!
Christina
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