Dienstag, 20. Oktober 2009
Ganz viele Joe's und das einzige alternative Konzert dieses Jahres in Xi'an
Wow! Ich kann's immer noch nicht glauben. Die Chinesen können ja richtig geil Lärm machen!
Samstag, 17. Oktober 2009
Chinesisch für Markenfans
qiche (Cars):
fute (Ford)
Mazida (Mazda)
Woerwo (Volvo)
Kaidilake (Cadillac)
Benchi (Benz)
Kelaisile (Chrysler)
Falali (Ferrari)
Baoshijie (Porsche)
shoubiao (Watches):
oumiqie (Omega)
langqinbiao (Longines)
leidabiao (Rado)
Tiansuobiao (Tissot)
Laolishi (Rolex)
Shouji (Mobile phones):
Nuojiya (Nokia)
Sanxing (Samsung)
Suoni (Sony)
Motuoluola (Motorola)
Lianxiang (Lenovo)
Pingguo (Apple)
Feilipu (Phillips)
Daier (Dell)
und Oscar heisst hier "Loseka"...
fute (Ford)
Mazida (Mazda)
Woerwo (Volvo)
Kaidilake (Cadillac)
Benchi (Benz)
Kelaisile (Chrysler)
Falali (Ferrari)
Baoshijie (Porsche)
shoubiao (Watches):
oumiqie (Omega)
langqinbiao (Longines)
leidabiao (Rado)
Tiansuobiao (Tissot)
Laolishi (Rolex)
Shouji (Mobile phones):
Nuojiya (Nokia)
Sanxing (Samsung)
Suoni (Sony)
Motuoluola (Motorola)
Lianxiang (Lenovo)
Pingguo (Apple)
Feilipu (Phillips)
Daier (Dell)
und Oscar heisst hier "Loseka"...
Freitag, 16. Oktober 2009
Das Strahlen der Berge II – Eine Reise von Lanzhou nach Chengdu
Tibetische Gastfreundschaft in Langmuse
Aber zurück zur Reise. Im Bus nach Langmuse hatten wir eine etwas spezielle Sitznachbarin. Die gute Frau fiel mir vor allem auf, weil sie immer am Telefon war! Sie war denn aber sehr flott zu uns und bot uns Kekse und Sonnenblumenkerne an. Über den im Gang sitzenden Chinesen hinweg kamen wir ins Gespräch und sie wollte wissen, was wie wir denn drauf kamen, nach Langmuse zu reisen und was wir sonst so machten. Sie stellte sich dann als Lehrerin vor und lud uns kurzerhand zu ihren Freunden ein, die sie in Langmuse besuchen wollte. Sie meinte, sie kenne sich aus mit Studierenden und wisse, dass diese nicht all zu viel Geld hätten. Gerne nahmen wir ihr Angebot natürlich an. Zum Glück sprach Pierre denn auch genug gut Chinesisch, um ihre vielen Worte zu verstehen.
Im Bergdorf angekommen gingen wir zuerst in eine Art Apoteke. Der Freund unserer chinesischen Bekannten war ein Spezialist für tibetische Medizin und schien mir ein bisschen überrumpelt vom Aktivismus seiner gerade erst angekommenen Freundin! Nach einem Glas Tee und einem Apfel machten wir uns schliesslich zu viert auf den Weg zu einer weiteren Kollegin, bei welcher wir zum Nachtessen eingeladen wurden. Die Chinesin kaufte zuvor noch kräftig Gemüse und Früchte ein. Unser Ziel war eines der kleinen Häuschen am Hangfuss. Als uns eine kleine tibetische Mönchin mit erhobenen Händen freudig empfieng, staunten Pierre und ich nicht schlecht. Dass unsere Busbegegnung eine Mönchin als Freundin hat, hatten wir nicht recht verstanden. Umso begeisterter waren natürlich wir von der ganze Situation! Wir kriegten tatsächlich die Chance, bei einer Mönchin zu Besuch zu sein!
Wir wurden ins Wohnzimmer eingeladen. Das muss man sich recht anders als bei uns vorstellen. Der Raum war eigentlich recht klein un spärlich eingerichtet. Da war nur ein grosser Schrank, ein Geschirrschrank und ein Ofen und eine Holzkonstruktion. Die Leute Sitzen auf dieser Erhöhung am Rand und in der Mitte steht ein Tischchen, das kaum 30cm hoch ist. Wir verbrachten den ganzen Abend dort und plauderten mit den beiden Frauen.
Die Mönchin lebt hier mit ihrer Schülerin. Diese war ganz fleissig am arbeiten und lernen. Sie traute sich nicht so recht, mit uns zu sprechen, obwohl sie es unglaublich spannend fand, Ausländer im Haus zu haben. Sie verkroch sich oft. Zuerst kriegten wir etwas, das unsere Gastgeber tibetische Schokolade nannten. Sie mixten dies gleich vor unseren Augen: Milch/ Käsekrümel, Zucker, ein Pulver, das wir nicht entziffern konnten und warmes Wasser. Sehr lecker und nahrhaft! Weiter gab’s Käsekrümel und Milchtee zu probieren. Zum Znacht gabs Reis mit gebratenem Gemüse, typisch tibetisch, wie uns erklärt wurde. Die Mönchin war richtig begeistert, dass wir uns so schnell an die tibetische Esskultur gewöhnen und dass wir all die Sachen probieren und mögen. Mich erinnerten viele dieser Dinge an die Spezialitäten in der Mongolei. So auch das getrocknete Fleisch, das kaum gewürzt gegessen wird.
Am Abend wurden schliesslich unsere Betten hergerichtet. Diese waren dort, wo wir alle zuvor gesessen hatten. Auf jeder Seite des Tischchens wurden Decken ausgelegt und dicke Duvets dazu. Oh, ich schlief so herrlich dort und fror kein bisschen!
Am nächsten Morgen war früh Tagwach. Während unsere Gastgeberin das Morgenessen zubereitete, schickte sie uns nach draussen, Fotos machen und die Landschaft erkunden. Pierre und ich nutzen diese freie Zeit, um die nahe gelegenen „Roten Zähne – Hong Zhe Shan“ zu erklimmen. Wow, das war recht anstrengend, obwohl höchstens eine Stunde Marsch, aber es lohnte sich jeder Schritt bei der unglaublich schönen Aussicht, die uns bei Sonnenschein auf dem Gipfel erwartete! Zurück im Haus gab’s Milchreis zum Frühstück. Später ging dann unsere Entdeckungstour endlich los! Unsere buddhistische Freundin wollte uns natürlich das Kloster zeigen, ne tolle Sache, denn sie wusste wirklich was dazu zu erzählen. Wir schauten vor allem einen Tempel etwas genauer an und die beiden Frauen waren recht begeistert von Pierre’s Fotokamera und machten schon am Morgen früh ganz viele Fotos, am besten mit uns als Suchet :D
Gegen Mittag gingen wir dann zu Besuch beim Bruder der Mönchin, wir hatten etwas Bedenken, weil dies bedeuten würde, dass wir wieder essen und wir waren doch noch so voll vom Frühstück! Und tatsächlich, wir erhielten frisches Joghurt, das wir mit Zucker und Birne assen. Während unsere Freundin beim Arzt war, schauten sich Pierre und ich die restlichen Tempel des Monastery’s an und waren dann recht lange am warten auf unsere Freunde. Diese wollten nämlich unbedingt mit uns an einen anderen schönen Ort hier. Nun gut, für einen Tag lassen wir uns das Programm von jemandem anderen machen (die Chinesen können eben nicht planen, sie entscheiden immer ganz kurzfristig und machen, was ihnen gerade passt. Was unsere Programmideen für Langmuse waren, war nicht relevant). Nach einem abenteuerlichen Ritt zu dritt auf einem Motorrad bis zum Eingang in eine „heilige“ Schlucht nahmen wir eine Wanderung durch wohl eines der schönsten Täler dieser Region in Angriff. Unsere Freundin blieb mit ihren Stöckelschuhen aber bald hinter uns und wir erreichten nur mit der Mönchin eine weite, mit grünem Rasen geschmückte Öffnung zwischen verschiedenen Bergkämmen. Wow war das toll, das Zusammenspiel von Sonne und Schatten, die glitzernden Gipfel, das Zirpen der Grillen und das Echo unserer Rufe! Ja, ich kann wirklich verstehen, warum viele Leute finden, dies hier sei ein Kraftort! Nach einigem Verweilen, machten wir uns auf den Heimweg. Aus der Schlucht raus, hatten wir noch Zeit, ein bisschen durch das Bergdörfchen zu schlendern. Die Leute hier leben eigentlich verhältnismässig einfach, sie sind nicht reich. Doch es fällt sofort auf, wenn man durch die Strassen läuft, dass die Menschen hier glücklich leben, sie sind zufrieden, sie haben das wichtigste zum glücklich sein!
Als wir uns wieder mit unseren Freunden trafen, da schlug uns die Chinesin vor, an ein Konzert traditioneller tibetischer Musik zu gehen. Wir als Musikinteressierte willigten natürlich sofort ein. Ja, das wurde echt eine amüsante „Vorführung“: Die Musikanten sangen ihre Lieder nicht live, sondern performten – und dies zum Teil miserabel langweilig – nur zu Playbackmusik. Amüsant war’s allemal, vor allem zusammen mit dem komischen chinesischen Kaffee, den wir dazu tranken (mit komisch gumigen Stückchen drin).
Endlich zu Hause gab’s noch ne Schüssel Reis, bevor wir alle todmüde schlafen gingen. Am nächsten Morgen mussten wir bereits um 6 Uhr das Haus verlassen. Während wir schliefen, hatten uns die Mönchin und ihre Schülerin nochmals tibetische Schokolade zubereitet, die sie uns mit auf den Weg gaben. Sie brachten uns sogar bis ins Dorf und hatten ein schlechtes Gewissen, dass sie nicht mit uns auf den Bus warteten. Pierre und ich schliefen dann erst mal ne Runde im Bus, der leider dennoch erst nach 7 Uhr kam...
Aber zurück zur Reise. Im Bus nach Langmuse hatten wir eine etwas spezielle Sitznachbarin. Die gute Frau fiel mir vor allem auf, weil sie immer am Telefon war! Sie war denn aber sehr flott zu uns und bot uns Kekse und Sonnenblumenkerne an. Über den im Gang sitzenden Chinesen hinweg kamen wir ins Gespräch und sie wollte wissen, was wie wir denn drauf kamen, nach Langmuse zu reisen und was wir sonst so machten. Sie stellte sich dann als Lehrerin vor und lud uns kurzerhand zu ihren Freunden ein, die sie in Langmuse besuchen wollte. Sie meinte, sie kenne sich aus mit Studierenden und wisse, dass diese nicht all zu viel Geld hätten. Gerne nahmen wir ihr Angebot natürlich an. Zum Glück sprach Pierre denn auch genug gut Chinesisch, um ihre vielen Worte zu verstehen.
Im Bergdorf angekommen gingen wir zuerst in eine Art Apoteke. Der Freund unserer chinesischen Bekannten war ein Spezialist für tibetische Medizin und schien mir ein bisschen überrumpelt vom Aktivismus seiner gerade erst angekommenen Freundin! Nach einem Glas Tee und einem Apfel machten wir uns schliesslich zu viert auf den Weg zu einer weiteren Kollegin, bei welcher wir zum Nachtessen eingeladen wurden. Die Chinesin kaufte zuvor noch kräftig Gemüse und Früchte ein. Unser Ziel war eines der kleinen Häuschen am Hangfuss. Als uns eine kleine tibetische Mönchin mit erhobenen Händen freudig empfieng, staunten Pierre und ich nicht schlecht. Dass unsere Busbegegnung eine Mönchin als Freundin hat, hatten wir nicht recht verstanden. Umso begeisterter waren natürlich wir von der ganze Situation! Wir kriegten tatsächlich die Chance, bei einer Mönchin zu Besuch zu sein!
Wir wurden ins Wohnzimmer eingeladen. Das muss man sich recht anders als bei uns vorstellen. Der Raum war eigentlich recht klein un spärlich eingerichtet. Da war nur ein grosser Schrank, ein Geschirrschrank und ein Ofen und eine Holzkonstruktion. Die Leute Sitzen auf dieser Erhöhung am Rand und in der Mitte steht ein Tischchen, das kaum 30cm hoch ist. Wir verbrachten den ganzen Abend dort und plauderten mit den beiden Frauen.
Die Mönchin lebt hier mit ihrer Schülerin. Diese war ganz fleissig am arbeiten und lernen. Sie traute sich nicht so recht, mit uns zu sprechen, obwohl sie es unglaublich spannend fand, Ausländer im Haus zu haben. Sie verkroch sich oft. Zuerst kriegten wir etwas, das unsere Gastgeber tibetische Schokolade nannten. Sie mixten dies gleich vor unseren Augen: Milch/ Käsekrümel, Zucker, ein Pulver, das wir nicht entziffern konnten und warmes Wasser. Sehr lecker und nahrhaft! Weiter gab’s Käsekrümel und Milchtee zu probieren. Zum Znacht gabs Reis mit gebratenem Gemüse, typisch tibetisch, wie uns erklärt wurde. Die Mönchin war richtig begeistert, dass wir uns so schnell an die tibetische Esskultur gewöhnen und dass wir all die Sachen probieren und mögen. Mich erinnerten viele dieser Dinge an die Spezialitäten in der Mongolei. So auch das getrocknete Fleisch, das kaum gewürzt gegessen wird.
Am Abend wurden schliesslich unsere Betten hergerichtet. Diese waren dort, wo wir alle zuvor gesessen hatten. Auf jeder Seite des Tischchens wurden Decken ausgelegt und dicke Duvets dazu. Oh, ich schlief so herrlich dort und fror kein bisschen!
Am nächsten Morgen war früh Tagwach. Während unsere Gastgeberin das Morgenessen zubereitete, schickte sie uns nach draussen, Fotos machen und die Landschaft erkunden. Pierre und ich nutzen diese freie Zeit, um die nahe gelegenen „Roten Zähne – Hong Zhe Shan“ zu erklimmen. Wow, das war recht anstrengend, obwohl höchstens eine Stunde Marsch, aber es lohnte sich jeder Schritt bei der unglaublich schönen Aussicht, die uns bei Sonnenschein auf dem Gipfel erwartete! Zurück im Haus gab’s Milchreis zum Frühstück. Später ging dann unsere Entdeckungstour endlich los! Unsere buddhistische Freundin wollte uns natürlich das Kloster zeigen, ne tolle Sache, denn sie wusste wirklich was dazu zu erzählen. Wir schauten vor allem einen Tempel etwas genauer an und die beiden Frauen waren recht begeistert von Pierre’s Fotokamera und machten schon am Morgen früh ganz viele Fotos, am besten mit uns als Suchet :D
Gegen Mittag gingen wir dann zu Besuch beim Bruder der Mönchin, wir hatten etwas Bedenken, weil dies bedeuten würde, dass wir wieder essen und wir waren doch noch so voll vom Frühstück! Und tatsächlich, wir erhielten frisches Joghurt, das wir mit Zucker und Birne assen. Während unsere Freundin beim Arzt war, schauten sich Pierre und ich die restlichen Tempel des Monastery’s an und waren dann recht lange am warten auf unsere Freunde. Diese wollten nämlich unbedingt mit uns an einen anderen schönen Ort hier. Nun gut, für einen Tag lassen wir uns das Programm von jemandem anderen machen (die Chinesen können eben nicht planen, sie entscheiden immer ganz kurzfristig und machen, was ihnen gerade passt. Was unsere Programmideen für Langmuse waren, war nicht relevant). Nach einem abenteuerlichen Ritt zu dritt auf einem Motorrad bis zum Eingang in eine „heilige“ Schlucht nahmen wir eine Wanderung durch wohl eines der schönsten Täler dieser Region in Angriff. Unsere Freundin blieb mit ihren Stöckelschuhen aber bald hinter uns und wir erreichten nur mit der Mönchin eine weite, mit grünem Rasen geschmückte Öffnung zwischen verschiedenen Bergkämmen. Wow war das toll, das Zusammenspiel von Sonne und Schatten, die glitzernden Gipfel, das Zirpen der Grillen und das Echo unserer Rufe! Ja, ich kann wirklich verstehen, warum viele Leute finden, dies hier sei ein Kraftort! Nach einigem Verweilen, machten wir uns auf den Heimweg. Aus der Schlucht raus, hatten wir noch Zeit, ein bisschen durch das Bergdörfchen zu schlendern. Die Leute hier leben eigentlich verhältnismässig einfach, sie sind nicht reich. Doch es fällt sofort auf, wenn man durch die Strassen läuft, dass die Menschen hier glücklich leben, sie sind zufrieden, sie haben das wichtigste zum glücklich sein!
Als wir uns wieder mit unseren Freunden trafen, da schlug uns die Chinesin vor, an ein Konzert traditioneller tibetischer Musik zu gehen. Wir als Musikinteressierte willigten natürlich sofort ein. Ja, das wurde echt eine amüsante „Vorführung“: Die Musikanten sangen ihre Lieder nicht live, sondern performten – und dies zum Teil miserabel langweilig – nur zu Playbackmusik. Amüsant war’s allemal, vor allem zusammen mit dem komischen chinesischen Kaffee, den wir dazu tranken (mit komisch gumigen Stückchen drin).
Endlich zu Hause gab’s noch ne Schüssel Reis, bevor wir alle todmüde schlafen gingen. Am nächsten Morgen mussten wir bereits um 6 Uhr das Haus verlassen. Während wir schliefen, hatten uns die Mönchin und ihre Schülerin nochmals tibetische Schokolade zubereitet, die sie uns mit auf den Weg gaben. Sie brachten uns sogar bis ins Dorf und hatten ein schlechtes Gewissen, dass sie nicht mit uns auf den Bus warteten. Pierre und ich schliefen dann erst mal ne Runde im Bus, der leider dennoch erst nach 7 Uhr kam...
Samstag, 10. Oktober 2009
Das Strahlen der Berge I – Eine Reise von Lanzhou nach Chengdu
Chinas Ferienkonzept
Mehr als eine Woche ist es her, seit mein französischer Kollege Pierre und ich Xian für eine Reise durch die Berge Gansu’s und Sichuan’s verlassen haben. Zur Feier des 60-jährigen Bestehens der Chinesischen Volksrepublik gab’s für das ganze Volk 8 Tage Ferien (für uns hiess dies, dass wir an zwei Wochenenden die Stunden von zwei freien Tagen nach- oder vorholen mussten). Natürlich gehört es sich auch, dass man sich an der Rezeption unseres Internationale Studierende Hauses abmeldet und Reiseziel, Telefonnummer sowie Zimmernummer hinterlässt. Und als wir heute Morgen früh dann wieder an die Uni kamen, da wurde uns natürlich zuerst mal die Temperatur kontrolliert, bevor wir den Campus betreten durften (zum Glück hab ich mir nicht mehr als einen Schnupfen geholt in der Kühle der Bergen).
toller Host in Lanzhou
Mit dem Nachtzug fuhren wir am 1. Oktober, dem grossen Volksfeiertag, nach Lanzhou (am Tag zuvor gab’s natürlich keine freien Plätze mehr, weil alle Chinesen nach Hause gingen für die Ferien). In der unspektakulären Stadt erwartete uns bereits eine sympathische Couchsurferin, eine Amerikanerin in meinem Alter, die an der lokalen Uni als Englischlehrerin arbeitet. Ihr Cafe nach der Ankunft war ein echter Schmaus und die Rettung des Tages! Wir gingen gleich los und versuchten als erstes, Tickets für unsere Weiterreise nach Xiahe zu organisieren. Zum Glück war Ginger dabei, die recht gut Chinesisch sprach, alleine hätten wir den Busbahnhof wohl nie gefunden. Die fast 1,5h Reise nahmen wir schliesslich vergeblich auf uns, denn Tickets gab’s nicht vor morgen 6 Uhr in der Früh.
Nach dem Mittagessen schmökerten wir ein bisschen auf dem Antikenmarkt und ich hätte mir fast ein steinernes Xylophon gekauft, wären nicht die Töne so komisch angeordnet gewesen! Später schauten wir uns einen Tempel an einem der Hänge an und nach einem Eis mit Kolleginnen von Ginger machten wir uns auf den Heimweg. Am Abend schauten wir mit zwei weiteren Kollegen unseres Hosts Rush Hour 2 und das war echt noch viel lustiger in China, jetzt wo ich die einfachen chinesischen Sätze verstehe und über die schlechen Übersetzungen lachen kann. Und auch die Konfueinlagen sind amüsanter als zuvor genauso wie die Bilder aus Chinas Grosstädten :D Hoffe, ich kann noch ein paar weitere Jacky Chan Filme in China schauen!
Bergluft in Xiahe
Am 3. Oktober ging’s dann endlich richtig los! Wir freuten uns schon lange auf die Bergluft. Doch bevor wir den Bus nehmen konnten, mussten wir irgendwie eine Kopie unserer Pässe auftreiben, sonst konnten wir nicht mitfahren. Dank sei dem Taxifahrer, der für uns eine Kollegin aus dem Bett geholt hat (es war 7 Uhr) und uns zu deren Geschäft gefahren hat! Um die Mittagszeit erreichten wir schliesslich das kleine Bergdorf auf ca. 2500müM. Lohnenswert war hier vor allem ein Besuch des riesigen buddhistischen Klosters, wohl eines der grössten Zentren ausserhalb Tibets und ein Pilgerort für viele Gläubige.
Noch vor 3 Stunden waren wir im städtischen Lanzhou, das sich ausser am Aussehen, dem Alter und der Qualität der Bauten nicht wesentlich von anderen chin. Städten unterscheidet. Doch was wir jetzt vor uns hatten, war etwas ganz Neues! Es gab einfach eine schön hergerichtete Strasse, jene, an der auch alle Shops waren. Die Häuser hier waren bunt verziert und zeigten viele buddhistische Symbole. Zu kaufen gabs denn auch vor allem Mönchskleider, religiöse Acessoirs, traditionelle tibetische Kleidung und andere Produkte, viel Schmuck für die Touristen und auch einiges an Schnickschnack.
Was mir sofort auffiel in Xiahe, waren die wunderbaren Gewänder der Einheimischen hier! Diese Gewänder erinnerten mich stark an jene Roben der Mongolen. Es waren auch lange Mäntel, die mit einem Tuch um die Hüfte festgemacht wurden. Meistens wurde ein Ärmel frei nicht angezogen, sondern hinten am Rücken ins Tuch eingeklemmt. Ich wollte natürlich auch mal eines dieser Kostüme anprobieren und an mir sah das recht amüsant aus mit den viel zu langen Ärmeln (aber das muss so sein). Ich kann gut verstehen, dass diese Kleider sowohl in der Mongolei, als auch im Tibet getragen werden, sie sind perfekt für den kalten Winter!
In Xiahe schauten wir uns natürlich auch das Kloster an, drehten die vielen Gebetsmühlen, die rund um das Kloster in Gängen aufgebaut waren und erklommen eine riesige stupa-ähnliche Pagode. Aber weil wir der Berge wegen gekommen waren, zog es uns immer mehr auf die nahe gelegenen Hügel, dorthin wo meistens irgendeine buddhistische Gebetsstätte errichtet wurde. Unterwegs trafen wir dann einige einheimische und wir versuchten mit ihnen zu reden. Jedoch sprachen die beiden besser tibetisch als chinesisch, was unsere Kommunikation auf ein Minimum beschränkte und dennoch verstanden wir uns gut :D
Mit der Klosterbesichtigung, ein bisschen Klettern und ein bisschen Shoppen war unser Nachmittag auch schon vorbei und nach dem Nachtessen waren wir beide bettreif.
Landschaftsbilder
Von Xiahe nahmen wir zuerst einen Bus nach Hezuo. Dort angekommen erwartete uns auch schon eine Horde Dreiradchauffeure, die uns alle ihre Dienste anboten, uns an den zweiten Busbahnhof zu fahren, wo wir den Bus nach Langmuse nehmen konnten. Das war ne luftige, amüsante Fahrt durch diese doch recht grosse Stadt mitten in den Bergen!
Bevor wir die zweite Busfahrt für diesen Tag in Angriff nahen, reichte die Zeit gerade noch, um eine lokale Spezialität als Mittagessen zu probieren. Unterwegs sieht man übrigens auch recht viele spannende Dinge! Einerseits lohnt es sich, mal die anderen Mittreisenden im Bus etwas zu beobachten. Gerne dieskutieren sie zusammen in jeder Lautstärke oder schlafen mit offenem Mund oder essen gerne Sonnenblumenkerne, die nachher recht vielle Spuren im Bus hinterlassen. Zwischendurch sind wir auch mit einigen Fahrgästen ins Gespräch gekommen. Wir als einzige Ausländer im Bus waren natürlich des öfteren Gespärchsstoff und Amusement für den ganzen Bus.
Aber für mich fast noch spannender waren natürlich all die Landschaften, durch die wir fuhren: Kurz nach Lanzhou reisten wir recht lange durch grosse Landwirtschaftsgebiete. Ganze Berge wurden dort umgestaltet und bestehen heute aus vielen verschiedengrossen, verschiedenförmigen Terrassen! Ich vermute, dass dort vor allem Mais und Korn angebaut wird. Diese nördlichste Bergkette des Tibets ist eine montane Wüste und eignet sich regentechnisch eher schlecht für Landwirtschaft. Doch sieht es aus, als ob die Leute ausgeklügelte Bewässerungssysteme nutzen und damit die guten Lössböden dennoch zu nutzen wissen. Am Strassenrand wurde zum Beispiel für jeden Baum eine kleine Wanne angelegt, sodass das wenige Regenwasser auch sicher beim Baum zusammenfliesst.
Später wurden die Täler enger und wir fuhren vorbei an kleinen Dörfchen, die in den Hang gebaut wurden. Meistens gabs noch einige wenige Felder, die ebenfalls am Hang angelegt wurden. Hier wird noch alles von Hand angebaut und geerntet! Doch nicht alle Orte waren so idyllisch. Genug oft sahen wir auch einfach Ruinen und halbfertige Häuser, die dennoch bewohnt wurden und andere schäbige Bauwerke. Auch die Strasse, auf der wir fuhren, war nicht immer gleich gut, manchmal handelte es sich lediglich um einen Schotteruntergrund.
Wenn die Strasse sich mal wieder gefährlich am Hang entlangwand, konnte ich aus dem Fenster an der steilen Felswand hochschauen. Mancherorts waren die Chinesen recht radikal und betonierten ganze Hänge zu, um sie rutsch- und steinschlagsicher zu machen. Andernorts wurde der Hangfuss einfach mit einer hohen Mauer versehen oder eine Gesteinsformation über mehrere Kilometer mit Netzen versehen. Aber genauso fuhren wir durch Gebiete, wo Felsformationen gefährlich über der Strasse hingen oder das Geröll von der Böschung schon die Strasse erreichte. Wenn das Geld nicht reicht, dann wird halt einfach nichts gemacht und niemand stört sich gross drab. Unser Bus fuhr auf jeden Fall trotzdem auf dieser Strasse, auch wenn vom vielen Regen an diesem Tag schon einige kleinere Murgänge die Strasse überdeckten.
In Richtung Langmuse wurde die Landschaft immer hochmontaner. Wälder gab es auf dieser Höhe fast keine mehr, Büsche und Gestrüppe auch nur noch im Tal. Auf beiden Seiten erhoben sich mächtige spitzige, teils klüftige, steinige Berge, die von der Sonne angestrahlt wurden und Lust zum Klettern machten! Natürlich konnten wir es in Langmuse dann nicht sein lassen und bekommen wirklich eine der Bergketten. Sie nannte sich Rote Zähne und sah aus der Ferne auch so aus.
Weiter in Richtung Chengdu liessen wir die schmalen Täler hinter uns und fuhren viel mehr durch mehrere weite Hochebenen. Diese Landschaften erinnerten mich sehr fest an die Mongolei, vor allem auch wegen den Yak- und Ziegenherden und den Zelten, die hier neben den steinernen Dörfern ebenfalls als Unterkunft dienten. Die Berge im Hintergrund waren nun viel lieblicher und hatten eher den Anblick von Hügeln, obwohl sie sicherlich auch recht hoch waren!
Mehr als eine Woche ist es her, seit mein französischer Kollege Pierre und ich Xian für eine Reise durch die Berge Gansu’s und Sichuan’s verlassen haben. Zur Feier des 60-jährigen Bestehens der Chinesischen Volksrepublik gab’s für das ganze Volk 8 Tage Ferien (für uns hiess dies, dass wir an zwei Wochenenden die Stunden von zwei freien Tagen nach- oder vorholen mussten). Natürlich gehört es sich auch, dass man sich an der Rezeption unseres Internationale Studierende Hauses abmeldet und Reiseziel, Telefonnummer sowie Zimmernummer hinterlässt. Und als wir heute Morgen früh dann wieder an die Uni kamen, da wurde uns natürlich zuerst mal die Temperatur kontrolliert, bevor wir den Campus betreten durften (zum Glück hab ich mir nicht mehr als einen Schnupfen geholt in der Kühle der Bergen).
toller Host in Lanzhou
Mit dem Nachtzug fuhren wir am 1. Oktober, dem grossen Volksfeiertag, nach Lanzhou (am Tag zuvor gab’s natürlich keine freien Plätze mehr, weil alle Chinesen nach Hause gingen für die Ferien). In der unspektakulären Stadt erwartete uns bereits eine sympathische Couchsurferin, eine Amerikanerin in meinem Alter, die an der lokalen Uni als Englischlehrerin arbeitet. Ihr Cafe nach der Ankunft war ein echter Schmaus und die Rettung des Tages! Wir gingen gleich los und versuchten als erstes, Tickets für unsere Weiterreise nach Xiahe zu organisieren. Zum Glück war Ginger dabei, die recht gut Chinesisch sprach, alleine hätten wir den Busbahnhof wohl nie gefunden. Die fast 1,5h Reise nahmen wir schliesslich vergeblich auf uns, denn Tickets gab’s nicht vor morgen 6 Uhr in der Früh.
Nach dem Mittagessen schmökerten wir ein bisschen auf dem Antikenmarkt und ich hätte mir fast ein steinernes Xylophon gekauft, wären nicht die Töne so komisch angeordnet gewesen! Später schauten wir uns einen Tempel an einem der Hänge an und nach einem Eis mit Kolleginnen von Ginger machten wir uns auf den Heimweg. Am Abend schauten wir mit zwei weiteren Kollegen unseres Hosts Rush Hour 2 und das war echt noch viel lustiger in China, jetzt wo ich die einfachen chinesischen Sätze verstehe und über die schlechen Übersetzungen lachen kann. Und auch die Konfueinlagen sind amüsanter als zuvor genauso wie die Bilder aus Chinas Grosstädten :D Hoffe, ich kann noch ein paar weitere Jacky Chan Filme in China schauen!
Bergluft in Xiahe
Am 3. Oktober ging’s dann endlich richtig los! Wir freuten uns schon lange auf die Bergluft. Doch bevor wir den Bus nehmen konnten, mussten wir irgendwie eine Kopie unserer Pässe auftreiben, sonst konnten wir nicht mitfahren. Dank sei dem Taxifahrer, der für uns eine Kollegin aus dem Bett geholt hat (es war 7 Uhr) und uns zu deren Geschäft gefahren hat! Um die Mittagszeit erreichten wir schliesslich das kleine Bergdorf auf ca. 2500müM. Lohnenswert war hier vor allem ein Besuch des riesigen buddhistischen Klosters, wohl eines der grössten Zentren ausserhalb Tibets und ein Pilgerort für viele Gläubige.
Noch vor 3 Stunden waren wir im städtischen Lanzhou, das sich ausser am Aussehen, dem Alter und der Qualität der Bauten nicht wesentlich von anderen chin. Städten unterscheidet. Doch was wir jetzt vor uns hatten, war etwas ganz Neues! Es gab einfach eine schön hergerichtete Strasse, jene, an der auch alle Shops waren. Die Häuser hier waren bunt verziert und zeigten viele buddhistische Symbole. Zu kaufen gabs denn auch vor allem Mönchskleider, religiöse Acessoirs, traditionelle tibetische Kleidung und andere Produkte, viel Schmuck für die Touristen und auch einiges an Schnickschnack.
Was mir sofort auffiel in Xiahe, waren die wunderbaren Gewänder der Einheimischen hier! Diese Gewänder erinnerten mich stark an jene Roben der Mongolen. Es waren auch lange Mäntel, die mit einem Tuch um die Hüfte festgemacht wurden. Meistens wurde ein Ärmel frei nicht angezogen, sondern hinten am Rücken ins Tuch eingeklemmt. Ich wollte natürlich auch mal eines dieser Kostüme anprobieren und an mir sah das recht amüsant aus mit den viel zu langen Ärmeln (aber das muss so sein). Ich kann gut verstehen, dass diese Kleider sowohl in der Mongolei, als auch im Tibet getragen werden, sie sind perfekt für den kalten Winter!
In Xiahe schauten wir uns natürlich auch das Kloster an, drehten die vielen Gebetsmühlen, die rund um das Kloster in Gängen aufgebaut waren und erklommen eine riesige stupa-ähnliche Pagode. Aber weil wir der Berge wegen gekommen waren, zog es uns immer mehr auf die nahe gelegenen Hügel, dorthin wo meistens irgendeine buddhistische Gebetsstätte errichtet wurde. Unterwegs trafen wir dann einige einheimische und wir versuchten mit ihnen zu reden. Jedoch sprachen die beiden besser tibetisch als chinesisch, was unsere Kommunikation auf ein Minimum beschränkte und dennoch verstanden wir uns gut :D
Mit der Klosterbesichtigung, ein bisschen Klettern und ein bisschen Shoppen war unser Nachmittag auch schon vorbei und nach dem Nachtessen waren wir beide bettreif.
Landschaftsbilder
Von Xiahe nahmen wir zuerst einen Bus nach Hezuo. Dort angekommen erwartete uns auch schon eine Horde Dreiradchauffeure, die uns alle ihre Dienste anboten, uns an den zweiten Busbahnhof zu fahren, wo wir den Bus nach Langmuse nehmen konnten. Das war ne luftige, amüsante Fahrt durch diese doch recht grosse Stadt mitten in den Bergen!
Bevor wir die zweite Busfahrt für diesen Tag in Angriff nahen, reichte die Zeit gerade noch, um eine lokale Spezialität als Mittagessen zu probieren. Unterwegs sieht man übrigens auch recht viele spannende Dinge! Einerseits lohnt es sich, mal die anderen Mittreisenden im Bus etwas zu beobachten. Gerne dieskutieren sie zusammen in jeder Lautstärke oder schlafen mit offenem Mund oder essen gerne Sonnenblumenkerne, die nachher recht vielle Spuren im Bus hinterlassen. Zwischendurch sind wir auch mit einigen Fahrgästen ins Gespräch gekommen. Wir als einzige Ausländer im Bus waren natürlich des öfteren Gespärchsstoff und Amusement für den ganzen Bus.
Aber für mich fast noch spannender waren natürlich all die Landschaften, durch die wir fuhren: Kurz nach Lanzhou reisten wir recht lange durch grosse Landwirtschaftsgebiete. Ganze Berge wurden dort umgestaltet und bestehen heute aus vielen verschiedengrossen, verschiedenförmigen Terrassen! Ich vermute, dass dort vor allem Mais und Korn angebaut wird. Diese nördlichste Bergkette des Tibets ist eine montane Wüste und eignet sich regentechnisch eher schlecht für Landwirtschaft. Doch sieht es aus, als ob die Leute ausgeklügelte Bewässerungssysteme nutzen und damit die guten Lössböden dennoch zu nutzen wissen. Am Strassenrand wurde zum Beispiel für jeden Baum eine kleine Wanne angelegt, sodass das wenige Regenwasser auch sicher beim Baum zusammenfliesst.
Später wurden die Täler enger und wir fuhren vorbei an kleinen Dörfchen, die in den Hang gebaut wurden. Meistens gabs noch einige wenige Felder, die ebenfalls am Hang angelegt wurden. Hier wird noch alles von Hand angebaut und geerntet! Doch nicht alle Orte waren so idyllisch. Genug oft sahen wir auch einfach Ruinen und halbfertige Häuser, die dennoch bewohnt wurden und andere schäbige Bauwerke. Auch die Strasse, auf der wir fuhren, war nicht immer gleich gut, manchmal handelte es sich lediglich um einen Schotteruntergrund.
Wenn die Strasse sich mal wieder gefährlich am Hang entlangwand, konnte ich aus dem Fenster an der steilen Felswand hochschauen. Mancherorts waren die Chinesen recht radikal und betonierten ganze Hänge zu, um sie rutsch- und steinschlagsicher zu machen. Andernorts wurde der Hangfuss einfach mit einer hohen Mauer versehen oder eine Gesteinsformation über mehrere Kilometer mit Netzen versehen. Aber genauso fuhren wir durch Gebiete, wo Felsformationen gefährlich über der Strasse hingen oder das Geröll von der Böschung schon die Strasse erreichte. Wenn das Geld nicht reicht, dann wird halt einfach nichts gemacht und niemand stört sich gross drab. Unser Bus fuhr auf jeden Fall trotzdem auf dieser Strasse, auch wenn vom vielen Regen an diesem Tag schon einige kleinere Murgänge die Strasse überdeckten.
In Richtung Langmuse wurde die Landschaft immer hochmontaner. Wälder gab es auf dieser Höhe fast keine mehr, Büsche und Gestrüppe auch nur noch im Tal. Auf beiden Seiten erhoben sich mächtige spitzige, teils klüftige, steinige Berge, die von der Sonne angestrahlt wurden und Lust zum Klettern machten! Natürlich konnten wir es in Langmuse dann nicht sein lassen und bekommen wirklich eine der Bergketten. Sie nannte sich Rote Zähne und sah aus der Ferne auch so aus.
Weiter in Richtung Chengdu liessen wir die schmalen Täler hinter uns und fuhren viel mehr durch mehrere weite Hochebenen. Diese Landschaften erinnerten mich sehr fest an die Mongolei, vor allem auch wegen den Yak- und Ziegenherden und den Zelten, die hier neben den steinernen Dörfern ebenfalls als Unterkunft dienten. Die Berge im Hintergrund waren nun viel lieblicher und hatten eher den Anblick von Hügeln, obwohl sie sicherlich auch recht hoch waren!
1. Oktober
Liebe Jolanda, hallo ihr alle!
der erste Oktober, chinesischer Nationalfeiertag hat mir 8 Tage Ferien beschert, das find ich echt super!
Aber da dieser Tag auch ausserhalb Chinas ein Thema war, möcht ich hier einige Worte dazu schreiben.
Das erste Mal aufmerksam wurde ich auf diesen Tag, als ich mit dem Taxi zurück in Beijings Stadtzentrum fuhr, nachdem ich Juline an den Flughafen gebracht hatte. Der Taxifahrer erklärte mir nämlich, dass in zwei Tagen alle Strassen rund um den Tienanmen-Platz gesperrt würden, weil geübt werden müsse für den 1. Oktober.
Dies war dann in der Tat so. Am Tag meiner Abreise nach Xi'an wurde das Stadtzentrum grossräumig abgesperrt und vermutlich wurde die pompöse Parade geübt. Für mich hatte der Volksfeiertag bereits ende August Konsequenzen, ich fand nämlich schier kein Taxi zum Bahnhof und musste im letzten Moment eine Rikscha nehmen!
Meine chinesischen Freunde erklärten mir dann vor zwei Wochen, dass, wenn es Festlichkeiten zur Feier der chin. Volksrepublik gebe, diese schon vor dem eigentlichen Datum stattfänden. Denn am 1. Oktober wollen die Leute Ferien. Wer kann, gehe am 30. September mit dem Zug nach Hause zu seiner Familie und feste dort. Am 1. Oktober fänden nur die offiziellen Festakte statt.
Für die meisten Chinesen verlief dieser Tag wohl so. Morgens von 10 Uhr bis ca. 1 Uhr wird fern gesehen, denn dort wird der pompöse Aufmarsch in Beijing live übertragen (man kann diese Aufzeichnungen im Internet finden) und für viele Chinesen ist das wohl etwas vom schönsten, dass sie sich vorstellen können.
Nach der Zeremonie im Fernsehn wird fein gegessen und am Nachmittag geht man was anschauen oder macht was in der Familie.
Mir fiel vor allem auf, dass die Strassen alle recht leer waren und auch an der Uni kaum Betrieb war. Die meisten Geschäfte, v.a. grosse wie Walmart oder Garfour hatten natürlich wie immer geöffnet. Ich reiste am 1. Oktober mit dem Zug nach Lanzhou und da war dieser Volksfeiertag eigentlich überhaupt kein Thema, auch nachher nicht. Aber es waren viele Chinesen unterwegs, wer konnte, ging in die Ferien.
Was Nachrichten angeht, kann ich leider nicht viel sagen, weil ich die chinesischen Zeitungen halt nach wie vor nicht verstehe, genausowenig wie die Meldungen im Fernsehn.
Was habt ihr denn in der Schweiz so über diesen Nationalfeiertag gehört?
der erste Oktober, chinesischer Nationalfeiertag hat mir 8 Tage Ferien beschert, das find ich echt super!
Aber da dieser Tag auch ausserhalb Chinas ein Thema war, möcht ich hier einige Worte dazu schreiben.
Das erste Mal aufmerksam wurde ich auf diesen Tag, als ich mit dem Taxi zurück in Beijings Stadtzentrum fuhr, nachdem ich Juline an den Flughafen gebracht hatte. Der Taxifahrer erklärte mir nämlich, dass in zwei Tagen alle Strassen rund um den Tienanmen-Platz gesperrt würden, weil geübt werden müsse für den 1. Oktober.
Dies war dann in der Tat so. Am Tag meiner Abreise nach Xi'an wurde das Stadtzentrum grossräumig abgesperrt und vermutlich wurde die pompöse Parade geübt. Für mich hatte der Volksfeiertag bereits ende August Konsequenzen, ich fand nämlich schier kein Taxi zum Bahnhof und musste im letzten Moment eine Rikscha nehmen!
Meine chinesischen Freunde erklärten mir dann vor zwei Wochen, dass, wenn es Festlichkeiten zur Feier der chin. Volksrepublik gebe, diese schon vor dem eigentlichen Datum stattfänden. Denn am 1. Oktober wollen die Leute Ferien. Wer kann, gehe am 30. September mit dem Zug nach Hause zu seiner Familie und feste dort. Am 1. Oktober fänden nur die offiziellen Festakte statt.
Für die meisten Chinesen verlief dieser Tag wohl so. Morgens von 10 Uhr bis ca. 1 Uhr wird fern gesehen, denn dort wird der pompöse Aufmarsch in Beijing live übertragen (man kann diese Aufzeichnungen im Internet finden) und für viele Chinesen ist das wohl etwas vom schönsten, dass sie sich vorstellen können.
Nach der Zeremonie im Fernsehn wird fein gegessen und am Nachmittag geht man was anschauen oder macht was in der Familie.
Mir fiel vor allem auf, dass die Strassen alle recht leer waren und auch an der Uni kaum Betrieb war. Die meisten Geschäfte, v.a. grosse wie Walmart oder Garfour hatten natürlich wie immer geöffnet. Ich reiste am 1. Oktober mit dem Zug nach Lanzhou und da war dieser Volksfeiertag eigentlich überhaupt kein Thema, auch nachher nicht. Aber es waren viele Chinesen unterwegs, wer konnte, ging in die Ferien.
Was Nachrichten angeht, kann ich leider nicht viel sagen, weil ich die chinesischen Zeitungen halt nach wie vor nicht verstehe, genausowenig wie die Meldungen im Fernsehn.
Was habt ihr denn in der Schweiz so über diesen Nationalfeiertag gehört?
Montag, 28. September 2009
Shoppen in China
Auch wenn der Titel dieses Posts vielleicht eher die Frauen anspricht, so kann ich garantieren, er wird auch für männliche Leser amüsant sein. Ich möchte heute kurz drei Anekdoten zum Shopping in China erzählen.
letzte Woche war ich mit meiner chinesischen Kollegin Li Yueheng im grossen IT-Center auf der Suche nach einem Notebook. Schon nur ein solches Einkaufszentrum war für mich als absolute Technikbanausin eine visuelle Überforderung. Anzufügen bleibt, dass es sich hier um ein min. 4-stöckige Gebäude handelte und dort von Cameras, Flashdrives, Computern, Elektrogeräten bis Elektrospielzeugen und kleinem Computerzubehör alles zu kaufen war und dies von allen grossen und kleinen Marken. Na zum Glück war ich schon mal hier mit meinem amerikanischen Kollegen und Computerspezialisten und wusste, auf welchen Computer ich losgehen musste und worauf ich achten musste..
Wir gingen gleich auf den ersten (von etwa 20 im ganzen Stock) Acershop los. Ich zeigte meiner Kollegin den Computer und erklärte ihr auf englisch meine Wünsche, Bedenken und Fragen. Sie übersetzte diese alle nach einer kleinen Denkpause in langwierige chinesische Sätze. Ich und Yuehengs Freund standen nebenbei und hörten geduldig zu, wobei ich natürlich nichts verstand und nur erahnen konnte, worüber die beiden gerade sprachen.
Manchmal stellte der hoch gestylte Verkäufer eine Frage und schaute mich wartend an. Yueheng übersetzte dann. soweit war alles prima.
Weil wir die Preise vergleichen wollten und versuchen wollten, auch hier noch ein bisschen zu feilschen, gingen wir trotzdem von Stand zu Stand. Meine chinesische Begleitung war jedoch vor allem besorgt über die Qualität des Produktes, schliesslich könnte ja etwas gefälscht sein. Als wir dann schliesslich an einem Stand uns für den Kauf entschieden, schauten sie nochmals alle Details genau an. Um den Preis konnten wir nicht feilschen, aber zumindest sollten wir noch ein bisschen Zubehör geschenkt bekommen.
Unser Verkäufer war sehr freundlich. Er wollte mir das XP auch gleich selber installieren und fragte: Chinesisch oder Englisch? - Äh, wie wär's mit Deyu (Deutsch)?
Hmm, das könnte jetzt wohl schwierig werden. Zu viert checkten wir die Nutzereinstellungen und fanden keine Möglichkeit die Sprache zu ändern...
Nach einem langen Frage- und Händelmarathon durch dieses flimmrige Einkaufszentrum scheiterte mein Kauf am Fehlen der nötigen Sprcheinstellung. Das war eine ernüchternde Erfahrung..
Am Wochenende hatte ich mit zwei Freundinnen zum shoppen abgemacht. Sie brauchten noch Schuhe und Winterkleider und ich wellte einfach mal wieder raus aus dem Campus und mich amüsieren. Nach einer Stärkung im Fastfoodrestaurant neben dem eleganten Gross-Markt ging's los. Als erstes stürzten wir uns auf die Schuhe. In den Ausstellungsgestellen waren jeweils nur eine Grösse der Schuhe ausgestellt. So mussten wir jeweils mit dem entsprechenden Schuh zum Personal gehen und diese holten unsere Grösse aus dem Lager oder kamen zurück und mussten uns mitteilen, dass sie unsere Schuhgrösse nicht mehr haben. Somit verbrachten wir vor allem in der Schuhabteilung recht viel Zeit mit warten. Meine beiden Freundinnen konnten sich dann aber beide recht bald für ein Paar Schuhe entscheiden und wollten sie kaufen. Sie mussten sich dafür einen Check ausstellen lassen im jeweiligen Geschäft. Diesen dreipapierigen Kaufbeleg mussten sie dann mitnehmen an die Kasse irgendwo auf diesem Stock und dort bezahlen. Mit den zwei übrig gebliebenen Zettelchen mussten sie zurück zum Stand gehen, wo sie die Schuhe gesehen hatten und erhielten gegen das rosa Zettelchen ihre Schuhe ausgehändigt. Das gelbe Zettelchen Durften sie behalten. Somit war der Kauf nach mehrmaligen Hin und Her erledigt.
Durch die Kosmetikabteilung hindurch nahmen wir nachher die Rolltreppe in den ersten Stock. Hier fanden sich viele einzelne Geschäftszellen, die alle Frauenkleider von verschiedenen Marken anboten. Gerade war die Herbstmode angekommen. Wir spazierten durch die gänge und schauten uns ab und an mal wieder einige Kleidungsstücke genauer an. Wollten wir etwas probieren, so mussten wir dies der Verkäuferin sagen. Sie nahm uns dann das Kleidungsstück ab und brachte es zur Garderobe. Gerne schlichen uns die Verkäuferinnen auch hinterher und schauten sich an, was wir uns wohl anschauen würden.
Bald gingen wir zwei Stockwerke höher, die Männerkleiderabteilung übersprangen wir. In der Sportabteilung ging das Probieren erst richtig los. Wir wollten alle Turnschuhe kaufen und Agata braucht auch noch eine Regenjacke. Das kompetente Verkaufspersonal war uns immer zur Seite und brachte uns die Produkte in der gewünschten Grösse.
Auch hier oben galt das gleiche Prinzip beim zahlen. Zusätzlich erhielten wir hier zu unserem Kauf noch eine Karte mit Extrageld drauf. Damit können wir uns Kosetik kaufen, wurde uns in schnellem Chinesisch erklärt. Taumeld vor Einkaufsglück gingen wir schliesslich in den ersten Stock zurück und wählten uns alle einen Artikel aus der Kosmetikabteilung aus. Natürlich wollten wir mit der Karte zahlen. Nun leider konnte nicht der gesamte Preis damit bezahlt werden, sondern nur 30%. Schlau gemacht! In unserer Euforie kauften wir die Produkte trotzdem und schlossen unseren Eikaufsbummel mit einem guten Essen im Restaurant ab.
Am liebsten geh ich auf chinesischen Märkten und bei Strassenhändlern einkaufen. Die Leute dort sind immer so fröhlich, ich kann meine gelernten chinesischen Sätze üben und mit den Händlern über den Preis diskutieren: "Zhege duo shao tian?" (Wie viel kostet dies?)- "san kuai 5 mao" (3.5 Yuan) - "Tai gui le! Ni pianyi yi dian ba?" (Viel zu teuer! Können Sie's ein bisschen billiger geben?)
Auf der Strasse ist eh alles viel billiger und es finden sich viele typisch chinesische Produkte, Viel Jadeschmuck, Tee, alle Art von Verpackungen, Chinesenschlarpen, Dekorationen, Dörrfrüchte, Fleischspiessen, Gebäck, billige Kleider und Schuhe, viel Schnickschnack und überhaupt einfach eine bunte Mischung von allem.
Meistens sind die Strassen überfüllt und zwischen den Ständen quetschen sich Rikschas, Velos, Fussgänger und Kinderwägen durch. Aber das macht nichts, gerade das macht diese Marktstassen so lebendig! Ich liebe sie dafür!
Am besten kauft man seine bevorzugten Artikel immer dann, wenn auch Chinesen dabei sind, den gleichen Artikel zu kaufen. Dann hört man nämlich den richtigen Preis und weiss, bis wohin man als Weiguoren (Ausland Mensch) "märten" muss. Ich hab zum Beispiel meine Converse-Nachahmerschuhe auf dem Markt für billige 25 Yuan, also ca. 4 Franken gekauft. Meine Freundinnen kauften Schuhe für den 30-fachen Preis im westlichen Einkaufszentrum und haben genauso wenig eine Garantie für die Qualität wie ich. Nur dass meine Schuhe nicht länger als eine Saison halten müssen...
letzte Woche war ich mit meiner chinesischen Kollegin Li Yueheng im grossen IT-Center auf der Suche nach einem Notebook. Schon nur ein solches Einkaufszentrum war für mich als absolute Technikbanausin eine visuelle Überforderung. Anzufügen bleibt, dass es sich hier um ein min. 4-stöckige Gebäude handelte und dort von Cameras, Flashdrives, Computern, Elektrogeräten bis Elektrospielzeugen und kleinem Computerzubehör alles zu kaufen war und dies von allen grossen und kleinen Marken. Na zum Glück war ich schon mal hier mit meinem amerikanischen Kollegen und Computerspezialisten und wusste, auf welchen Computer ich losgehen musste und worauf ich achten musste..
Wir gingen gleich auf den ersten (von etwa 20 im ganzen Stock) Acershop los. Ich zeigte meiner Kollegin den Computer und erklärte ihr auf englisch meine Wünsche, Bedenken und Fragen. Sie übersetzte diese alle nach einer kleinen Denkpause in langwierige chinesische Sätze. Ich und Yuehengs Freund standen nebenbei und hörten geduldig zu, wobei ich natürlich nichts verstand und nur erahnen konnte, worüber die beiden gerade sprachen.
Manchmal stellte der hoch gestylte Verkäufer eine Frage und schaute mich wartend an. Yueheng übersetzte dann. soweit war alles prima.
Weil wir die Preise vergleichen wollten und versuchen wollten, auch hier noch ein bisschen zu feilschen, gingen wir trotzdem von Stand zu Stand. Meine chinesische Begleitung war jedoch vor allem besorgt über die Qualität des Produktes, schliesslich könnte ja etwas gefälscht sein. Als wir dann schliesslich an einem Stand uns für den Kauf entschieden, schauten sie nochmals alle Details genau an. Um den Preis konnten wir nicht feilschen, aber zumindest sollten wir noch ein bisschen Zubehör geschenkt bekommen.
Unser Verkäufer war sehr freundlich. Er wollte mir das XP auch gleich selber installieren und fragte: Chinesisch oder Englisch? - Äh, wie wär's mit Deyu (Deutsch)?
Hmm, das könnte jetzt wohl schwierig werden. Zu viert checkten wir die Nutzereinstellungen und fanden keine Möglichkeit die Sprache zu ändern...
Nach einem langen Frage- und Händelmarathon durch dieses flimmrige Einkaufszentrum scheiterte mein Kauf am Fehlen der nötigen Sprcheinstellung. Das war eine ernüchternde Erfahrung..
Am Wochenende hatte ich mit zwei Freundinnen zum shoppen abgemacht. Sie brauchten noch Schuhe und Winterkleider und ich wellte einfach mal wieder raus aus dem Campus und mich amüsieren. Nach einer Stärkung im Fastfoodrestaurant neben dem eleganten Gross-Markt ging's los. Als erstes stürzten wir uns auf die Schuhe. In den Ausstellungsgestellen waren jeweils nur eine Grösse der Schuhe ausgestellt. So mussten wir jeweils mit dem entsprechenden Schuh zum Personal gehen und diese holten unsere Grösse aus dem Lager oder kamen zurück und mussten uns mitteilen, dass sie unsere Schuhgrösse nicht mehr haben. Somit verbrachten wir vor allem in der Schuhabteilung recht viel Zeit mit warten. Meine beiden Freundinnen konnten sich dann aber beide recht bald für ein Paar Schuhe entscheiden und wollten sie kaufen. Sie mussten sich dafür einen Check ausstellen lassen im jeweiligen Geschäft. Diesen dreipapierigen Kaufbeleg mussten sie dann mitnehmen an die Kasse irgendwo auf diesem Stock und dort bezahlen. Mit den zwei übrig gebliebenen Zettelchen mussten sie zurück zum Stand gehen, wo sie die Schuhe gesehen hatten und erhielten gegen das rosa Zettelchen ihre Schuhe ausgehändigt. Das gelbe Zettelchen Durften sie behalten. Somit war der Kauf nach mehrmaligen Hin und Her erledigt.
Durch die Kosmetikabteilung hindurch nahmen wir nachher die Rolltreppe in den ersten Stock. Hier fanden sich viele einzelne Geschäftszellen, die alle Frauenkleider von verschiedenen Marken anboten. Gerade war die Herbstmode angekommen. Wir spazierten durch die gänge und schauten uns ab und an mal wieder einige Kleidungsstücke genauer an. Wollten wir etwas probieren, so mussten wir dies der Verkäuferin sagen. Sie nahm uns dann das Kleidungsstück ab und brachte es zur Garderobe. Gerne schlichen uns die Verkäuferinnen auch hinterher und schauten sich an, was wir uns wohl anschauen würden.
Bald gingen wir zwei Stockwerke höher, die Männerkleiderabteilung übersprangen wir. In der Sportabteilung ging das Probieren erst richtig los. Wir wollten alle Turnschuhe kaufen und Agata braucht auch noch eine Regenjacke. Das kompetente Verkaufspersonal war uns immer zur Seite und brachte uns die Produkte in der gewünschten Grösse.
Auch hier oben galt das gleiche Prinzip beim zahlen. Zusätzlich erhielten wir hier zu unserem Kauf noch eine Karte mit Extrageld drauf. Damit können wir uns Kosetik kaufen, wurde uns in schnellem Chinesisch erklärt. Taumeld vor Einkaufsglück gingen wir schliesslich in den ersten Stock zurück und wählten uns alle einen Artikel aus der Kosmetikabteilung aus. Natürlich wollten wir mit der Karte zahlen. Nun leider konnte nicht der gesamte Preis damit bezahlt werden, sondern nur 30%. Schlau gemacht! In unserer Euforie kauften wir die Produkte trotzdem und schlossen unseren Eikaufsbummel mit einem guten Essen im Restaurant ab.
Am liebsten geh ich auf chinesischen Märkten und bei Strassenhändlern einkaufen. Die Leute dort sind immer so fröhlich, ich kann meine gelernten chinesischen Sätze üben und mit den Händlern über den Preis diskutieren: "Zhege duo shao tian?" (Wie viel kostet dies?)- "san kuai 5 mao" (3.5 Yuan) - "Tai gui le! Ni pianyi yi dian ba?" (Viel zu teuer! Können Sie's ein bisschen billiger geben?)
Auf der Strasse ist eh alles viel billiger und es finden sich viele typisch chinesische Produkte, Viel Jadeschmuck, Tee, alle Art von Verpackungen, Chinesenschlarpen, Dekorationen, Dörrfrüchte, Fleischspiessen, Gebäck, billige Kleider und Schuhe, viel Schnickschnack und überhaupt einfach eine bunte Mischung von allem.
Meistens sind die Strassen überfüllt und zwischen den Ständen quetschen sich Rikschas, Velos, Fussgänger und Kinderwägen durch. Aber das macht nichts, gerade das macht diese Marktstassen so lebendig! Ich liebe sie dafür!
Am besten kauft man seine bevorzugten Artikel immer dann, wenn auch Chinesen dabei sind, den gleichen Artikel zu kaufen. Dann hört man nämlich den richtigen Preis und weiss, bis wohin man als Weiguoren (Ausland Mensch) "märten" muss. Ich hab zum Beispiel meine Converse-Nachahmerschuhe auf dem Markt für billige 25 Yuan, also ca. 4 Franken gekauft. Meine Freundinnen kauften Schuhe für den 30-fachen Preis im westlichen Einkaufszentrum und haben genauso wenig eine Garantie für die Qualität wie ich. Nur dass meine Schuhe nicht länger als eine Saison halten müssen...
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