Montag, 28. September 2009

Shoppen in China

Auch wenn der Titel dieses Posts vielleicht eher die Frauen anspricht, so kann ich garantieren, er wird auch für männliche Leser amüsant sein. Ich möchte heute kurz drei Anekdoten zum Shopping in China erzählen.


letzte Woche war ich mit meiner chinesischen Kollegin Li Yueheng im grossen IT-Center auf der Suche nach einem Notebook. Schon nur ein solches Einkaufszentrum war für mich als absolute Technikbanausin eine visuelle Überforderung. Anzufügen bleibt, dass es sich hier um ein min. 4-stöckige Gebäude handelte und dort von Cameras, Flashdrives, Computern, Elektrogeräten bis Elektrospielzeugen und kleinem Computerzubehör alles zu kaufen war und dies von allen grossen und kleinen Marken. Na zum Glück war ich schon mal hier mit meinem amerikanischen Kollegen und Computerspezialisten und wusste, auf welchen Computer ich losgehen musste und worauf ich achten musste..
Wir gingen gleich auf den ersten (von etwa 20 im ganzen Stock) Acershop los. Ich zeigte meiner Kollegin den Computer und erklärte ihr auf englisch meine Wünsche, Bedenken und Fragen. Sie übersetzte diese alle nach einer kleinen Denkpause in langwierige chinesische Sätze. Ich und Yuehengs Freund standen nebenbei und hörten geduldig zu, wobei ich natürlich nichts verstand und nur erahnen konnte, worüber die beiden gerade sprachen.
Manchmal stellte der hoch gestylte Verkäufer eine Frage und schaute mich wartend an. Yueheng übersetzte dann. soweit war alles prima.
Weil wir die Preise vergleichen wollten und versuchen wollten, auch hier noch ein bisschen zu feilschen, gingen wir trotzdem von Stand zu Stand. Meine chinesische Begleitung war jedoch vor allem besorgt über die Qualität des Produktes, schliesslich könnte ja etwas gefälscht sein. Als wir dann schliesslich an einem Stand uns für den Kauf entschieden, schauten sie nochmals alle Details genau an. Um den Preis konnten wir nicht feilschen, aber zumindest sollten wir noch ein bisschen Zubehör geschenkt bekommen.
Unser Verkäufer war sehr freundlich. Er wollte mir das XP auch gleich selber installieren und fragte: Chinesisch oder Englisch? - Äh, wie wär's mit Deyu (Deutsch)?
Hmm, das könnte jetzt wohl schwierig werden. Zu viert checkten wir die Nutzereinstellungen und fanden keine Möglichkeit die Sprache zu ändern...
Nach einem langen Frage- und Händelmarathon durch dieses flimmrige Einkaufszentrum scheiterte mein Kauf am Fehlen der nötigen Sprcheinstellung. Das war eine ernüchternde Erfahrung..

Am Wochenende hatte ich mit zwei Freundinnen zum shoppen abgemacht. Sie brauchten noch Schuhe und Winterkleider und ich wellte einfach mal wieder raus aus dem Campus und mich amüsieren. Nach einer Stärkung im Fastfoodrestaurant neben dem eleganten Gross-Markt ging's los. Als erstes stürzten wir uns auf die Schuhe. In den Ausstellungsgestellen waren jeweils nur eine Grösse der Schuhe ausgestellt. So mussten wir jeweils mit dem entsprechenden Schuh zum Personal gehen und diese holten unsere Grösse aus dem Lager oder kamen zurück und mussten uns mitteilen, dass sie unsere Schuhgrösse nicht mehr haben. Somit verbrachten wir vor allem in der Schuhabteilung recht viel Zeit mit warten. Meine beiden Freundinnen konnten sich dann aber beide recht bald für ein Paar Schuhe entscheiden und wollten sie kaufen. Sie mussten sich dafür einen Check ausstellen lassen im jeweiligen Geschäft. Diesen dreipapierigen Kaufbeleg mussten sie dann mitnehmen an die Kasse irgendwo auf diesem Stock und dort bezahlen. Mit den zwei übrig gebliebenen Zettelchen mussten sie zurück zum Stand gehen, wo sie die Schuhe gesehen hatten und erhielten gegen das rosa Zettelchen ihre Schuhe ausgehändigt. Das gelbe Zettelchen Durften sie behalten. Somit war der Kauf nach mehrmaligen Hin und Her erledigt.
Durch die Kosmetikabteilung hindurch nahmen wir nachher die Rolltreppe in den ersten Stock. Hier fanden sich viele einzelne Geschäftszellen, die alle Frauenkleider von verschiedenen Marken anboten. Gerade war die Herbstmode angekommen. Wir spazierten durch die gänge und schauten uns ab und an mal wieder einige Kleidungsstücke genauer an. Wollten wir etwas probieren, so mussten wir dies der Verkäuferin sagen. Sie nahm uns dann das Kleidungsstück ab und brachte es zur Garderobe. Gerne schlichen uns die Verkäuferinnen auch hinterher und schauten sich an, was wir uns wohl anschauen würden.
Bald gingen wir zwei Stockwerke höher, die Männerkleiderabteilung übersprangen wir. In der Sportabteilung ging das Probieren erst richtig los. Wir wollten alle Turnschuhe kaufen und Agata braucht auch noch eine Regenjacke. Das kompetente Verkaufspersonal war uns immer zur Seite und brachte uns die Produkte in der gewünschten Grösse.
Auch hier oben galt das gleiche Prinzip beim zahlen. Zusätzlich erhielten wir hier zu unserem Kauf noch eine Karte mit Extrageld drauf. Damit können wir uns Kosetik kaufen, wurde uns in schnellem Chinesisch erklärt. Taumeld vor Einkaufsglück gingen wir schliesslich in den ersten Stock zurück und wählten uns alle einen Artikel aus der Kosmetikabteilung aus. Natürlich wollten wir mit der Karte zahlen. Nun leider konnte nicht der gesamte Preis damit bezahlt werden, sondern nur 30%. Schlau gemacht! In unserer Euforie kauften wir die Produkte trotzdem und schlossen unseren Eikaufsbummel mit einem guten Essen im Restaurant ab.


Am liebsten geh ich auf chinesischen Märkten und bei Strassenhändlern einkaufen. Die Leute dort sind immer so fröhlich, ich kann meine gelernten chinesischen Sätze üben und mit den Händlern über den Preis diskutieren: "Zhege duo shao tian?" (Wie viel kostet dies?)- "san kuai 5 mao" (3.5 Yuan) - "Tai gui le! Ni pianyi yi dian ba?" (Viel zu teuer! Können Sie's ein bisschen billiger geben?)
Auf der Strasse ist eh alles viel billiger und es finden sich viele typisch chinesische Produkte, Viel Jadeschmuck, Tee, alle Art von Verpackungen, Chinesenschlarpen, Dekorationen, Dörrfrüchte, Fleischspiessen, Gebäck, billige Kleider und Schuhe, viel Schnickschnack und überhaupt einfach eine bunte Mischung von allem.
Meistens sind die Strassen überfüllt und zwischen den Ständen quetschen sich Rikschas, Velos, Fussgänger und Kinderwägen durch. Aber das macht nichts, gerade das macht diese Marktstassen so lebendig! Ich liebe sie dafür!
Am besten kauft man seine bevorzugten Artikel immer dann, wenn auch Chinesen dabei sind, den gleichen Artikel zu kaufen. Dann hört man nämlich den richtigen Preis und weiss, bis wohin man als Weiguoren (Ausland Mensch) "märten" muss. Ich hab zum Beispiel meine Converse-Nachahmerschuhe auf dem Markt für billige 25 Yuan, also ca. 4 Franken gekauft. Meine Freundinnen kauften Schuhe für den 30-fachen Preis im westlichen Einkaufszentrum und haben genauso wenig eine Garantie für die Qualität wie ich. Nur dass meine Schuhe nicht länger als eine Saison halten müssen...

Donnerstag, 24. September 2009

Pingyao: in einem Wochenende zum regionalen Star

Letztes Wochenende hab ich ohne zu fragen am Freitag Abend den Zug nach Norden genommen und mir ein schönes Wochenende im kleinen Städtchen Pingyao gemacht. Bereits im Zug konnte ich auf die gwundrige Art und Weise der Chinesen zählen. Ich musste nur meinen Schreibblock zücken und beginnen, einige hanzi (chin. Zeichen) zu üben, schon beugten sich die Köpfe meiner Abteilgenossen über mein Papier. Ob ich denn chinesisch sprechen könne, fragten sie. Mehr als, mein Chinesisch sei nicht gut, konnt ich aber nicht antworten. Trotzdem kam dann ein Gespräch mit englischen und chinesischen Sprachfetzen zustande. Der gute Liutao bot sich sogar an, mir am nächsten Morgen bei der Besorgung meines Rückfahrtickets und des Eintrittes zum Filmfestival und in die Sehenswürdigkeiten des UNESCO Weltkulturerbes zu helfen.

Pingyao ist eine im mittelalterlichen Stil erhalten gebliebene Stadt mit einer wunderbaren, noch intakten Stadtmauer und ganz vielen verschiedenen Häusern, die noch mit im alten Stil mit den traditionellen Möbeln erhalten geblieben ist. All diese Häuser sind heute kleine Museen..
Heute Morgen war in diesem verschlafenen Städtchen recht viel los, die Eröffnung des internationalen Fotofestivals. Bei den vielen Leuten mit riesigen Cameras und viel Geld um den Hals traute ich mich fast nicht, meine kleine alte Digicam hervorzunehmen. Um 10 Uhr traf ich dann Pan, die Couchsurferin, mit der ich abgemacht hatte. Sie offerierte mir kurzfristig sogar noch ein Schlafplatz bei ihrer Tante und zeigte mir am Morgen die kleine Stadt. Wir gingen natürlich auch von Souvenirshop zu Souvenirshop und staunten über all die traditionellen Kleider, den Schmuck und all die andern Produkte des traditionellen Handwerks. Alles ist hier etwas altertümlich geblieben und in den Hauptgassen lieblich hergerichtet für die Touristen. Heute waren die Shops, die vielen Leute in den Strassen, die Hinterhöfe, die Verzierungen an den Dächern, die arbeitenden Einheimischen und besonders ich ein belibtes Foto-objekt von all den in Strömen angereisten Fotoliebhabern. Die chinesischen Paparazzis fragten nicht etwa, ob sie ein Foto machen dürften, sie standen sogar noch extra auffällig hin und liessen ihre Cameras klacksen...

Natürlich wollte ich hier unbedingt die lokalen Spezialitäten probieren. Zu denen gehörten neben verschiedenen Nudelgerichten auch Fleischtaschen, Zuckerbonbons wie jene aus Basel und Teigtaler mit Konfifüllung. Hmm, alles so feine Sachen!
Am Abend hatte ich dann noch ne andere tolle Möglichkeit: meine Couchsurferin Pan lud mich zu ihren Eltern auf's Land ein. Mitten in den Mais und Kornfeldern tauchte plötzlich in der Dämmerun ein grösseres Gebäude auf. Wir fuhren in einen grossen Innenhof, in dem eine Mauer ohne Inschrift stand. Später lernte ich Pan's Brüder kennen und durfte mich in der Sockenfabrik des Vaters umsehen! Das ist übrigens recht spannend! Vor allem die vielen Strickmaschinen in Reih und Glied und deren Geschwindigkeit beim Stricken sind beeindruckend. Danach werden Schläuche in Stücke geschnitten und auf einer Seite zusammengenäht. Weiter geht's in die Färberei und Wäscherei. Zum Schluss werden die Socken zu Paaren zusammengelegt, und mehrfach eingepackt. schon nur das Einpacken beschäftigt fast 15 Leute, die gesamte Firma bietet 80 Personen Arbeit, das ist also ein rechtes Business, diese schicken Socken!

Aber zurück zu Pingyao. Am Sonntag war ich schliesslich alleine unterwegs und ging mir vor allem die Fotos anschauen, die in leeren Fabrikhallen, in alten Wohnungen, in Tempeln oder im Freien, in Pavillions und Ruinen ausgestellt wurden. Das Thema der Fotoausstellung war China von den 80ern bis heute und viele der Fotos zeigten Szenen aus dem Alltag der einfachen Leute, sei es in den Städten, auf dem Land, bei der Arbeit, zu Hause, auf der Strasse oder im Park, seien sie jung oder alt, Han oder eine der er ethnischen Minderheiten. Diese Fotos waren einfach alle genial!
Die chinesischen Fotofans pflegten, ihre favorisierten Fotos mit ihren teuren Cameras zu fotographieren, manchmal war aber auch die "wei guo ren" (Ausländerin) vor dem Bild interessanter.

Als ich dann am Nachmittag per Zufall Pan und ihre Freundin traf, ergab sich eine weitere lustige Situation. Pans Freundin hatte Kollegen, die beim regionalen Fernsehen arbeiteten. Diese waren natürlich sehr entzückt, als sie eine junge Ausländerin tarfen, die extra nach Pingyao kam und wollten mich natürlich promt interviewen. Ich hab dann ein paar komische Sätze auf deutsch gestottert und Pan hat dann den ungefähren Inhalt auf Chinesisch simultan übersetzt. Das Reporterteam war auf jeden Fall begeistert und ich um eine Erfahrung reicher. *grins*

Am Abend stiess ich zufällig zu einem Fotographenclub, der gerade am fotographieren üben war. Als sie mich entdeckten, musste ich natürlich als Fotomodel hinhalten und smilen. Die waren alle so begeistert und ich hatte meinen Spass, meine Chinesischkenntnisse ein bisschen auszuprobieren ;D
Die Fotographen versprachen mir, zum Danke einige gute Passfotos zu schicken. Mal schauen, was ich da bekommen werde...

Mein Abend in Pingyao endete mit einem Paar geschenkten Stülpen und einem Cafe und Kuchen für den Weg, ebenfalls geschenkt von einer chinesischen Unternehmerin, die so begeistert von mir war, weil ich als Frau alleine am Reisen war.

Pan und Pingyao mit der Fotoausstellung bescherten mir wohl eines der spannendsten und amüsantesten Wochenenden in meiner gesamten Reisezeit. Ich hoffe, ich werde noch mehr so tolle Erlebnisse haben mit den gwundrigen Chinesen!

Donnerstag, 17. September 2009

Campusleben und Bürokratie in China

ich kann's kaum glauben, wie schnell die Zeit hier vergeht, jetzt bin ich dann schon bald 3 Wochen auf dem Campus der und! Ich wohne im "ershiwolou" (Building 25, International Students building) und hab ein Doppelzimmer zusammen mit einer tollen Luzernerin. Es ist recht Zufall, dass wir zusammen nun eine MiniWG haben, aber wir sind beide recht froh darüber. nach einem Tag chinesische Zeichen und Sprache im Kopf bin ich dankbar um jedes verständliche Wort Schweizerdeutsch!

Manchmal kommt mir das Studentenheim wie ein Hochsicherheitsgefängnis vor. Es ist eingezäunt und um 12 Uhr nachts schliesst der Portier die Türe als auch das Tor. Bereits auf dem Vorplatz befindet sich die erste Camera, je zwei weitere finden sich auf jedem Stock. Wenn mich eine auswärtige Person, auch ein einesischer Studi, besuchen möchte, so muss er sich bei der Rezeption einschreiben mit Ankunftszeit und bei wem er oder sie ist. Wenn die Person dann wieder rausgeht, muss sie sich wiederum einschreiben. Und ich muss natürlich um 12 Uhr im Haus sein, ansonsten muss ich den Portier wecken und das wär wohl nicht so lustig (eigentlich ist Zeit, das endlich mal auszuprobieren...). Die chinesischen Studis bleiben am Wochenende halt gleich ganz weg oder übernachten bei Kollegen ausserhalb der Schule. Nur bei ihnen ist die Kontrolle noch grösser: sie werden registriert, falls sie nicht nach Hause kommen und das kann genauso wie die Noten auswirkungen auf ihr Stipendium haben!!!

Studi sein in China ist eigentlich gar nicht lustig. Meine chinesischen Kollegen haben kaum Freiheiten, sie müssen im Unterricht sein, können keine Stunden wählen (ausser Sport, Musik, Kalligraphie, doch das ist alles freiwillig) und überhaupt, sie werden von den laoshi (lehrer) immerzu angehalten, nuli (fleissig) zu sein! xuexi xuexi xuesheng (studier studier Student)!

Unser Campus ist riesig, da läuft man sicher fast 20min vom south zum north gate. Es ist einfach alles hier, die Wohnungen der Studierenden, Professoren und Mitarbeitenden, das Hauptunterrichtsgebäude, die Bibliothek, die Institute, die Post, Bank, einige Läden, Verpflegungsmöglichkeiten. Man kann wohl Wochenlang auskommen hier, ohne den Campus zu verlassen! einige Parkanlagen hats übrigens auch und die sind recht hübsch. Sportplätze gibs zu Genüge und in Zwischenzeit haben wir sogar ne kleine Bar und ein Cafe entdeckt...

Eigentlich könnte man annehmen, dass so eine grosse Uni, die so viele Ausländische Studierende annehmen kann und in China zu einer der besten gehört, wohl recht gut organisiert sein muss. Wie meine Berner Mitstudierenden wissen, ist das ein grosser Trugschluss, auch in China! Da ist's sogar noch schlimmer, weil die Chinesen ja sooo viele Leute haben, dass Arbeitsschritte nicht optimiert werden müssen, sondern eine einfache Studikarte zuerst noch durch 4 bis 5 Andere Hände gehen muss. Auf jeden Fall kann ich nach drei Wochen an der Uni immer noch nicht in der grossen Mensa im Campus essen und auch nicht in die Mensa, dazu fehlt mir die Studikarte. Nun ja, man gewöhnt sich an all diese administrativen Hürden. Viele bekomme ich durch meine Unkenntnisse der chin. Sprache wohl auch gar nicht mit. Schliesslich brauch ich für jede bürokratische Angelegenheit eine Übersetzerin. Gedankt sei hier darum all jenen, die dies scho all zu oft für mich erledigt haben!

Na was lässt sich sonst noch zum Campusleben sagen? Weil wir halt alle Ausländer zusammenleben, ist es recht schwer mit chin. Studis in Kontakt zu kommen. Diese sind nämlich auch viel weniger kontaktfreudig als all die Leute auf der Strasse. Darum geh ich dann ab un an in den Park lernen, da läuft wenigstens etwas (alte Leute singen, tanzen, üben SChriftzeichen usw.) und ich werd auch mal angequatscht, wenn ich wieder am chin. Zeichen üben bin...

also meine lieben Freunde, ich muss mal packen gehn. Dieses Wochenende geht's nämlich nach Pingyao und dort wartet auch schon ne tolle Couchsurferin auf mich :D

Samstag, 12. September 2009

Aus dem Reich der Mitte

Nachdem ich euch nun einige Eindrücke aus der Mongolei geschildert habe, werdet ihr bald merken, wie unterschiedlich nun China im Vergleich dazu ist!
Mit dem mongolischen Nachtzug ging es schliesslich weiter. Für den letzten und dritten Teil unserer Reise waren wir nur noch zu zweit unterwegs, Samuel nahm bereits aus Ulan Batar den Flug zurück in die Schweiz. Unser erster Halt war die für chinesische Verhältnisse kleine Stadt Datong im Norden der Shanxi-Provinz nahe der grossen chinesischen Mauer. Von dort aus besuchten wir verschiedene berühmte Sehenswürdigkeiten wie die Yung Gang Caves oder das Hanging Monastery und gingen schliesslich noch einige Tage nach Hohhot, den Hauptort der Provinz Inner Mongolia.
Nach einer spektakulären Zugfahrt erreichten wir nach einer Woche in China schliesslich die Hauptstadt. Beijing selbst hat schon recht viel zu bieten: Beihai Park, Forbidden City, Summer Palace, Hutongs, Pagoden und Tempel etc. Eines der Highlights war trotz des nebligen Wetters eine Wanderung auf einem unrestaurierten Teil der grossen Mauer!
Nach knapp einer Woche in Beijing war es dann auch für Joline Zeit, in die Schweiz zurückzukehren und seit ende August schlage ich mich nun alleine durch China...

Highlights aus der mongolischen Küche

Während unserer Rundreise hatten wir mehrmals die Chance, uns an mongolischen Gaumenfreuden zu versuchen. Zu Gast im Ger erhielten wir meistens zuerst mongolischen Milchtee, ein wässrige Mischung von Milch mit Wasser und Salz (!), was für europäische Gaumen bereits gewöhnungsbedürftig sein kann. Manchmal wurden uns auch Käse, eine Art Mehlspeise oder Yoghurt gereicht. All diese Speisen waren recht pur, kaum gewürzt oder verfeinert und sauer. Sylvie und ich konnten diesen Speisen wohl am ehesten noch etwas Gutes abgönnen. Samuel und Joline verzichteten wenn immer möglich.
Das Mongolische Nationalgetränk ist Airag. Dieser durch gären von Stutenmilch gewonnene Schnaps (eigentlich so stark wie Bier) hat ebenfalls einen sehr eigenen Geschmack und ist wieder recht säuerlich. Man sagt, er sei besonders gut bei Magenverstimmungen. Auch den Airag fand ich weniger schlimm zu trinken als viele gesagt haben. Was meiner Meinung nach jedoch ganz übel war, ist der aus Airag destillierte mongolische Vodka. Natürlich roch auch dieser noch nach säuerlicher Milch, das geht gar nicht!
Ganz allgemein kann die mongolische Küche als recht fad bezeichnet werden. Es werden nur recht wenig Gewürze verwendet und auch die Palette von Gemüse ist beschränkt. Meistens essen die Mongolen schon morgens früh Suppe mit Mehlnudeln und Fleisch, was für meinen Magen völlig unmöglich wäre. Drei Mal am Tag Fleisch zu essen, ist keine Seltenheit. Lobenswert ist eigentlich, dass vom Tier wirklich alles verwendet wir. Doch war ich dennoch froh, dass wir zu Gast bei der Familie unseres Guides erst spät abends assen und ich so nicht sah, was genau vom Tier ich jetzt in meinem Teller hatte. Die Spiesschen, die wir jedoch am nächsten Tag erhielten, waren echt spitze!
Und auch wenn die mongolische Küche für uns Europäer gewöhnungsbedürftig und vielleicht nicht auf Dauer auszuhalten ist, so hat sie doch auch gute Gericht hervorgebracht. Die auch in Russland beliebten Teigtaschen gefüllt mit Zwiebeln, Kartoffelstock, Gemüse oder Fleisch sind echt fein und auch das selber gebackene Brot oder die frittierten Blätterteigstücke mit Zucker sind köstlich.
Wir hatten das grosse Glück, dass Noyo, unser Guide ein wirklich guter Koch war und uns täglich einen anderen Eintopf herzauberte.

die Jurte, ein genials Bauprinzip

Unterwegs übernachteten wir öfters in einer freien Jurte bei einer Familie. Dabei war unsere Jurte, ein meist mit vier bis 5 Betten, einem Tischchen mit kleinen Stühlchen und einem Ofen ausgestattet. Die Jurte ist eigentlich ein geniales Bauprinzip: Aus langen „Holzstangen“ wird ein Gitternetz zusammengebastelt. Von diesen werden dann fünf bis sieben wiederum zu einem Kreis zusammengebunden. In Der Mitte der Jurte stützen mindestens zwei massive Balken eine art Rad, in welches nun die dünnen Dachbalken eingehängt werden können. Die Dachstützen liegen auf dem runden Holzgerüst. Bereits jetzt ist die künftige Form der Jurte erkennbar. Nun wird dieses Holzkonstrukt aussen mit drei Schichten überdeckt. Zuerst eine dünne Stoffschicht, dann eine dicke Filzschicht und schliesslich noch der typische weisse Stoff als Aussenhaut. Das Rad in der Mitte wird dabei offen gelassen. Dort wird später nämlich der Kamin rausschauen. Falls es regnet sorgt aber ein ausgeklügeltes System von einem Stoffstück mit Schnüren an allen vier Enden dafür, dass das Loch in der Mitte doch noch geschlossen werden kann. Vergessen hätte ich fast die Türe. Diese hat eine Jurte (oder mongolisch: Ger) natürlich auch, aber keine Fenster. Zum lüften und mehr Licht haben, kann einfach der Stoff unten rundherum etwas angehoben werden...
Für eine mongolische Familie ist ihr Ger Wohn-, Schlaf- und Arbeitszimmer zugleich. Meistens haben sie die Jurte häuslich eingerichtet. Der Eingang befindet sich immer im Süden. Im Westen ist die Seite der Frau, im Osten jene des Mannes (@Joline, Samuel, Sylvie, ihr korrigiert mich, falls ich da gerade einen Mist erzählt habe). Verschiedene orange grundierte und bunt bemalte Holzmöbel enthalten das Hab und Gut der Familie. Über dem Ofen wird Brot gebacken, Fleisch gebraten, Butter und Rahm aus Milch gegonnen oder Kleider getrocknet. Die zu europäischen Wohnungen verhältnismässig kleine Jurte enthält alles, was die Familie für ihr Leben in der Natur benötigt. Schliesslich verbringen die Mongolen eh die meiste Zeit draussen bei ihren Herden. Das muss ein recht friedliches Leben sein!

von Strassen, die keine sind...

Die Strassen Mongoliens sind definitiv einen Blogeintrag wert, so unvergesslich sind sie doch! Als verwöhnte Schweizerin fällt es mir schwer, diese eingedrückten Pfade in der Graslandschaft wirklich als Strasse zu bezeichnen. Unser Fahrer, Huiga, war sich jedoch gewöhnt, solch unebenen Wege zu befahren. Wir waren mit einem kleinen Van unterwegs und leider brach schon bald die Befestigung einer Rücklehne, später auch noch ein Stossdämpfer. Damit wurde die Fahrt über Schlaglöcher, Dollen und Steine noch holpriger. Schneller als 30 Stundenkilometer waren wir wohl nie unterwegs. Wenn die vielen Autos mancherorts richtigegehend Pfade in die Landschaft gefahren haben, so war es Huiga’s Job, den besten Fahrweg auf der Strasse zu finden.
Wir haben es auch erlebt, dass die Strasse halt mal von einem Murgang verschüttet wurde. Wenn’s möglich war, fuhren wir einfach über die Schuttmasse, sonst suchte unser Fahrer halt einen eigenen Weg durch die Landschaft. Am spannendsten wurde die Fahrt bei Regen, denn dann füllten sich die erdigen Schlaglöcher schlagartig mit Wasser und waren gar nicht mehr recht zu sehen. Das war ne „schliefrige“ Angelegenheit...
Der Strassenbau ist in der Mongolei noch nicht so weit fortgeschritten. Die Spuren der ständigen Ausweitung des Strassennetzes sind aber viellerorts zu erkennen. Wenn dann mal ne Strasse besteht, die auch geteert ist, so kann sie also allemal mit europäischen Strassen mithalten und die Fahrt war für uns dann geradezu luxuriös. Na wie sanft wird denn wohl die Fahrt auf Schweizer Autobahnen mit gut gedämpften Autos sein...

Vielfältige Landschaften Mongoliens

Ich glaube, man könnte wohl Jahre durch die Mongolei reisen und dennoch würde die Landschaft jeden Tag wieder anders aussehen. Zumindest ist dies in der zentralen und nördlichen Mongolei so, im Süden in der Wüste Gobi könnte es schon eintöniger werden.
Aber die tollen Landschaften hier sind definitiv etwas, was mir immer in Erinnerung bleiben wird. Zum Beispiel fuhren wir mehrmals durch weite grüne Ebenen. Die Strasse bestand lediglich aus einer braun-grauen Spur im Gras und in der Ferne ging die Ebene langsam in eine hügelige Landschaft über. Auch die weichen Hügel waren grün. Mancherorts war einfach mal für ne halbe Stunde nichts anderes als diese Graslandschaft zu sehen. Andernorts hatte es verteilt einige Jurten und um diese herum einige Haushaltsgeräte, vielleicht ein Motorrad. Von weitem waren in der Ebene oder am Hangfuss braune, graue, weisse, schwarze Punkte zu erkennen. Manchmal waren die Pferde-, Yak-, Schafs- und Ziegenherden auch nahe, wenn nicht sogar auf der Strasse und wir mussten unsere Fahrt verlangsamen. Warum es sich die Tiere auf der Strasse bequem machen, obwohl es doch unglaublich viel Platz hat, wissen wir nicht. Eingezäunt werden die Tiere nämlich nicht.
Andernorts sieht es schon eher aus wie in der Schweiz, die Hügel gehen langsam in klüftige, felsige Bergen über. Es hat jetzt auch Wälder, während Holz in anderen Regionen Mangelware ist, wird hier dieser Rohstoff zum Beispiel für Stallbauten benutzt. Manchmal schlängelt sich ein noch frei mäandrierender Fluss durch die Landschaft und geht fast ungemerkt in Graslandschaft über. Mancherorts haben sich wunderschöne Auenlandschaften gebildet mit Hohen Bäumen, Gestrüpp- und Steinlandschaften.
Das heutige Gebiet der Mongolei war einst vulkanisch recht aktiv, ich vermute, da hier ein Plattenrand durchführte. Die Tektonischen Aktivitäten haben in mehrerer Hinsicht ihre Spuren hinterlassen, nicht nur mit den über 200 erloschenen Vulkanen.
In einem Tal, durch welches wir ritten, schlängelte sich ein schwarzer Strom. Es sah von Weitem aus wie ein Bachbett, doch da floss kein Wasser. Die Vegetation dort war recht spärlich im Vergleich zu nebenan. Bei näherem Hinsehen erkannten wir viele zerbröckelte luftige löchrige Eruptivgesteine. Dieses Gestein gab auch andernorts der Landschaft eine mystische Kraft.
Zu erwähnen bleiben die wunderschönen unberührten, unverbauten Strände entlang der grossen mongolischen Seen. Es sind vielleicht höchstens ein paar Jurten am Ufer zu sehen. Aber vor allem in der Nacht zeigt sich eindrücklich, dass hier die Natur noch im Vordergrund steht: ausser einigen Feuern am anderen Ufer sehen wir kein einziges Licht.
Recht eindrücklich ist auch das Wetter über der Mongolei. Schon von weitem kündigt sich beispielsweise ein Gewitter an. Wie schwarze Striemen am Himmel sieht der Regen noch weit weg aus. Das Abendrot präsentiert sich je nach Lust und Laune mal in rosa, mal in gelb-orange, mal in strahlendem rot zusammen mit schwarzen Schatten der Wolken. Und je nach Sonneneinstrahlung und Tageszeit ergibt sich in den Landschaften wieder ein anderes Bild durch die Schatten der Berge und die Lichtverhältnisse. Zusammen mit den unterschiedlichen Landschaften ergibt das Tausende von verschiedenen Eindrücken, die wir alle an einem Tag erleben konnten.
Ich könnte wohl noch Stunden von diesen schönen Landschaftsbildern schwärmen, am besten zeig ich euch dann einfach mal ein paar Bilder :D

Für Sylvie, Joline, Samuel und Noyo

unsere Schweizer Hymne...

s'Vreneli abem Guggisbärg

S'isch äben e Mänsch uf Ärde - Simmelibärg
S'isch äben e Mänsch uf Ärde - Simmelibärg
Und s'Vreneli abem Guggisbärg
Und Sime's Hansjoggeli ännet em Bärg
S'isch äben e Mänsch uf Ärde - Simmelibärg
und ich mächt bi nem si.

Und man er mier nid wärde,
vor Chummer stierben i.
Und stirbeni vor Chummer, so leit me mir is Grab.
I Sime's Bueli's Garte, det stönd zwei jungi Bäum.

Der eini treit Muschgate, der ander Nägeli.
D'Muschgate, die si Süess,
I gib's mim Liebst z'versueche,
dass äs mi nie vergäss.

Ha di no nid vergässe, ha immer a di dänkt.
S'isch nume zwe Jahr vergange,
sit mi a di ha ghänkt.
Dert unne ide Tiefi, det staht es Mühlirad.

Das mahled nüt als Liebi,
bi Nacht und au bi Tag.
Und s'Mühlirad isch broche,
und d'Liebi het es Änd.
Wenn zwei vonenanger scheide,
de gäbe si enanger d'Händ.

Mongolia

Erste Eindrücke Mongoliens konnten wir ja bereits auf der holprigen Busfahrt nach Ulan Batar sammeln. Nach einigen Tagen ausruhen und planen in Idre’s Guesthouse starteten wir schliesslich zu viert eine 18-tägige Tour durch die ländliche Mongolei. Wie bereits in der Schweiz abgemacht, stiess in UB Sylvie Eigenmann zu uns und reiste mit uns über Stock und Stein. Wir nahmen natürlich nur das nötigste mit auf unsere Tour: warme Kleider, Schlafsack, Stirnlampe und die Jasskarten ;D.
Ein Guide und ein Fahrer begleiteten uns auf unserer Tour. Der Fahrer hatte einen harten Job auf den mongolischen Strassen. Noyo, unser junger Guide, war vor allem für unser leibliches Wohl zuständig und organisierte die gesamte Tour mit allen Übernachtungen usw.
Auf der ganzen Reise übernachteten wir entweder in Jurten oder in Zelten in Touristencaps oder bei Familien. Dort kamen wir dann immer wieder in den Genuss mongolischer Spezialitäten.
Unsere Tour führte uns zuerst zu den Sand Dunes, wo wir in „Little Gobi“ sogar Kamel reiten konnten. In der Tat eine sehr angenehme Angelegenheit, zwischen zwei Kamelhöckern zu hocken. Weiter ging unsere Tour nach Karakorum, die ehemalige Hauptstadt der Mongolei, von der man aber heute nicht mehr viel sieht. Dafür hat’s ein grosses Kloster dort.
Bei einem Ort namens Waterfall blieben wir für längere Zeit. Wunderbare Landschaften haben wir bis Anhin schon mehrere gesehen, doch diesen Wasserfall kann nichts übertreffen! Wir gehen von hier aus auf eine dreitägige Reittour, für uns als blutige Anfänger echt eine Herausforderung! Wir ritten durch eine unwirkliche Landschaft. Eigentlich ein eher unspektakuläres Seitental, wäre da nicht dieser schwarze Strom, durch das ganze Tal, auf dessen Grund kaum etwas wächst und dessen bröckelige Steine mit ganz vielen Löchern versehen ist. Meine Faszination für diesen Lavastrom könnt ihr ja wohl aus meinen Zeilen lesen!
Am ersten August erreichen wir schliesslich die Hot Springs. Von denen gibt es ganz viele in der Mongolei. Hier in diesem Touristencamp wird das Wasser in offene Bäder geleitet und wir können uns endlich wieder mal so richtig waschen! Wir feierten den 1. August ausgelassen in unserer Jurte zusammen mit unserem Guide Noyo und unserem Fahrer Huiga.
Eines der Highlights unserer Tour war schliesslich der White Lake. Wie bis jetzt eigentlich immer übernachteten wir auch hier in einer Jurte. Wir hatten die wunderbare Aussicht auf den blauen, klaren See und die spektakulären bergigen Kulissen im Hintergrund. Die Wanderung zum nahe gelegenen grössten Vulkan der Mongolei (insgesamt gibt es über 200 Vulkane, jedoch alle erloschen) und der Ausblick auf die grosse schwarze Ebene, eine fast tote Landschaft, bleibt mir immer in Erinnerung. Obwohl recht anspruchsvoll, wählten wir natürlich den direkten Weg quer durchs Lavafeld, um den Vulkan zu erklimmen. Das sind Eindrücke, die man kaum beschreiben kann.
Von hier aus stand uns eine lange Fahrt bis zum nördlichen Khuvsgul Nuur, dem einst mit dem Baikalsee verbundenen See bevor. Wir schafften das Stück nicht in einem Tag und fuhren so schon mehr als 9 Stunden bis nach Möröm. Einer Provinzhauptstadt, die sich kaum Stadt nennen darf. Wir übernachteten in einem Hostel und hatten mal wieder recht viel Fun mit den anderen jungen Touristen, die wir dort trafen. Am nächsten Tag ging die Fahrt weiter ins Naturschutzgbiet am See. Wie schon am White Lake erlebten wir aber auch hier einen regnerischen Tag. Ansonsten war das Wetter perfekt und wir machten von unserem Camp aus einen weiteren Ausritt in den Norden, wo wir eine Renntierherde besuchen gingen. In Zwischenzeit waren wir ja keine Anfänger mehr zu Pferd, also war auch ein Galopp entlang des wunderbaren Steinstrandes möglich. Das fägt ebe scho!
der Khuvsgulsee toppt also nochmals all die Schönheiten des White Lake. Das Wasser ist noch klarer, hat wie der Baikalsee Trinkwasserqualität und rund um den See gibt es wunderbare Kieselsteinstrände. Flache Wiesen gehen langsam in Hügel und schliesslich in mächtige Berge über. Hier im Norden der Mongolei befinden sich die höchsten Berge dies Landes und das merkt man jetzt auch! Uns allen gefiel es hier so sehr, dass wir eigentlich gar nicht hier weg wollten, zumal wir wussten, dass uns jetzt nochmals eine lange Autofahrt bevorstand.
Kurz vor dem Ende unserer Rundreise machten wir noch einen Halt, bevor wir nach UB zurückkehrten. In der Nähe von Erdenet, der drittgrössten Stadt der Mongolei, gingen wir nahe eines berühmten Monastery’s zelten. Wir hatten auch die Möglichkeit, das Kloster anschauen zu gehen und am Tag unserer Rückreise konnten wir sogar einer speziellen lamaistischen Zeremonie beiwohnen. Speziell an diesen letzten Tagen unserer Reise war, dass Noyo’s Verwandte uns zu diesem Monastery begleiteten und wir hier mehrmals in den Genuss mongolischer Kochkünste kamen.
Zurück in Ulan Batar war dies auch schon unser letzter gemeinsamer Abend, den wir mit einem fetten italienischen Essen noch so richtig auskosteten. Während Samuel zurück in die Schweiz flog, war für uns drei Frauen noch ein letztes Mal Souvenir shoppen angesagt und es wurde zu einem regelrechten Wettlauf um die Zeit...
Am 15. August stiegen Joline und ich nach fast einem Monat Pause endlich wieder in einen ruhigen Zug ein und begaben uns auf ein neues Abenteuer im Reich der Mitte.

Adresse

und falls es doch nicht mehr klappt über meinen Blog, dann können wir ja weiter via e-mail, skype oder briefpost kommunizieren. hab gemerkt, dass ich nur von ganz wenigen von euch die skypeadresse kenne, dabei wärs doch toll, ich könnt mal mit euch telefonieren. sucht mich doch mal unter christinawilli! Und wenn ihr wollt, dann könnt ihr mich auch unter meiner chinesischen Natelnummer (0086 13468752478) erreichen, am besten auch via skype.

Und falls ihr an Weihnachten zu viel Schokolade kriegt, dann könnt ihr die Überschüsse ja mir schicken ;D
(bitte aber vorher sagen, damit ich meine Post am Postschalter abholen kann)

Meine Adresse hier ist:
Ms. Christina Willi
Nr. 423, 25 Building
The School of International Education
Xi'an Jiaotong University
No. 28 Xian Ning West Road
Shaanxi Xi'an 710049
People's Republic of China

Die Flut nach der Ruhe

Liebe Freunde,
ich weiss, dass es einige gibt, die gerne endlich wieder mal was von mir lesen würden. Ja, ich weiss, ich hab mich schon lange nicht mehr auf meinem Blog gemeldet. Eigentlich war ich nämlich nach unserer Reise durch die Mongolei guter Dinge, endlich wieder einen längeren Eintrag ueber die wunderbaren Landschaften und die tollen Erlebnisse zu schreiben, aber in China angekommen musste ich leider feststellen, dass neben Facebook und Youtube auch mein Blog gesperrt wurde. So konnte ich meinen schreiberischen Pflichten leider nicht nachkommen und liess meinen Frust an meinem Tagebuch auch.
Mittlerweile seit gut drei Wochen in China und seit einigen Tagen an der Uni habe ich von alten Hasen hier erfahren, dass China’s Super-Fire-Wall mit IT-tricks umgangen werden kann. Daher habt ihr nun das Glueck, doch wieder auf diesem Blog von mir zu lesen. :D